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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 40-41. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 40-41.
Article
Beilage zu Nᵒ 40-41.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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milchen aioh. die beiden Luftströmungen, manchmal ench entsteht ein Sturm, der starke Stenb* wölken antzagt, bi* schliesslich der Westwind immer die Oberhand behält. Dieeer Wind weht jährlich Sk Tage durchschnittlich, am meisten im Ab und EUuL Der Ostwind weht vom Spätherbste an, während des Winters, bis nun Frühjahre; im Sommer lässt er sich selten verspüren; im Gänsen weht er etwa an hundert Tagen des Jahres. Wenn er im Winter weht, klärt sich der Himmel vollständig von Wolken und seigt sich im schönsten Blau; Mensoh und Thier erfreut sich dann mit der angenehmen Wärme und dem heiteren Wetter. Weht der Ostwind aber im Sommer, so wird er allem Lebendigen sur Qual durch die Hitse und die Trockenheit, die er im Gefolge hat. Besonders ist es der Südostwind, der die grossen Hitzen mit sich bringt; das Thermometer steigt alsdann auf 90 Grad Fahrenheit, die Luft ist trocken. Weht dieser Südost gar mit Heftigkeit, so wird die Haut des Menschen ganz trocken, man empfindet Schmerzen in der Kehle und am Kopfe. Man hat das Gefühl, als ob die Schläfen durch eine feste Schnur zusammengezogen würden. Man empfindet Uebelkeit und glaubt an Händen und Füssen mit Ausschlag behaftet zu sein; auch ist man von fortwährendem Durste und Fieber gequält und zu keinerlei Arbeit aufjgelegt. Die Holzgeräthe trocknen aus und bekommen Sprünge, Tische und Stühle gehen ans den Fugen, die Deckel der Bücher krümmen und verziehen sich, die Pflanzen verdorren. Dieser Wind ist von keiner grossen Stärke, doch treibt er manchmal Staubwolken vor sich her, die Luft ist alsdann so erhitzt, wie diejenige in der Nähe einer Ziegelbrennerei, und der Sand, der herum wirbelt, verursacht Schmerzen. Trifft dieser Wind mit dem Westwinde zusammen oder mit dem Nordwinde, so wird er zum starken Orkan, der Bäume zersplittert und beladene Esel und Kameele zu Boden wirft Dieser Südostwind ist der stärkste aller Winde in diesem Lande (Veigl. [*B3 31 b.) Die Thiere suchen sich zu verbergen, die Vögel verstecken sich in dichtes Gebüsch, die Heerden retten sich in Höhlen oder in den Schatten der Felsen. Der Bauer verlässt schleunigst das Feld, sucht seine Wohnung auf und versohliesst Thür und Fenster sorgfältig; der Wanderer sucht sich zu schützen wie er nur kann. Dieser Wind weht jedoch nicht lange. Wenn er auch einmal an zwei oder drei auf.einander folgenden Tagen weht, so wird die Luft nach Mittag durch den Nordwind abgekühlt. Es ist jedoch auch schon vorgekommen, dass er zwanzig Tage lang und mehr wehte. Im Winter ist er stärker.als im Sommer, dafür allerdings auch nicht so heiss. Der Nordostwind führt empfindliche Kälte herbei und bringt obdachlose Menschen oft zum * Erstarre^. Wind-Tabelle für Palästina. Zahl Ser Tue, ss äm Ssr tstrsHssSe WM wsbt: Monat«: Nord- Wind. Nord- Ost- Wind. Ost- Wind. Sttd-Ost- Wind. Süd- Wind. Süd- West- Wind. West- Wind. Nord- West- Wind. nwn 5,62 2,81 2,40 1,80 0,75 1,90 3,65 11,12 pwmo 3,56 4,90 5,59 2,37 0,71 3,40 3,10 7,20 *03 1,37 4,18 6,03 2,51 1,30 5,24 3,99 6,37 roo 1,26 4,15 6,37 2,56 1,77 6,15 4,37 5,34 B39 1,18 3,85 5,21 2,18 1,57 6,96 4,55 5,59 mm 1,18 2,50 4,02 3,34 1,34 5,99 5,12 6,09 ]0'3 1,84 1,87 3,81 4,56 1,31 5,37 5,21 6,49 -nt 3,30 2,34 3,76 4,46 1,02 3,34 4,16 8,40 jro 4,21 2,52 2,31 2,87 0,59 2,50 3,93 11,53 non 8,25 1,34 0,90 0,99 0,40 2,43 5,24 15,49 sw 3,40 1,09 0,34 0,43 0,41 2,24 6,24 16,70 ‘nSm 5,21 1,62 0,77 0.5» 0,66 1,90 6.43 14^8 Jährlich: 35,37 33,17 40,20 28,66 11,82 46,22 54,96 113,60 1IL Der Than. Im Winter, an regenlosen Tagen, bildet sieh der Th au durch die in der Luft und dem Boden vorhandene Feuchtigkeit. Im Sommer jedoch, wenn die Luft trocken ist, wird der Thau durch den Westwind in reicher Menge herbeigeführt. Es bilden sich nämlich alsdann nach Sonnenuntergang am westlichen Horizonte leichte Wolken, die allmählich sich ausbreiten und im einer nur geringen Höhe über der Erd* dahin schweben. Nach Mitternacht senken und verdichten sie

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