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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 40-41. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 40-41.
Article
Beilage zu Nᵒ 40-41.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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— 5 — heit (angaithr 16,5 Beaumur). In Jaffa, das südlioher liegt, betrog die Temperatur im Jahre 6629 bei Tageebeginn: Im Monate nwn 76, slvN 73,6. V2V 55,6, "HM 55,5, sv'Z 59,2, T* 61,5, JVO 66,9, non 75. SM 77 und W?M 79 Grad Fahrenheit, macht in mittlerer Jahrestemperatur am Morgen 68 Grad Fahrenheit In der Jordanebene ist die Wirme grösser; beim n*US D' (See von Tiberia«), und awar 300 Ellen Ober dem Spiegel desselben, betrug die Temperatur vom 9. bis 28. ^.dar IL 5624 im Mittel 63 Grad Fahrenheit, vom 13. bis 25. Siwan an einem Punkte, 138 Ellen Aber dem See, mittlere Jahrestemperatur 77,8 Grad Fahrenheit. Je weiter man in dieser Ebene südwärts herabsteigt, desto mehr empfindet man, wie die Wärme sunimmt. Am Todten Meere fällt das Quecksilber selbst im Winter nie unter 42 Grad Fahrenheit; im Nissan hat es im Schatten manchmal schon 1H6 Grad und im hohen Sommer natürlich noch mehr. Die Monate A b und J£ 1 u 1 sind die wärmsten des Jahres; es kommen natürlich auch in den Monaten Siwan und Tarnmus Tage vor, an denen die Hitse noch grösser ist als in den erstgenannten Monaten. Am 14. Tarn mus 5629 stieg die Quecksilbersäule bis 103 Grad Fahrenheit in Jerusalem, am 3 und 5. Ellul 5641 sogar bis 112 Grad. Eine solche Hitze trat jedoch in den letzten 22 Jahren in Jerusalem nur einmal wieder ein. Die kältesten Monate sind Tebeth und Schebat. In den letzten 22 Jahren fiel das Quecksilber einmal bis 25 Grad Fahrenheit (das sind 4 Grad unter Null nach Celsius), nämlich im Jahre 5624 am 14. Schebat. Durchschnittlich giebt es jährlich 5 Nächte, in denen es gefriert; das Eis schmilzt jedoch bei Sonn'inaufgang und hält sich nur an Orten, die den Sonnenstrahlen unzugänglich sind, etwas länger. IL Die Winde. Die Winde wehen in Palästina viel regelmässiger als in Europa, und ihr Einfluss auf Menschen und Pflanzen ist viel nachweisbarer als sonstwo. Darum hat man die Windgesetze schon in früheren Zeiten zu erforschen gesucht; auch galten die Winde stets als Bild, um den Begriff der Stärke and der Macht auszudrücken. So Arnos IV, 13: „Er bildet ISerge und erschafft den Wind*. Je nach der Himmelsgegend, aus welcher der Wind kommt, tritt er verschiedenartig in seinen Eigenschaften auf. Der Ostwind, der von der syrisohen Wüste kommt (siehe Jeremijah XIII, 24. und Hosea XIII, 15.) ist stark und heftig (Jjob XXVII, 21. Psalme n-XLVLLI, 8.) Durch ihn welken die Pflanzen und vertrocknen die Wasser (Jeoheskel XVII, 10. Hosea XIII, 15.) Der Nordwind ist kalt (Siraoh 43,20.) Der Westwind ist feucht und bringt Regen (Könige I, 18,44.) Der Südwind ist warm. Im Sommer herrschen die Nord- und Westwinde vor, wodurch die warme und trockene Luft ein wenig abgekühlt und mit Wasserdünsten angefeuchtet wird. Im Winter ist der Nordwind scharf und kalt, der Nordost ist ausserdem noch trocken; der Nordwest bringt kleine, lieblich anssehende Wölkchen. Es kommt jedoch vor, dass der Nordwind auch im Sommer mit grosser Heftigkeit weht und bei den Bewohnern des Küstenstriches Schmerzen im Halse, Fieber und Diarrhöe hervorruft. (Die Araber nennen diesen Wind, weil, wenn er weht, der Himmel wolkenlos ist, (d. h. Himmelswind). In 16 Jahren wehte der Nordwind (Nordost und Nord west hinzugerechnet) jährlich 182 Tage im Durchschnitt. Wenn im Sommer diese Winde nachlassec, so nimmt die Hitze sehr zu; das Barometer steigt und die Hitze wäre unerträglich, wenn nicht regelmässig nach Mittag der Westwind wehte. In Jaffa und an der ganzen Küste weht dieser Wind nach Sonnenaufgang etwa drei Stunden lang, während er nach Jerusalem und den höher liegenden Punkten erst Nachmittags gelangt und bis gegen Abend weht. Er setzt dann einige Zeit aus und weht hierauf wieder frisch die Nacht hindurch, Feuchtigkeit und Kühle verbreitend; sein Nutzen im Sommer ist unermesslich. Auch hierin ist das Klima der Küste von dem des Binnenlandes verschieden, denn da der Westwind, welcher an der Küste jeden Vormittag weht, erst Nachmittags oder gar nicht in dem höher liegenden Theil des Landes kommt, so herrscht in Jerusalem oft eine erdrückende Hitze, während in Jaffa eine ganz angenehme Temperatur anzutreffen ist. Aber wenn selbst der Westwind bis zu den Bergen kommt, so hat er doch unterwegs viel Feuchtigkeit verloren und darum merken die Gebirgsbewohner die Frische dieses Windes erst, nachdem er schon 2—3 Stunden geweht hat. Oftmals trifft der Westwind mit dem starken trockenen Ostwinde zusammen; es entsteht dann ein gewaltiges Bingen. Der leichtere Westwind wird dann nach oben gedrängt und treibt Wölkchen ostwärts, während in den unteren Luftschichten eine westliche Strömung eintri.tt; oftmals ver-

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