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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 52. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 52.
Article
Beilage zu Nᵒ 52.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Der Pflancenwuohs dagegen iit spärlioh and traurig, wu daroh Mangel an gutem Waaaer veruraaoht wird; denn in En-Gedi, wo gntea Waaaer aioh befindet, gedeiht jede in warmem Klima Torkommende Pflanae. Der See wird jetst allerding« nioht befahren; doch aoll, nach der Aussage dea Joaephna Flavin«, vormala eine starke Sohififahrt auf dem See geherreoht haben, and wo bente Todtenstille, war froher das lebendige Treiben der Seefahrer. Auf beiden Seiten des Seea erheben aioh hohe and «teile Kalkgebirge, an manchen Stellen ist nnr ein g&ns schmaler Streifen zwischen ihnen and dem See; manchmal sogar fallt die Gebirgswand schroff in den See. Am westlichen üfer befinden sich viele Kalksteine; in den engen Thälem Messen «alsnnd schwefelhaltige Bäche nach Osten dem See so. Am südlichen Ufer erhebt sich der etwa anderthalb Meilen lange and a weih ändert Ellen hohe „Sodomberg“; er besteht gana an« „Gebisoh(?)-Sals“, and überall springen Selsaaoken hervor. Er ist mit einer Schichte Kalkerde bedeckt, so das« er wie alle anderen Berge am Ufer aassieht, nnr dass das Sala an manchen Stellen unter dem Kalke hervorschimmert. Auf dem Boden des Sees befindet sich viel Asphalt (hebräisch NLN); bei Erdbeben, oder wenn der See durch starke Stürme aufgewühlt wird, schwimmen grosse Stücke desselben anf der Oberfläche, weshalb der See auch TOm D' „Aphaltsee“ genannt wird. Die am See wohnenden Araber erzählen, dass an vielen Stellen de« Ufers Asphalt ans der Erde qnillt. Vom östlichen Ufer (4 Meilen von der Südspitz«) sieht sich eine breite, gegen Norden sich verengende Landrange in den See, welche von den Arabern „El-Lischan“r „die Zange“, genannt wird. Bei schönem Wetter bietet das Ganze einen sehr prächtigen Anblick: Bings um den See die hohen Berge, mit dem blauen Himmel darüber ansgespannt, unten der fast stets spiegelglatte See, denn nnr starke Stürme vermögen die schweren Wassermassen an bewegen; dabei spiegelt der See stets genau die wechselnde Färbung des Himmels ab. Die arabisch-jüdischen Flüchtlinge in Jerusalem*) Jerusalem, 10. Marhesohwan 5645. Schon geraume Zeit waren die Vorsteher des Vereins "DYTE PHIS» bestrebt, für einen Theil unserer unglücklichen Glaubensgenossen ans Süd-Arabien von dem Gelde, das von einigen von uns früher genannten edlen Männern gespendet worden war, einige Häuser anfzuftlhren. Vor einigen Wochen wurde der Plan mit einem Bauunternehmer festgestellt, dieser liess sogleich die nöthigen Steine behauen, Kalk nnd sonstiges Baumaterial herbeischaffen, allein es fehlte noch die Erlaubnis« cum Banen seitens der Behörde. Gestern nun ist diese Erlaubnis« eingetroffen and heute wurde der Grundstein für drei Häuser auf dem Oelberge Östlich von Jerusalem, rechts vom Dorfs Silwan, der „Joab-Gisterne“ gegenüber, gelegt und G. s. D., mit dem Bauen begonnen. Zu dieser Feierlichkeit waren viele der angesehensten Männer unserer* Gemeinde erschienen Der Grundstein ist gelegt; viele Arbeiter sind bei dem Bau der Häuser beschäftigt, um sie vor Beginn der Begenceit noch cu vollenden. Mit dankerfülltem Herzen und thränenden Auges stimmten die bei der Feier Anwesenden Dankes- und Lobgesänge an, und priesen sich glücklich, bei dem Beginne dieses Baues gegenwärtig cu sein. Dann erhob sich der hochgeachtete Gelehrte Babbi Barn oh Mitrani und erflehte den Segen des Allgtttigen für die edlen Männer, die sich in hervorragender Weise der armen arabischen Juden angenommen und es möglich machten, diesen Unglücklichen Wohnungen an verschaffen. Anfangs beabsichtigten die Vorsteher des Vereins “BTPD PH7S», nur kleine Häuschen cu bauen, sie kamen aber aus verschiedenen Gründen später hiervon zurück und beschlossen, lieber grössere Gebäude mit grossen Zimmern cu errichten, die für einzelne grössere Familien, oder auch für mehrere kleinere genügende Bäumliohkeiten enthalten möchten. So werden jetat drei Zimmer hergerichtet, welche sieben Ellen lang und fünf Ellen breit sind. Der Bauunternehmer erhält für das Aufführen derselben vom Fundamente bis cum Dache, mit Ausnahme der Thüren und Fenster, 82 Napoleons. •) Aus d«r 'TlSjOrU

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