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Blätter · 1917-01-01 · 1/2 (Januar-März 1917) · p. Seite 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
1/2 (Januar-März 1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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1« im Sinne des „Doroth Harischonim", des Werkes seines unvergeßlichen Vaters, des verst. Mitgliedes des Prov. Comites, bezw. des rabbinischen Rates, Isaak Halevy, Hamburg. Dr. Halevy feierte gleichzeitig die Tätigkeit der Jugendgruppe und lobte ihr Ausharren trotz aller Schwierigkeiten. Als zweiter Redner sprach unser bewährter Vorsitzender Abraham Soschitzky über Chanukah im Sinne der Ausführungen Samson Raphael Hirsch's in den „Gesammelten Schriften". Weiter brachte Herr Soschitzky einige schöne Jargonlieder zu Gehör. Der ganze Abend stand im Zeichen des Krieges. Jeder mußte seinen Mundvorrat mitbringen. Nichtsdestoweniger verlief er fröhlich und harmonisch. Die eingegangenen Spenden zeigten den unversiegbaren Opfersinn der jüdischen Jugend. Marburg. Vor einer zahlreichen Hörerschaft sprach Ende November Herr Rabbiner Dr. Neuwirt h-Mainz über: „Der letzte jüdische Krieg und das gegenwärtige Völkerringen". Eine am Schlüsse der interessanten Darlegungen veranstaltete Sammlung für den Osten ergab Jl 21.—. * * * Berlin. Am Sonntag, den 5. November 1916 veranstalteten die vereinigten Agudas Jisroel-Jugendgruppen Berlin einen Vortragsabend. Als erster Redner ergriff Herr Dr. Leo Deutschländer das Wort zu einer Gedenkrede auf Moses Hildcsheim aus Hamburg, der in der Sommeschlacht gefallen ist. Er ist bereits das vierte Mitglied, das der Krieg aus unseren Reihen gerissen hat. In von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten schilderte der Redner den jungen begeisterten Iehudi. Möge uns vor ferneren Verlusten bewahren. Dann hielt Herr Direktor Dr. Gerson Lange aus Frankfurt a. M. einen einstündigen Vortrag über „Die Weltschöpfung in der Bibel". Ausgehend von dem Gegensatz von Wissenschaft nud Religion, wies er in klaren Sätzen auf die Gefahren hin, denen der gesetzestreue Jude durch die wissenschaftlichen Theorieen von der Weltschöpfung ausgesetzt ist. Hierauf versuchte er durch rein physikalische Beweise die Schwierigkeiten zwischen dem biblischen Bericht und der wissenschaftlichen Annahme zu lösen. Reicher Beifall dankte dem Redner für seine Mühe.

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