Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- Sonderheft (1.1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Die von Herrn Antmann vorgebrachte Frage der Wanderredner sei von der Organisationsleitung bereits behandelt und den einzelnen Gruppen bekannt gegeben worden. Redner hätten natürlich alle angeschlossenen Vereine gewünscht, nur die Reisespesen hätten die wenigsten tragen wollen. Durch die Grippeepidemie sowie durch die politischen und Verkehrsschwiergkeiten seien die Redner aber noch in ihrer Tätigkeit aufgehalten worden. Dir. Dr. Lange betont nochmals, daß die E i n n a h m e n in gar keinem Verhältnis zu den Ausgaben stünden. Eine gute und dauernde Einnahmequelle verspreche die Sammlung für Propaganda und kleinere Beiträge zu werden, von denen alljährlich der durch die Jugendgruppen zusammengebrachte Betrag zu 20 % in die Kasse der Jugendorganisationen fließt. Redner stellt fest, daß gestern überraschend zum P.C. geladen worden sei, meist aber Frl. Lippstadts Bemerkung über den Frankfurter Esra zurück. Die Schweizerische Jugendorganisation habe bereits Boden in Palästina angekauft, und ein Arbeitsamt sei eingerichtet. Die Frankfurter Jeschiwo unterstütze ihre Besucher. Die Seminaristen müßten früher unterrichtet, und cs müßte dafür gesorgt werden, daß im Seminar die in der Präparandic erworbenen Kenntnisse nicht vergessen werden. Provisorische Statuten seien vorgesehen. Hinsichtlich der Propagandareisen seien viele Schwierigkeiten zu überwinden. Paul K u l p - Frankfurt warnt davor, sich am jüdischen Kongreß zu beteiligen; das müsse man dem P.C. überlassen. Siegmund Stein- Berlin bittet um Erledigung der Markenfrage und macht diesbezügliche Vorschläge. Wenn Bedenken gegen Statuten vorlägen, weil Schüler nicht in Vereine eintreten könnten, so seien diese ja durch die Gründung des Esra verwischt worden. Er bittet um Herausgabe einer Propagandaschrift. Erich Michaelis-Berlin schneidet die Frage der Gründung von Kindergärten und Waisenhäusern an, die der Vorsitzende als nicht zur Sache gehörig zurückweist. Max Cohen bemerkt, daß wir uns bemühten, möglichst viele in echt jüdischem Geist geleiteten Kindergärten ins Leben zu rufen, die die beste Vorbereitung für den Esra wären. Leider sei bis jetzt erst eine Gründung gelungen. Menko Hirsch- Halberstadt wünscht die Gründung eines Fonds für eine Musterkolonie in Erez Jisrocl. Er spricht sich gegen Transporte von Westjuden nach östlichen Jeschiwaus aus, da sonst die Differenz zwischen Ost und West durch den Riesenunterschied in der Tiefe des jüdischen Wissens nur noch zunähme. Berta Nußbaum -Halberstadt schlägt eine Besprechung politischer Tagesfragen in den „Blättern" vor, damit wir die die