Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Isak b. Elasar Halevi's Einleitung zu seinem Sefat yeter
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 6)
- Language
- German
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Isak b. Elasar Halevi’s Einleitung zu seinem 255 .שפת יתר dem nach Steinschneider auch der dort erhaltene Anfang einer Schrift נקודות הכסף gehören soll1). Wie es in dem Widmungsgedichte an diesen Schüler im Anfänge des ספר הרקמה heisst, ist Aron aus einem fernen Lande nach Babylonien eingewandert, und zwar aus einem christlichen Lande2), vielleicht aus Deutschland oder aus einem slavischen Lande, denn Isak schildert die Einwohner jenes Landes als in hebräischer Grammatik Unwissende3). Daraus geht auch hervor, dass Isak in Babylonien gelebt hat, wie ihn ja auch Josef b. David in dem bereits erwähnten Lexicou ha־Babli nennt, und wie auch Isak an einer Stelle seines Eikma eine Lesart der Babylonier eitirt4). Da er aber an dieser Stelle auch die Lesart der Spanier anführt, so ist es nicht ausgeschlossen, dass er selbst aus Spanien stammte, wie ja auch vor ihm der Exeget Mose b. Scheschet aus Spanien nach Babylonien einwanderte 5). Die Zeit Isak’s lässt sich dadurch bestimmen, dass er die Schriften der Kimchiden benützt6), wiewolil er sie nicht 1) S. Steinschneider, Verzeichniss der Berliner Handschriften S. 17. Steinschneider hält den Lehrer Josef’s für identisch mit dem Homonymus in Coä. 5 des Nationalmuseums in Pest, sodann müsste dieser Codex spätestens am Ende des 13. Jahrh. geschrieben sein, und Aron müsste dann etwa nach Deutschland zurückgekehrt sein. Die Identificirung des Schülers Isak’s mit dem Lehrer Josefs ist insofern wahrscheinlich, als Beide besonderes Interesse für Grammatik hatten, denn die Bandnote in Josef Kimchfs ספר זבחין über ein Mnemotechnicon für die Eunctionsbuchstaben stammt auch wohl von Josef b. Jakar, s. Steinschneider 1. c. und Bacher in 8. Vorrede zum ם, זכחין, p. X. Die Combination mit dem Enkel des Samuel Schlettstadt ist jedenfalls hinfällig, s. Steinschneider, H. B., XVII, 81. und Cat. Bodl., 716. 2477. 2) אשר חבר יצחק ,לאיש בא ממרחק ,בבבל שבכו .... נטוש ארצות שעיר ,וגוי אובד כבעיר ,ואל תשכן לך עיר ,פרוצה אין חומה (Ltbi. d. Or. VII, 706—707). Aus diesem Grunde ist es auch unmöglich, die Worte בבבל שכנו SO zu deuten, als ob Aron aus Babylonien stammte, wie Carmoly, Hist, de Med. 98, fälschlich annimmt, vgl. Steinschneider, Hebr. Bibi, XX, 10. In der Einleitung zum שפת יתר am Anfang muss es auch ohne Zweifel heissen: ובאת מארק רחוקה anstatt ובאתי, wie schon der Zusammenhang ergiebt. Vgl. noch Cat. Paris 1225. ועזב כבדי פה ,ללקט לו ישפה ,לשון קדש מרפא ,לבל נפש עגמה (3 (Ltbl. d. Or., 1. c.)« 4) זאת קריאת בני ספרד אבל בני בבל יקראוהו כמשמעה (f. 56b, Ltbl. d. Or., ib. 708). 5) s. Tachkemoni c. 18: ור׳ משה בר ששת ההולך שמה מארצנו הדריך בכי עדינה בדרך השיר. Vgl. Driver’s Vorrede zu Mose b. Scheschefs Comm. zu Jeremia b. Ezechiel (London 1871) p. III, u. Steinschneider, Hebr. Bibliogr. XIII, 111. 6) S. unten S. 258, Anm. 1.