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Blätter · 1917-05-01 · 4 (5.1917) · p. Seite 6

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Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
4 (5.1917)
Date
1917-05-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 schen 25000 und 30000 in Deutschland, davon Wohl mindestens vier Fünftel russischer oder polnischer Abstammung, müßten mehr Beachtung bei unseren deutschen Jehudim finden. Die Gefangenen sind jetzt zum größten Teil an Arbeitsstellen in Stadt und Land. Wieviel seelische Not der Leute könnte gelindert werden, wenn Jehudim, die sich in ihrer Nähe befinden, sich um diese Armen kümmern würden, ihnen durch Vermittlung der zuständigen Behörde Ritualien und Lektüre zusenden möchten und — soweit dies erlaubt ist — auch mit ihnen persönliche Fühlung nehmen würden. Auch dies ist eine Aufgabe der Freunde unserer Agudo! Was bedeuten nun diese Gefangenen für unsere Agudoh-Bestrebungen? Sie werden beesras haschem bald in ihre Heimat zurückkehren, das Leben, das sie hier geführt, die Eindrücke, die sie hier gewonnen, lassen sich nicht verwischen. Sie haben neben vielem Schwerem und Hartem in Deutschland Ordnung und Disziplin kennen gelernt. Sie haben ihr religiöses Denken in den gänzlich veränderten Verhältnissen vertieft. Sie haben direkt oder indirekt auch mit deutschen Jehudim Fühlung gewonnen. Der Blick ist erweitert und das Verständnis für Anderes, bisher Fremdes gewachsen. Der weltumspannende Agudoh-Gedanke hat hier neuen Boden gefunden, und wir dürfen es hoffen, daß die Träger dieses Gedankens in der Heimat Arbeiter für die Agudoh-Jdee sein werden. ME m Mngerfceuden. von Zwi Binjomin. Unsere deutschen Proviantämter leisten Wunderwerke. Bei den Eilmärschen nach und durch Rumänien war die Verpflegung keine Kleinigkeit; und die Aufgabe wurde erfüllt. Mannschaften und Offiziere haben es angenehm verspürt, und die gutjüdischen Mannschaften und Offiziere haben es — beobachtet und, weil sie eben in der Hauptsache nur unbeteiligte Zuschauer sein konnten, am meisten bewundert. So ging es mir als Offizier beim Stabe während des Vormarsches durch die Walachei, von dem Augenblick an, wo ich Hermannstadt verließ und in eine Gegend kam, in der brave Jehudim nur vereinzelt zu finden sind. In Hermannstadt verbrachte ich noch angenehme Stunden bei dem Ortsrabbiner. Schon er

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