Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 1 (1.1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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gr» —. zum Ausdruck zu bringen und sie h a tiedre. Getrugtuung, daß alle bisher von ihr mit den Organen des neuen polnischen Staates geführten Verhandlungen im Geiste gegenseitigen Zutrauens und mit dem Wunsche größtmöglichen Entgegenkommens geführt werden. Det Redner geht im Einzelnen auf die kulturellen Fragen, die Verordnung vom 1. November 1916 und auf die Angelegenheiten des Schulwesens ein. Es sei zu erwarten, daß auf Grundlage der jetzt erlassenen polnischen Schulverordnung, die einerseits dem Privat-Schnlwesen volle Freiheit läßt, andererseits jüdisch-konfessionelle Volksschulen vorsieht, eine befriedigende Weiterentwickelung in religiösem Sinne angebahnt werden könne. Der Redner schließt mit dem Wnusche, die Versammlung möge sich so eingehend wie möglich über die Grundsätze der von der Delegation verfolgten Politik aussprechen und zum Ausdruck bringen, ob und inwieweit sie diese Grundsätze billigt oder mißbilligt. Der Vorsitzende spricht dem Referenten sowie den Delegierten in Warschau den aufrichtigen Dank der gesamten Orthodoxie dafür aus, daß die Herren auf dem hxißen Boden Warschaus, fern von Familie und Heimat, den wütendsten Angriffen von rechts und links ausgesctzt, Tag und Stacht arbeitend, zur Rettung der altüberlieferten jüdischen Ideale arbeiteten und bittet sie, in ihren Mühen nicht zu erlahmen. Der Vorsitzende schlät vor, die Debatte nach folgenden Gesichtspunkten zu führen: a) zur deutschen Verwaltung, b) zu den Polen, ve) zu den jüdischen Nationalisten, d) zu den Asstmilanten. 1. Das Verhältnis der Orthodoxie 2. Die politischen Grundsätze der Agudas hoorthodoxim. 3. Die publizistische Vertretung. der^Orthodoxie durch das jüdische Wort. In der Debatte, die sich über mehrere Stunden hinzieht, bringen die Herren K crb e r - Bteslau, Dr. Munk-Berlin, Dr. Auerbach- Halberstadt und Dr. Wohlgemuth - Berlin die in der zionistischen Presse und auch auf privatem Wege oft in sehr scharfer'Form geltend gemachten Bedenken gegen die Polcnpolitik der deutschen Orthodoxie Mr Sprache und verlangen über eine Reihe von Punkten nähere-Aufklärung. Es sei fraglich, ob nicht eine stärkere Betonung desnationalen Momentes in der Politik der „Agudas hoortodAim" notwendig sei, und ob man nicht in staatsrechtlicher Hinsicht für die polnischen Juden mehr verlangen müsse, als es in den Ländern des Westens üblich ist. Herr L o e w y- Rawitsch erklärt sein Einverständnis mit der Politik der Delegation hinsichtlich der B'eziehmtgen zu den Polen. Er tadelt jedoch die mangelnde Fühlung mit den weiteren Kreisen der Aguda-Leitung, die mehr als bisher Gelegenheit haben müsse, die Stellungnahme zu wichtigen politischen Problemen in gemeinsamer Beschlußfassung vorzuzeichnen. Professor W e y li-Frankfurt a. M. erblickt in dem «Ülmähltchön i VexschchrNden''des Jiddischen als Umgangssprache