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Blätter · 1919-01-01 · Sonderheft (1.1919) · p. Seite 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
Sonderheft (1.1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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19 „Richtlinien" festgchalten, habe aber trotzdem — sobald die äußerst schwierigen Verkehrs- und politischen Verhältnisse es eben gestatteten — den heutigen Delegiertentag cinberufen, um die Geschlossenheit der Organisation wieder neu zu besiegeln, die zutage getretenen Differenzen klar zu stellen und, wenn nicht ganz zu verwischen, so doch auf ein Minimum zu beseitigen. Der Referent schließt mit dem Wunsche, daß die heutige Versammlung Ausgangspunkt intensiver, fruchtbringender Arbeit werde, daß sie der A.J.J.O. ein Programm gebe, das in der Kreisen der gesetzcstreuen Jugend reiche Gefolgschaft finde. Es folgt die Diskussion über den Tätigkeitsbericht. Harry Levy - Berlin spricht als Mitglied der Redaktionskommission und führt Klage darüber, daß er die Beschlüsse des G.A. erst indirekt erfahren habe. Er glaube auch, das; die Beschlüsse der Kommission für die Leitung bindend seien. Ist S i m o n s o h n - Breslau besteht auf einer Blätterredaktion in Berlin und beklagt, daß dieselbe von Frankfurt nicht genehmigt worden sei. Er selber beschwert sich darüber, daß er V/2 Monate und Herr Harrv Levi 3 Wochen auf Bescheid von Frankfurt gewartet hätten. Der Vorsitzende betont nochmals, Kommissionen könnten nie bindende Beschlüsse fassen, die Redaktion der Blätter sei nur beim Sitze des G.A. möglich, worin er mit dem Gruppenverband einer Ansicht sei. Er entkräftet die Klage des Vorredners durch die Mitteilung, daß Herr Merzbach bei der O.V.-Sitzung in Brückenau ausführliche Nachricht über die Stellung der Organisationsleitung zu den Beschlüssen der Redaktionskommission Mitteilen sollte. Die Verzögerung der Antwort auf den Brief Harry Levys sei auf dessen W ohnungswechsel zurückzuführen. David- Berlin spricht zu des Vorsitzenden Vorwurf der Disziplinlosigkeit und vertritt den Standpunkt, daß einzelne Mitglieder private Schritte, ohne das Mitwisscn des G.-A., unternehmen dürften, was der Vorsitzende nochmals bestreitet. Simonsohn -Breslau schiebt Frankfurt die Schulst zu, daß sich der der Breslauer Jeschurun noch nicht dem Esra angeschlossen habe, da man in Frankfurt diesen Namen nicht durch „Jeschurun" ersetzen wolle. Die Gruppe in Posen wolle ebenfalls den Titel „Jeschurun". Er bittet um Wahl eines Breslauers in den O.V. und fordert eine andere Regelung des Budgets. Auch er fühle sich durch den gegen Berlin gerichteten Vorwurf der Disziplinlosigkeit betroffen, wahre sich zugleich jedoch das Recht, private Schritte ohne das Vorwissen des G.A. zu unternehmen. Er weist aus die Unterschiede zwischen seinem und dem Berliner Standpunkt hin und sagt, daß sein Name in der z w e i 1 e n Veröffentlichung des

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