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Blätter · 1918-04-01 · 4 (4.1918) · p. Seite 3

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Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
4 (4.1918)
Date
1918-04-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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die Schiurim. Diese bilden überhaupt das Rückgrat der ganzen Gruppe. Sie sollen möglichst die ganze jüdische Literatur umfassen, und nur von den b e st e n Kräften geleitet werden. Hjerbei muß man auch eine Scheidung zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen vornehmen. Besonders bei Dozenten für die Anfänger muß sowohl profanes wie jüdisches Wissen vorausgesetzt werden. Die Mädchengruppe muß ihrerseits Schiurim haben und Vorträge, die die besonderen Aufgaben und Pflichten des jüdischen Mädchens und der jüdischen Frau zum Thema hab?n. Auch die viel umstrittene Frage des Geschichtsunterrichtes ist meiner Meinung nach sehr einfach zu lösen. Ein besseres Geschichtsbuch wie die „Newiim" könnte uns doch auch ein Geschichtsforscher nicht geben. Dazu kämen noch Vorträge über Verfassung und Geschichte aus dem T'nach überhaupt. Unsere Mädchen können sich außerdem noch in der Sozialen Fürsorge betätigen, wie das denn auch an einzelnen Orten (Posen) jetzt schon geschieht. — Eine nachahmenswerte Einrichtung sind auch die Rausch-Chaudesch-Zusammenkünfte, in denen auf ein kurzes Referat ein gemütliches Zusammensein mit Vorträgen und musikalisch-literarischen . Unterhaltungen folgen würde. Der an die Herrengruppe angeschlossene V.J.A. gewinnt dadurch, daß er die Schiurim der Gruppe besucht und keine eigenen benötigt, an Zeit, um für seine besonderen Zwecke zu arbeiten. Der Fuchsen-Unterricht kann sich dann auf die Gebiete beschränken, die im Schiur nicht berührt werden. Dennoch soll der V.J.A. innerhalb der Gruppe eine Stellung für sich einnehmen, die er auch durch Zusammenkünfte mit den anderen V.J.A. V.J.A. stärken kann. Der Akademikerinnen- Verein „Beruria", der auch noch in anderen Städten errichtet werden muß, wird bei ähnlichen Aufgaben eine gleiche Arbeits-Methode verfolgen können. -- Dies ist in knappen Zügen der Arbeitsplan der Jugendgruppe, besondere Aufgaben erwachsen ihr im Zusammenarbeiten mit anderen Gruppen. Besonders die benachbarten Bezirksgruppen müssen sich ihrer tatkräftigen Hilfe erfreuen können. Die sogenannten Bezirksgruppen, die in Gegenden gegründet werden, in denen nur mehrere Orte zusammen eine lebensfähige Gruppe errichten können, müssen durch häufige Zusammenkünfte den Zusammenhalt fördern und ein ersprießliches Arbeiten ermöglichen. Auch die Provinzial-Verbände müssen möglichst oft all ihre Gruppen bei sich sehen, und endlich muß einmal im Jahr ein Delegierten-Tag der gesamten A.J.J.O. stattfinden. Diese Zusammenkünfte und unsere „Blätter", die mehr ausgebaut werden müssen, und in denen vor allem die Rubrik „Aus unseren Gruppen" besser bedacht werden muß, halte ich für sehr wichtig, da nur mit ihrer Hilfe oin Gedankenaustausch der einzelnen Gruppen stattfinden kann. Um den Zusammenhalt mit unseren Mitgliedern im Felde zu kräftigen, halte ich es für wünschenswert, daß die einzelnen Gruppen vielleicht Tätigkeitsberichte hinaussenden, die eine kurze Übersicht von dem Wirken der Vereine in einem Monate geben.

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