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Blätter · 1918-10-01 · 10/11 (Oktober-November 1918) · p. Seite 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
10/11 (Oktober-November 1918)
Date
1918-10-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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22 So, und t}ttr so können wir die Schabbosheiligung fördern. Darum auf an'die Arbeit! Anregungen und Vorschläge sind uns recht willkommen, und an das Arbeitsamt der Sabbathfreunde, Frankfurt a. M., Schützenstraße 14, einzusenden. Gruppen, sorgt für Vertrauensmänner! Agudisten, propagiert auch diesen Zweig unserer Tätigkeit! Aus der Esra-Bewegung. Esra oder Jeichurun. Curt Schneller, Breslau. Man könnte der Ansicht sein, daß die Frage, welcher Name einer Organisation oder Bewegung gegeben werden soll, zu den Nebensächlichkeiten gehört. — In vielen Füllen trifft Wohl auch das Dichterwort zu: „Name ist Schall und Rauch". Aber es wird auch Vorkommen, daß der Name, den eine Organisation erhält, ausschlag aebend ist für ihre Entwickelung; ein schlecht gewählter Name erweckt falsche oder gar keine Vorstellungen, ein guter, d. h. ein zündender, den Kern der Sache treffender, wirbt Anhänger, erregt Aussehen und fördert die Bewegung. Nicht ganz so, aber ähnlich liegt es bei der neu zu gründenden S chül e ro r g a n i s a t i o n, für die von dem vorbereitenden Komitö der Name „Esra" vorgeschlagen war. Es wird den Teilnehmern des Bundestages in Erinnerung sein, daß dort von der A.J.J.G. Breslau dazu ein Antrag eingereicht worden war, der vorschlug, aus gewichtigen Gründen der neuen Organisation statt des Namens „E s r a" den Namen „I e s ch u r u n" zu geben. Der Antragsteller glaubte nämlich, daß der Bundestag die berufendste Instanz wäre, über etwas so Wesentliches, wie die Namensgebung einer Unter- oder Nebenorganisation zu votieren. Und da wir auch weiter dieser Ansicht sind, und nicht einzuschen vermögen, warum ein immerhin internes Konnte, das sich aus Mitgliedern nur weniger Gruppen etwas allzu homogen zusammensetzt, allein befugt und befähigt sein soll, über grundlegende, die Gesamtheit betreffende Dinge zu bestimmen, so bleibt nichts anderes übrig, als diese Flucht in die Öffentlichkeit. Wohl gemerkt, es soll damit in keiner Weise die Objektivität und der gute Wille des vorbereitenden Komitees in Zweifel gezogen werden, lediglich die Wichtigkeit der Materie veranlaßt uns noch einmal die Frage „Esra" oder „Jeschurun" hier zu erörtern und sie dem Urteil der Allgemeinheit anzuvertrauen.

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