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Blätter · 1917-04-01 · 3 (4.1917) · p. Seite 8

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Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
3 (4.1917)
Date
1917-04-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 und Männer sind auf Jahre aus ihrer Umgebung herausgerissen und können sich in das Wesen unserer Glaubensbrüder einfühlen. Was sie gesehen und erfahren, wie die Einheit des thoratreuen Judentums ihnen zu einem bedeutsamen Erlebnis geworden, das müßten sie der Gesamtheit zugänglich machen, daß an ihrem Feuer auch das Feuer der Zurückgebliebenen sich entzünde. Wir meinen, daß nur aus dieser Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls, daß nur aus der Arbeit, die den Gedanken Kol Jisroel areim seh büseh znm Zentralpunkt jüdischen Denkens n»d Empfindens macht, die Möglichkeit erwachsen wird, das Große und Fruchtbringende zu schaffen, das die Agudas Jisroel aus einem Unterstützungsverein zu einem das gesamte jüdische thoratreue Leben umfassenden Organismus zu gestalten vermag. Die jetzige Art, wie die meisten Mitglieder zu der Idee der Agudas Jisroel stehen, erinnert an den TYP, der heutzutage leider nicht nur in Deutschland anzutreffenden alten Juden, die frühmorgens und abends die ersten und die letzten in Schul sind, es auch sonst für ihre Person mit der Erfüllung der jüdischen Pflichten sehr streng nehmen, aber in aller Seelenruhe ihren Kindern in ihrer» irreligiösen Tun freien Lauf lassen, ja ihre Töchter an unreligiöse Männer verheiraten, während doch dem echter» Jehudi das Herz bricht, wenn er seine Kinder auf gottentfremdetem Wege wandeln sieht, er sein Leben für sinnlos hält, wenn es derartige Früchte gezeitigt hat und er darum Gut und Blut opfert, um seinen Kindern die Möglichkeit zu bieten, gute Jehudim zu bleiben, und ginge es auf Kosten einer gesicherten sozialen Position und eines besonderen Wohllebens. Dies Verantwortlichkeitsgefühl, das den Vater für seine Kinder beseelt, müssen wir, soll die Agudas Jisroel wirklich zu dem Gebilde werden, das wir erhoffen, in uns für alle unsere Brüder erwecken. Zweierlei wird ja nötig sein, um ihre Arbeit fruchtbringend zu gestalten- Bechvl nafchecho, mit ihrer ganzen Person werden die einzelnen cintreten müssen für die Sache. In noch viel weiterem Umfang, als es schon jetzt G. s. d. zum Teil geschieht, werden wir Männer brauchen, die von ihrer Heimat sich losreißen und unter Bedingungen, die an ihren Körper und Geist die höchsten Anforderungen stellen, im Osten oder im heiligen Lande arbeiten. Sodann bechol »reodecho, was wir immer nur von unserem Vermögen erübrigen können, werden wir opfern müssen. Glaubt man wirklich, daß die gewaltigen Aufgaben, die unserer harren, durch Jahresbeiträge, wie man sie diesem

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