Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 10/11 (Oktober-November 1918)
- Date
- 1918-10-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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- ii - benlande" durch gegenseitige Anregung Thaurohftudium und Gesetzestreue zu fördern. Aufruf! Der Krieg ist zu Ende, die Waffen ruhen. Und wenn der kommende Friede auch anders ausschcu wird, ganz anders, wie wir ihn uns vorgestellt haben, so ist cs doppelt schwer und doppelt wichtig, ihn würdig zu empfangen. - Das bedeutet Pflichten! Wenn wir schon seit mehreren Jahren von den Aufgaben der Übergangswirtschaft reden und schreiben, nun gilt es, sie zu erfüllen durch die beglückende Tat. Nun muß sich zeigen, ob wir uns nur mit Theorien und Utopien herumgeschlagen haben, hic Rhodus, hie salta! Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß schon in allernächster Zeit Tausende unserer Brüder aus dem Felde zurückkchren und wieder für ihren Zivilberus zur Verfügung stehen. Viele werden ihre alte Stellen wiederfiuden, die Mehrzahl wird sich neue suchen müssen. Gar mancher wird durch die Veränderungen, die der Krieg mit sich gebracht, seinem Berufe untreu geworden und aus der Suche nach einem neuen sein. Stellen werden nur sehr schwer, solche in denen man Schabbos halten kann, fast gar nicht zu bekommen sein. Die in die Geschäfte zurückflutendeu alten Angestellten verdrängen naturgemäß zum großen Teil das Kriegspersonal, das nun auch auf der Straße liegt. Da gilt cs mitzuhelfen! Da gilt es bei der Liquidation des Völkerringens mittätig zu sein! Wir in der Agudas Jisrocl-Jugendorganisation haben die besondere und schwierige Pflicht, unseren bedrängten und in Not befindlichen Gesinnungsgenossen durch vereinte Arbeit mit schon bestehenden .Organisationen zu helfen, den Schabbos zu heiligen, koscher zu leben. , Um beim Wichtigsten anzufangen, haben wir zuerst 'mal eine Berufsberat u n g s° - und Arbeitsnachweisstelle eingerichtet, um wenigstens den dringendsten Bedürfnissen abhelfen zu können. Wir wollen alles aufbieten, um es unseren heimkehrenden Brüdern nicht nur zu ermöglichen, nein, um es ihnen leicht zu machen, ihren Schabbos und Jaumtauw zu feiern. Und darum wenden wir uns an alle Agudisten und an alle, die für das gesetzestreue Judentum interessiert sind: Ihr Prinzipale, kommt zu uns, wenn Ihr Vakanzen in Euren Geschäften habt! Ihr Agudisten, fraget bei der Agudo, welchen Beruf Ihr ergreifen sollt, ob sie eine Stellung für Euch hat!