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Blätter · 1918-05-01 · 5 (5.1918) · p. Seite 3

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Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
5 (5.1918)
Date
1918-05-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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3 Ich denke mir aber, daß man auf folgende Art und Weise eine große Summe zusammenbringen könnte. Wenn Fachleute einen derartigen Plan durchrcchncten, könnte man wohl zu genaueren Angaben darüber kommen, wieviel ein Zögling die Anstalt wohl kostet. Man könnte dann durch Erlegung eines bestimmten Betrages das Recht erwerben, ständig einen Zögling für die Anstalt vorzuschlagcn, bezw. bei einem gewissen kleineren Betrage für einen Lehrgang. Dann müßte man auch für die Bekleidung und Ernährung der Zöglinge, für Landerwerb der Anstalt und die Bodenkultur, ferner aber auch für den Landerwerb zur späteren Ausstattung der Anstaltsbcsuchcr, kurz für alle Sonderzwecke Sonderfonds einrichteu, und dann bei jedem den Betrag genau fcstsetzen, für den die Einheit geleistet wird. Auch hat der Spender das Recht, zu erfahren, wer für sein Geschenk angekauft würde. Ich verhehle mir nicht, daß dieser Plan leider noch ganz ungeheure Schwächen hat, insbesondere enthält er ja gar keine Angaben über Preise und Wirtschaftlichkeit. Das aber konnte ich gar nicht geben; ich wollte nur die Anregung geben, daß andere. die über Kenntnisse von Land und Lcntcn, aber auch insbesondere von Agrikultur und Nationalökonomie verfügen, einen derartigen Plan durchdenken und durcharbeiten, auf das/// etwas Ersprießliches letauwas haklall entstehe! Noch einmal Wir und der Osten.*) Der Leser der meisten Aufsätze, die über unsere Stellung, d. h. die der deutschen gesetzestreilen Judcnheit, wie sie in der Agudoh für den deutschen Landesverband organisiert ist, zum Nationaljudcntum, wie es sich im Oste« gibt, veröffentlicht worden sind, muß nachgerade zu der Meinung gelangen, daß das Fehlen einer gedeihlichen Zusammenwirkuug lediglich oder zum großen Teil an uns, d. h. au der deutschen Orthodoxie liegt, die nur ihren „starren Standpunkt" aufzugcben brauchte, zu ihrer einseitigen Konfcssionalität den nationalen Gedanken hinzuznfügen brauchte, um dann vereint mit jener Richtung für den gemeinsamen jüdischen Gedanken, so wie er sich in jenen Köpfen zeichnet, zu arbeiten und damit das Heil des Judentums herbeiführeu zu Helsen. Erst der letzte Aufsatz in Heft 3/4 des Jeschurum aus der durch ihre scharfe Folgerichtigkeit und Objektivität hinreichend bekannten Feder seines Herausgebers, des Herrn Pr. Wohlgemuth, hat in dankcnsivertcr Klarheit dararif hingewiesen, daß cs nicht an uns liegt, hier den Anschluß an den Nationalismus, wie ihn seine Führer verfechten, einfach etwa durch Zufügung einer neuen Siehe die Artikel in Heft 1/2, 3,4 des Jeschnrun.

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