Mannheim
Compact Memory

Blätter · 1919-01-01 · Sonderheft (1.1919) · p. Seite 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
Sonderheft (1.1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/6467833-9641057-9643023--0883-6467781
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

21 Programm in Frage, keine Ideologie. Diese müsse man an das P.E. weitergeben, da eine Festlegung auf Ideen Streit bringen könnte. Das Arbeitsprogramm müsse organisch und eindeutig sein. Die A.J.J.O. müsse alle gesetzestreuen Kreise umfassen. Den Aufbau seines Programms kennzeichnet er folgendermaßen: 1. wir müssen uns für den Jdeeengehalt der A.J.J.O. erziehen; 2. wie leisten wir diese Erziehungsarbeit? a) Erziehungsarbeit für die praktische Ausübung der Mizwaus, b) die Anfüllung des Einzelnen mit jüdischem Ideengehalt, c) Erez Jisroel. Redner bittet die Vorschläge der Kommission abzulehnen, obgleich er selber ihr Mitglied sei, da sie einen Torso darstellten. Er verliest sein Programm und bittet dringend, dieses als maßgebend für die Außenarbeit anzunehmen. Salomon E h r m a n n - Frankfurt referiert in längeren Ausführungen über das Frankfurter Programm. Er betont vor allen Dingen, daß es sich hier um ein in sich geschlossenes Ganze handele, daß es eine Ideologie sei, die nicht den Forderungen des Tages oder der Stunde entsprungen wäre, sondern daß es sich um ein Programm handele, das unser Ideal in klarer, eindringlicher Form aufstelle, und bis in die kleinsten Einzelheiten vorzeichne. Es handele sich um ein Produkt, das stets und ständig, auch wenn die Bestrebungen unserer Revolutionszeit längst vergessen wären, Geltung behalten könne und behalten müsse. Der Obersatz, der von der Bereitstellung der jüdischen Nation und des jüdischen Landes spräche, drücke das aus, was das Hochziel unseres ganzen Strebens und Lebens sein müßte. Die folgenden Punkte zeigen uns lediglich den Weg, auf dem wir am besten und schnellsten zu diesem Ziel gelangen könnten. Punkt! verlange die Umstellung des Denkens jedes einzelnen Juden, verlange jüdischeres Fühlen und echt jüdisches Sehnen. Aber diese individuellen Forderungen, an deren Erreichung jeder Einzelne bei sich selbst arbeiten muß, könnten schnell nur dann erreicht werden, wenn die gemeinsame Arbeit der Jugendgruppen immer dieses Endziel im Auge hätte. Wie die Jugendgruppen diesem Ziel zusteuern müßten, zeige Punkt II. Es sei selbstverständlich, daß bei Durchdringung der jungen Agudisten mit diesem Lehrstoff, auch die in Punkt II b ausgesprochene praktische Forderung erfüllt werde. Es sei selbstverständlich, daß, so vorbereitet, jeder den Schabbos begehe, wie er selbstverständlich gefeiert werden müsse. Und mit logischer Richtigkeit ergebe sich als 3. Folge aus der Bereitstellung jedes einzelnen Agudisten die Bereitstellung der jüdischen Nation. Punkt II o. wolle uns künden, wie wir den Nationalismus einzig und allein begreifen könnten. Hier werde von uns der Nationalismus gefordert, und d i e Bereitstellung jedes jüdischen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.