Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- Sonderheft (1.1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 ringen, wenn eigens dazu bestellte Herren bestimmte Bezirke immer und immer wieder bereisen und bearbeiten. Man müsse aus materiellen Gründen versuchen, in diesem Punkt gemeinsam mit der „Freien Vereinigung" vorzugehen, die doch an der Erhaltung der Gesetzestreue auf dem Lande auch das größte Interesse habe. Hermann Engel- Würzburg beantragt eine einmalige Vermögensabgabe jedes Vereins zur Deckung des Defizits. Gottfried Goldschmidt - Halberstadt weist an der Posener Mädchengruppe als Beispiel nach, wie wichtig eine gute organisierte Propagandatäckgkeit sei und wieviel man damit erreichen könne. Dieser Verein habe in ganz kurzer Zeit viele Mitglieder für die Ortsgruppe gewonnen und damit der Organisation einen dauernden Zuschuß.sichergesicllt. Die größeren Gruppen sollten kleinere in Patenschaft fiehmen, um diesen zu einem leichteren Arbeiten zu verhelfen. Siegfried Rosenberg -Frankfurt macht Vorschläge zur Behebung des Defizits. M. Hirsch- Halbcrstadt wünscht, eine Reihe von Mitgliedern zur Deckung des Defizits heranzuziehen. A n t m a n n - München schlägt vor, jedes Mitglied monatlich mit 50 /S, zu belasten. Willy Rosen- Frankfurt warnt, die Jugend finanziell zu belasten. Mendel W e r t h e i m - Fulda glaubt, der Antrag Pels müsse unbedingt abgelehnt werden. Auch er ist für Gründung eines Finanzamtes. Lehrer Gans- Niederaula befürwortet zur Hebung der Finanzen einen Anschluß der örtlichen Chewraus. Kurt Alexander- Berlin befürchtet bei Einrichtung von Patenschaften eine Abhängigkeit der kleinen von den großen Gruppen. Er schlägt ein maaser min hamaaser vor. In der Abstimmung wird der Antrag Pels mit 53 gegen 25 Stimmen abgelchnt. Dir. Dr. Lange teilt mit, daß sich die Agudas Hoortodoxim in Polen mit etwa 280 Gruppen und 60000 Mitgliedern der Agudas Jisroel angeschlossen habe. (Lebhafter Beifall.) Inzwischen hat die am Vormittag gewählte Kommission ihre Tätigkeit beendet und kommt ins Plenum zurück. Es tritt eine Pause von % Stunde ein. Nach gemeinsamem Minchagebet werden die Verhandlungen wieder ausgenommen und zwar zuerst die noch ausstehenden Programme der Versammlung vorgetragen. vr. Carl Cohn-Altona stellt fest, daß das Brcuersche Programm als Ideologie sehr geeignet sei, nicht aber als praktisches Arbeits- Programm. Für die Jugend komme jedoch nur ein einfaches