Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 9 (9.1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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— 5 — Eltern und bittet sie, daß si'c mit uns gehen, daß sie, wie in der Kindheit, so auch weiterhin ihre seste, treue Führerhand uns nicht entziehen sollen, sorgt Ihr dafür, daß sie uns selbst unsere kleinen Brüder und Schwestern bringen, damit wir sie die paar Schritte lehren, die wir schon gehen können! Zeigt Ihr unseren Eltern, daß nicht jugendliche übcrhebung, daß ein festes, innerst-jüdisches ✓ Wollen uns treibt, bringt Ihr unsere Ideale ihrem Herzen nahe, damit wir alle als ein großes, jüdisches Brudervolk, geeint durch unser urewiges, unzerreißbares Taurohband, damit wir als wirkliche Agudas-Jisroel den Wog zur Höhe gemeinsam cmporklimmen können! Dann könnt Ihr uns Eure Zukunft nennen, denn dann werden wir sic m. G. H. werden! Ihr Brüder aber, die Ihr uns geholfen habt, zurückzufinden zu unseren Eltern, die Ihr in Eurer jüdischen Mannesreife unseren Eltern Verständnis gebracht habt für das heiße Sehnen, für das glühende Wollen ihrer Kinder, Ihr habt zu Eurem Teil beigetragen zum Kommen des Moschiach, dessen Sendling Elijohu, wie der letzte Prophet uns kündet, als höchste Aufgabe hat: heschiw lew owaus al bonim welew bonim al awausom! Noch einmal die jüdische Gartenstadt. von Arnold Merzbach. Von einem orthodoxen Führer der Garteustadtbewegung ist im Juniheft der „Blätter" an meinen Ausführungen über die Gartenstadt, die im Märzheft erschienen waren, herbe Kritik geübt Wörde». Zweck dieser Kritik war, nach dem Worte des Herrn Verfassers, der jüdischen Jugend die Idee der Gartenstadt ins rechte Licht zu rücken, nachdem von mir nur ein „Zerrbild" gegeben wäre. Dieses Zerrbild sei zustandegekommen hurch sachliche Fehler und Unrichtigkeiten, die von Herrn Loeb im einzelnen nachgewiesen und widerlegt worden sind. Den Grund für diese Unrichtigkeiten erblickt der Herr Autor z. T. in mangelhafter Orientierung, z. T. in meiner blühenden Phantasie und in Inkonsequenz. Die Kritik besteht also einerseits aus sachlichen Richtigstellungen und andererseits aus persönlichen Borwürfen. Da ich aber dem Herrn Verfasser unbedingte Ehrerbietung und Achtung cntgegenbringe, wie sic ein Jüngling einem gereiften Manne schuldig ist, so darf ich ihm auf das letztangedeutetc Gebiet nicht folgen. Und will cs auch nicht, denn nur sachlichem Streit sollen diese Blätter offen sein. Gelingt es mir aber, durch Verteidigung meiner „Fehler" meine Auffassung von der Gartenstadt als gerechtfertigt hinzustellen, so fallen auch die gegen mich gerichteten persönlichen Anschuldigungen von selbst zusammen. Der erste Vorwurf, ich hätte einen nicht bestehenden Zusammenhang zwischen dem Verein zur Förderung der Bodenkultur und der Gartenstadtbewegnng konstruiert, ist in meinen Worten nirgends