Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 3 (1917)
- Issue
- 1/2 (Januar-März 1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/6467833-6467833-9641082-9641084--0281-6468323- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
15 unser Hilfswerk wieder aufnehmen, und die Leute bekamen wieder regelmäßig ihre Verpflegung - - natürlich nur das Höchstquantum von 5 Dosen pro Woche. Diese nunmehr eigens für "ws-Verpflegungszwecke im Auftrag der „Freien Vereinigung" hergestellten Konserven wurden und werden noch heute allerseits sehr gelobt und sind, sowohl ihrem Geschmack als auch ihrem Inhalt nach, ausgezeichnet. Liebesgaben werden jetzt garnicht mehr verschickt. Denn nun muß erstens Geld gespart werden, um die höher und höher steigenden Kosten der Konserven tragen zu können, und zweitens muß mit dem beschränkten Fleischvorrat vorsichtig hausgehalten werden, damit auch nur die wirklich auf diese Institution angewiesenen Soldaten aus ihr Nutzen ziehen. Bald gab die Z.E.G. auch Holländische Wurst für die rituelle Verpflegung von der Beschlagnahme frei. Wöchentlich konnten nun jedem Heeresangehörigen 2 Pfund Wurst gesandt werden. Dadurch war nun wieder eine Verpflegung möglich, mit der die Leute auch tatsächlich auskommen konnten. So liegen momentan die Verhältnisse, und wir wollen nur wünschen, daß wir bis zum hoffentlich baldigen Kriegsende in der Lage sein werden, unseren Mitgliedern weiter bei Einhaltung der Speisevorschriften behilflich sein zu können. Für das kommende NOS -Fest ist ein genügender Versand schon bis in die letzten Kleinigkeiten vorbereitet und, falls es dann noch nötig sein sollte, werden unsere Leute niit allem versehen, dessen sie zur Erfüllung der Pcssach- und Sedervorschriften benötigen. Endlich sei auch an dieser Stelle der „Freien Vereinigung" herzlichster Dank ausgesprochen für ihr tatkräftiges Eintreten zur Erreichung all der Ausnahmebestimmungen und Sondergesetze, ohne die das ganze Hilfswerk unmöglich wäre. Dank auch den hohen und höchsten staatlichen Behörden, die unseren Bestrebungen immer das größte Verständnis und Wohlwollen entgegen brachten! Max Cohen. * * * Cschwege. Die hiesige Jugendgruppe, die seit fast einem Jahre besteht, veranstaltete in den Chanukahtagen eine gemütliche Zusammenkunft, in den dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Wohnräumen der Familie Boni Goldschmidt, die einen sehr anregenden Verlauf nahm. Im Mittelpunkte der Veranstaltung standen 2 Vorträge. Herr Dr. Samuel Halevy, erklärte zunächst Chanukah