Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 4 (4.1918)
- Date
- 1918-04-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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2 nur die Teilung eines Verbandes, nicht zwei selbständig nebeneinander arbeitende Vereinigungen erblicke. Dies ist vor allem wesentlich sür die gemeinschaftlichen Aufgaben- Die beiden Gruppen mutzten an Universitätsstädten, überhaupt in allen Orten, in denen sich eine V.J.A. befindet, eine weitere Teilung erfahren, weil die Akademiker ihre besonderen Aufgaben zu erfüllen haben. Endlich mutz eine ähnliche Institution geschaffen werden, wie der zionistische Blau-Weitz, erstens, um die jüngste Jugend zu gewinnen, zweitens, um bei den Knaben und Mädchen der lrbergangsjahre das Bedürfnis nach körperlicher Betätigung, nach Sport und Spiel, zu befriedigen. Bei unserer Betrachtung wollen wir diese Gruppe „Esra" nennen. Folgendermaßen würde dann das Schema einer A.J.J.O. aussehen: Agudas-Jisroel-Jugendorganisation. Jugendgruppe Frankfurt Herrengruppe Mädchengruppe V.J.A. Esra Beruria Den Beweis zu bringen, daß diese Zusammenfassung der orthodoxen Jugendvereine ihren Zwecken und Zielen nach nicht nur möglich, sondern natürlich ist, erübrigt sich eigentlich; denn diese Teilungeiz sind ja nur durch die Sonderausgaben der Geschlechter, der Berufe und der Alter bedingt, nicht, infolge von verschiedenen Auffassungen und Zielen. Vor allem ist es zu erstreben, daß die Jugendgruppen ein eigenes Heim haben. Dies bildet den Mittelpunkt der Geselligkeit und fördert dadurch den Zusammenhalt der Mitglieder. Hier finden die Vorträge, Schiurim und Versammlungen statt, hier können sich zu jeder Zeit die Mitglieder treffen. Auch die Bibliothek kann hier ihre Aufstellung finden. Von der Wichtigkeit einer Bibliothek unserer Organisation wird wohl jeder durchdrungen sein. Für ihre Erweiterung und Vervollständigung dürfen keine Mittel gescheut werden. In gleicher Weise wird sie Sforim, wissenschaftliche, belletristische Bücher und Zeitschriften enthalten, selbstverständlich ausschließlich jüdischen Inhaltes. Für alle Mitglieder mit ( Ausnahme des „Esra" werden ferner allwöchentlich Vortrags- ' abendo stattfinden, an denen jüdische Gegenwarts- und Zukunftsfragen behandelt werden sollen. Die Diskussion wird für sehr wesentlich gehalten. Die Vortragsthemen werden von der Leitung gestellt, und die Vortragenden wählen sich diejenigen aus, von denen sie glauben, daß sie sie am besten bearbeiten können. Auf diese Weise wird ein gedeihliches Arbeiten, ein Vertiefen in die brennendsten Fragen zustande kommen. — Für die Pflege des Körpers muß die Jugendgruppe auch Sorge tragen. Die Herren- und Mädchengruppen haben je eine Turnriege mit Unterabteilungen sür den „Esra". Ferner haben sic eine gemeinsame Wandergruppe. Zu den besonderen Aufgaben der Herrengruppe gehören vor allem ( Stadtbib1^