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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 48. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 48.
Article
Beilage zu Nᵒ 48.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Alle« lebt, wohin der Baoh gekommen. Und es geschieht, dess Fisoher an demselben stehen; von En-Gedi (am westlichen Ufer des Salzsees) bis En-Eglajim werden Plätze znm Aasspannen -der Fischnetze sein, Fisohe allerlei Arten werden sein, wie die Fisohe des „grossen Meeres“, sehr 'viele. Seine Sümpfe and Graben werden nicht gebeilt, za Salz sind sie bestimmt.“ (Es. 47,8—11). (Schluss folgt.) Nothschrei aus Hebron (jron). Schreiben der Rabbiner in Hebron an die Redaction der Tl'non... v Hebron, den 6. Tisohri 5645. Sehr geehrter Herr Redacteur! Mit zerrissenem Herzen müssen wir Ihnen mittheilen, dass das längst Befürchtete endlich eingetroffen ist: — die englische Missionsgesellschaft hat angefangen, ihre Netze über unsere heilige Stadt auszabreiten. Am vergangenen Samstag kam Herr Dr. Tsoheflin, Arzt im Krankenhause der englischen Missionsgesellschaft in Jerusalem, hier an, begleitet von einigen Missionären, und miethete sofort ein Gebäude für jährlich 40 Napoleons, um für die Juden ein Krankenhaus nach dem Master and der Leitang desjenigen in Jerusalem einzurichten. Nächstens wird eine Apotheke von ihnen eingerichtet and ein Arzt aus London angestellt werden, .bis zu dessen Ankunft der zum Christenthume übergetretene, am Missionsspitale in Jerusalem als zweiter Arzt fungirende Jlewitz hier bleiben wird. Schon seit vielen Jahren haben wir unsere Glaubensbrüder in Europa angefleht, sich unserer Stadt zu erbarmen, da der Mangel an einem Arzte viele Opfer verlangt. Wir haben ihnen dargethan, wie gross die Gefahr für den Gesundheitszustand und noch mehr die moralische Gefahr für die jüdischen Bewohner Hebrons ist, and wie die Mission keine Gelegenheit anbenützt vorübergehen lässt, um sich hier festzusetzen, wo sie bis jetzt nicht Wurzel fassen konnte. Wir hofllen auf die Hilfe unserer edlen Brüder in London, die uns mit ihrem Besuche beehrt und uns Abhilfe zugesagt hatten. Unsere Hoffnung war leider eine vergebliche, Und statt Hilfe ist nun schwere Trauer bei ans eingesogen. .Unser Schmerz und unsere Niedergeschlagenheit sind gross, and wir wissen keinen Ausweg, . als uns an Sie, Herr Redacteur, mit der Bitte zu wenden, durch Ihr geschätztes Blatt unseren Brüdern die schreckliche Gefahr, in der wir ans befinden, mitsutheilen and sie aafzutordern, ans schleunigst einen Arzt za senden. Wenn wir einen Arzt haben, können wir erfolgreich gegen die Mission ankämpfen, and mit Hilfe der heiligen Lehre es fertig bringen, dass Niemand das Ge- ' ringste von ihren falschen Gaben annimmt. Es giebt G. s. D. Keinen unter uns, der sich an diese Verführer wendet, wenn ihm ein anderer Weg geboten ist. Aber wie sollen wir nach der jetzigen Lage der Dinge gegen die Mission ankämpfen? Wird ein Kranker uns anhören und sich nicht an den Missionsarzt wenden, wenn kein anderer vorhanden ist? O, edle Glaubensgenossen, Leser dieser Zeilen, eilet ans zu Hilfe, höret uns, wenn Ihr wollet, dass der Allgütige Euch erhöre! Die Rabbiner» der Stadt Hebron: Simon Xanasse ben lösche. Ellas Slinmn. Lerl Isaak Slauim. Josef Rachamim Franko. Nachschrift der Redaction der Die Nachricht, die uns die ehrwürdigen Herren Rabbiner» von Hebron mitgetheilt, hat uns wahrhaft erschüttert. Schon lange hegte ich die Befürchtung, dass die Mission sich über kurz oder lang auch in jener Stadt ansässig machen wird, wenn die Edlen Israels nickt dem Unglücke Vorbeugen. Am schmerzlichsten muss es uns berühren, dass diejenigen Edlen unserer Glaubensgenossen, denen bei ihrem Besuche in Hebron die Noth jener Leute so zu Herzen ging und die

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