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Blätter · 1917-01-01 · 1/2 (Januar-März 1917) · p. Seite 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
3 (1917)
Issue
1/2 (Januar-März 1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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1* Kriegsfurie am festesten zu und in dieser Gruppe innerhalb des öffentlichen Lebens waren natürlicherweise die Jugendvereine am schwersten getroffen. Sie verloren gleich bei Kriegsbeginn ihren meist eifrig tätigen Mitgliederbestand und wurden, je länger der Krieg andauerte, in öesto größere Lebensschwierigkeiten gebracht. Schon bald bildete ein Haupttätigkeitsfeld für die Zurückgebliebenen neben der Aufrechterhaltung des Vereinsbetriebs der Verkehr mit den zur Fahne geeilten Mitgliedern. Ihnen mußte gezeigt werden, daß man zu Hause auch nicht die Flinte ins Korn warf, daß man im Lande auch im Kriege weiter zu werben und zu wjLken suche für die Ideale, denen unsere treuen Kämpfer in besseren Friedenszeiten ihre ganze Kraft gewidmet hatten. Zu diesen allgemeinen Gesichtspunkten gesellte sich bei uns noch «ine weitere Sorge. An uns trat die Forderung heran, unseren Getreuen behilflich zu sein bei der großen Aufgabe, auch draußen mitten im rauhen Kriegesleben die Gebote der תורה nach Möglichkeit zu erfüllen, unter schwierigsten Verhältnissen all den Forderungen gerecht zu werden, in deren Geist wir zu Hause einzudringen uns gemüht hatten. So kamen wir zur Soldatenverpflegung. Wir sagten uns, daß es nur mit größten Mühen und Entbehrungen zu bewerkstelligen sei, im Felde den Forderungen des?!1 כשר nachzukommen, und diese Sorge wollten wir unseren Mitgliedern wenigstens zum Teil abnehmen. ״Gleiches Recht für alle" wäre hier natürlich ein falscher Stand- Punkt gewesen. Vielmehr mußte berücksichtigt werden, wer auf sich selbst angewiesen war, und wer auf mehr oder weniger Unterstützung Don zu Hause rechnen konnte. So hatten wir also Leute, die von uns verpflegt wurden, und solche, deren wir durch die Übersendung bon Liebesgaben gedachten. Die כשר-Verpflegung war reichlich; je eine Konserve (Fleisch oder Gemüse) täglich; dazu etwas Wurst, Käse, Kuchen, Chokolado rc. Das war alles sehr einfach und bequem, so lange die Lebensmittel noch ohne Mühe zu kaufen waren. Da schossen die Konservenfabriken wie Pilze aus dem Boden, woraus wir natürlich unseren Nutzen zogen. Denn es war klar, daß die große Konkurrenz die Ware verbilligte und die Qualität hob.

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