Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 48.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 48.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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comitA für die ruaaisoh-jüdisohen Flttohtlinge in Berlin für Schule and Krankenhaus Mk. 900, (halbjährige vierprooentige Zinsen von 46.000 Mk.) Von demselben als Extrazusohuas mm Krankenhans 200 Mk Von demselben sor Untersttttmang ron Auswanderern Mk. 12.500. Von demselben xnr Unterstätanng einer besonderen Classe von Auswanderern Mk. 3000. Von demselben snr i Unterstützung mehrerer bedrängter russischer Städte 1000 BubeL Vom ComitA sur Unterstützung der bedrängten russischen Israeliten tu Frankfurt a. M, zur Unterstützung mehrerer bedrängter russischer Städte Mk 800. Memel, Anfangs Ootober 1884. Das ständige HülfsoomitA für die Nothstände russischer Israeliten: Babbiner Dr. Bftlf. 8. Bloch. L. Ulllelsohn. Leiser Lewy. N. Margulles. J. M. Schaplro. —»VW* **)? Sa Das „todte Meer“ (rfeon er);*) Am südlichen Ende des Jordanthaies befindet sich ein grosser See, dessen Länge von Norden nach Süden neunzehn Meilen und dessen Breite im Durchschnitte drei Meilen beträgt; die Tiefe in der nördlichen Hälfte ist durchschnittlich sechshundert Ellen. Dieses Gewässer nennen die Juden D’ „Salzmeer“, weil das Wasser viel salzhaltiger ist als das anderer Meere. Sie nennen es auch VIOTpn O'*) „östliches Meer“ (Joel 2, 20 u. a.), im Gegensätze zu dem „westlichen Meer“, d. L das „mittelländische“; auch D' „Meer der Ebene“ nennen sie es (5. Buch Moses 3,17), weil es am Ende der Ebene liegt, welche Palästina von Norden nach Süden theilt. Die Araber nennen es „Meer des Lot*. (Die gewöhnliche Bezeichnung ist „todtes Meer“, aus Gründen, die sich aus dem Folgenden ergeben). Dieser See ist in vielen Beziehungen ganz verschieden von anderen Seen: Erstens liegt der Wasserspiegel 748 Ellen tiefer als der des mittelländischen Meeres, ferner hat er im Norden Stellen mit 780 Ellen Tiefe, während sich in der südlichen Hälfte keine Stelle von nur sieben Ellen sich befindet; ausserdem ist sein Wasser speoifisoh schwerer als irgend ein anderes Wasser, da eine grosse Masse verschiedenartiger Mineralien darin aufgelöst ist, nämlich 25 Procent, so dass man nur mit grösster Mühe im Stande ist, darin unterzutauchen. Ein frisches Ei schwimmt aut diesem Wasser, und zwar ragt ein Drittel desselben über die Oberfläche;- von einem badenden Menschen sinkt nur ein Viertel des Körpers pnter die Oberfläche. Kaiser Vespasian Hess einen Versuch anstellen und einen an Händen und Füssen gefesselten Soldaten in diesen See werfen, er ging nicht unter. (So erzählt Josephus Flavins.) Doch hat das Wasser nicht überall dasselbe specifische Gewicht; an der Mündung des Jordan ist es naturgemäss durch das einströmende Süsswasser beträchtlich leichter, während die Schwere mit der Tiefe zunimmt, da mehr Gehalt an Mineralien vorhanden. Die Hälfte dieser Mineralien ist Salz; ferner sind darin Chlor (woher der ausserordentlich bittere Geschmack des Wassers), Brom und Kalk, woher es kommt, dass man beim Berühren oder beim Anschauen das Gefühl hat, als ob man Oel berühre oder ansehe, und dass (das Wasser Schmerzen, ja sogar Blasen auf der Haut erzeugt. Bei solcher Beschaffenheit des Wassers ist es keinem Wesen möglich, darin zu leben, es stirbt, sobald es hinein kommt, und es verdient daher mit Becht den Namen „todtes Meer“, da weder Fisch noch ein sonstiges Wasserthier, auch keine Pflanze sich darin befindet. Schon den alten Juden war es bekannt, Jm« in diesem See sich kein Fisch erhalten kann, denn der Prophet Jecheskel weissagte bezüglich dieses Sees (nachdem er von dem Wasser, das aus dem Heiligthume kommt, gesprochen): „Dieses Wasser geht nach dem östlichen Kreise und flieset hinab in die (Jordan-) Ebene and geht in das Meer, in das Meer der Ausgetilgten, und das Wässer wird ge theilt. Und es geschieht, dass alles Lebenathmande, das sich regt, überall, wohin der Doppelbach kommt, lebt, und der Fische werden sehr viele sein; weil dieses Wasser dahin gekommen, so wird jenes getheilt, und •) Ans dem ‘ymUT D« von TTI.T fl TTTSk (.TOITI D*5WTT) **) Anmerkung des Uebersetzers: Vielleicht kommt der Name von dem. Volksstamm ,,Kad moni“, der Genesis 15,19. erwähnt wird.