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Blätter · 1918-10-01 · 10/11 (Oktober-November 1918) · p. Seite 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
10/11 (Oktober-November 1918)
Date
1918-10-01
Page
Seite 26 (sequence 26)
Language
German
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26 unserem Führer Max Cohen wollen wir den Dank dafür aussprechen, daß er uns in seiner Rede aufs neue unsere Pflichten und Ziele vor Augen geführt hat, um uns anzuspornen, über Fröhlich keit und Festen unsere wahre Aufgabe nicht zu vergessen — wahrhafte, echte Juden zu werden. Und wenn wir uns bimhero bejoinenu zu einer Fricdensfcier rüsten, wird hoffentlich schon ein guter Allfang in dieser Arbeit gemacht sein. Cöln, 18. Oktober. Nun hat unser Wintersemester begonnen. Wir haben endlich unsere Organisation im Rohbau fertig und hoffen, nun günstige Erfolge in unserer Arbeit zu haben. Wir haben unsere Gruppe in je 4 Knaben- und Mädchenzüge eingetcilt, die von je 2 Führern bezw. Führcrinnen geleitet werden. Jeder Zug kommt an einem Nachmittag oder Abend der Woche regelmäßig zusammen. In den beiden untersten Zügen wird gespielt, biblische Begebenheiten dargestellt und kleinere Spaziergänge unternommen. In den Zügen K und M 2 werden ausgcwählte Teile von „Ehrmann, Durchs Jahr" vorgelcsen, aus die Bedeutung der einzelnen Feste, Roschei chodoschim usw. Hingeiviesen; auch hier bleiben die Kinder häufig noch bei gemeinschaftlichen Spielen zusammen. Die 3. Züge (Kinder von ungefähr 12—15 Jahren) sind, was die Wahl des Stoffes betrifft, am schwersten zu behandeln; es sind hier so große Unterschiede in der Reife zu beobachten. Wir wollen die Megilloth - teils mit den Erklärungen von R. Breuer -- durchnehmen und leich tere Artikel der „Gesammelten Schriften" usw. lesen und durchsprechen. In den obersten Zügen werden dann jüdische Tagesfragen erörtert »verden, an Hand von anserwählten Artikeln aus den „Gesammelten Schriften", aus dem Jeschurun usw. In der Mädchengruppe wird auch das Judcnproblcm von I. Breuer gelesen und durchgesprochen. Hier sollen auch die Esräer selbst kleinere Referate halten und mög lichst viel diskutieren. - Wir haben auch noch einige Wanderungen vorgesehen und wenn der Scholanm, der ja nun hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten läßt, einzieht, werden wir auch die Geselligkeit mehr zu ihrem Rechte kommen lassen. Haschem zeige uns den rechten Weg, unsere Esräer dazu zu bringen, was wir aus ihnen machen »vollen: Aufrechte, zielbewußte Jchudim, die in Lehre und Leben auf dem Boden der Thanroh stehen. Wir bitten die einzelnen Gruppen, die Richtlinien ihrer Arbeit auch in den Blättern Mitteilen zu »vollen, da durch den Gedanken- und Erfahrungsaustausch eine jede Gruppe nur Vorteil haben kann. Ve^Snclei Agudas Jisroel-Marken! Zu beziehen durch das Büro der fl. J. J. O. Frankfurt am Main, Am Tiergarten L.

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