Mannheim
Compact Memory

Blätter · 1919-01-01 · Sonderheft (1.1919) · p. Seite 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
Sonderheft (1.1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/6467833-9641057-9643023--0881-6467779
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Agudo betreffenden Fragen nicht aus anderen Zeitungen erfahret müßten. Dir. Dr. Lange kündigt provisorische Normalstatuten an. Er bemerkt, daß man, um in östlichen Jeschiwaus erfolgreich mitlernen zu können, im Alter von 5—6 Jahren zu lernen beginnen müsse. Er fordert die Versammlung nochmals auf, finanzielle Mitarbeit zu leisten, da man nicht warten könne, bis man ein Defizit von M 25 000.— erreicht habe. Lehrer Gans -Niederaula bittet auswärtige Redner, auch den »ahegelegenen Gruppen rechtzeitig ihren Besuch anzumelden. Pels-Hamburg weist ebenfalls auf die Finanzschwierigkeilen hin, beantragt einen Organisationsbeitrag von M 5.— pro Kopf und Jahr und nimmt zu der Frage der Kindergärten und Jeschiwaus Stellung. Hanni Haas -Karlsruhe beantragt zur Geldersparnis, daß jeder Familie nur e i n Exemplar der Blätter zugestellt würde. Dir. vr. L an g e teilt einen soeben gefaßten Beschluß des P.E. mit, wonach gesetzestreue Juden, gleich welcher jüdisch-politischen Richtung sie angchörten, Leiter in Orts- und Jugendgruppen werden könnten. Auf diese Mitteilung hin zieht David- Berlin seinen am Vormittag eingcbrachten Antrag zurück. Michaelis- Hamburg beantragt Gründung eines Finanzamtes. Eva Abraham- Karlsruhe wendet sich gegen die geplante Erhöhung der Organisations-Beiträge, da ihre kleine Gruppe durch große allgemeine Ausgaben kaum den Betrag von Ji 1.— pro Jahr ausbringen könnte. Max Cohen. Die finanzielle Kraft der Gruppen ist recht verschieden. Wir haben große zahlungsunfähige und kleine, aber reiche Vereine. Einen Organisationsbeitrag von 5 Jt halte er auch für viel zu hoch. Man könne das vielen Gruppen, z. B. der eben erwähnten Karlsruher Mädchengruppe, nicht zumuten. Mit der Schaffung eines Finanzamtes sei er natürlich sehr einverstanden, nur bestände, wie bei allen Kommissionen, begründete Voraussicht, daß es lediglich auf dem Papier existiere. Endlich müsse man der Frage der Bezirkslehrer möglichst bald näher treten. Es sei einfach undenkbar, daß in solchen Gruppen, die selbst keinen, oder aber nur einen weniger guten Dozenten haben, daß in solchen Gruppen tatsächlich etwas geleistet werden könne. Erfolge könne man nur er-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.