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Blätter · 1918-02-01 · 2 (2.1918) · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
2 (2.1918)
Date
1918-02-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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m - 12 -j Aus unseren Gruppen. (Wegen Raummangels verspätet.) Berlin. (Aus einem ausführlichen Bericht, der über das Sommersemester 1917 dem Delegiertentag vorlag.) Von 170 Mitglie- Lern stehen über 50% im Heeres-, ungefähr 15% im Hilfsdienst. Auch der Mädchengruppe (160 Mitglieder) ist ein erheblicher Teil durch angestrengte Tätigkeit in Kriegsorganisationen entzogen. Durch Flugschriften und persönlichen Verkehr wurde mit dem Ergebnis geworben, daß 30 neue Mitglieder gewonnen und ein netter Marken-Erlös erzielt wurde. Beiden Gruppen hielt Herr vr. Ai. Hildesheimer jede Woche einen Sidro-Vortrag. Die Jugcndgruppe hielt unter Herrn Rabb. Or. E. Munks Leitung Diskussionsabende ab, u. a. über Mitglieder-Referate. Einen Schiur in G moro leitet Herr cand. Phil. M. Grünberg, einen in Mischna Herr Dr. W. Hal- . berstadt. Zum Andenken an den im Felde gefallenen Vorsitzenden Jsmar Sklarz s. A. wurde täglich Mischna gelernt. Eine neugegründete Jsmar Sklarz-Stiftung dient der Anschaffung von S'forim für die Schiurim. In der Mädchengruppe las und besprach man S. R. Hirschs Neunzehn Briese (Herr I. Koref) und trieb hebräische Sprachkunde (Herr cand. Phil. Kahan). Die „Vorgruppe" 12 bis 15 jähriger Schüler lernte G'moro bei Herrn Dr. Halberstadt und Chumesch mit Erklärungen bei Herrn stud. med. A. Merzbach. Ausflüge in die weitere Umgebung Berlins wurden ausgesührt. Am letzten Abend des Sommersemesters sprachen Herr cand. Phil.' H. Levy dem Andenken unserer lieben Heimgegangenen Freunde Jsmar Sklarz, Fritz Rau und Bernhard Hausmann treue Worte und Herr vr. W. Hofmann über den Begriff der Kopporo. Segensreich wirkte die körperliche und geistige Fürsorge für Flüchtlingskinder. Mehrere junge Damen vereinigten jeden Nachmittag etwa 15 solcher Kinder zur Überwachung der Schularbeiten, füllten Lücken durch Nachhilfe-Unterricht aus, lehrten Hebräisch, lasen Märchen und ließen die Kleinsten spielen. In den Schulferien wurden die Kinder täglich nach Tegel geführt. Besonderer Dank gebührt den Leiterinnen, Fräulein B. Petnchowski und R. Gottgetreu. Den Mitgliedern im Felde wurden Lebensmittel und jüdische Literatur geschickt. . Für Kriegswaisen und Erez Jisroel ist fleißig gesammelt worden. - Im Winter wird bei eingeschränkter Heizung und Beleuchtung vermutlich nicht aus allen Gebieten im selben Umfange gearbeitet werden können, Posen: Am 27. Oktober wurde unserer Gruppe durch Frl. Goldstein Bericht über die Berliner Tagung der Jugend-Organisation erstattet. Dem schloß sich ein warmer Appell zur eifrigen Bereicherung der Spendenliste für die verschiedenen Fonds der A. I. an. Schließlich hielt Frl. Berlowitz noch ein mit Interesse aufgenommenes Referat über „Soziale Arbeit". Die für das Wintersemester eingerichteten Kurse (Hebr. Sprachunterricht, Gebete, Pflichtenlehre, jüd. Literatur, Bibel, Diwre Hajomim) sind recht gut besucht.

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