Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 38.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 38.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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— 187 — Wir sw eifein nicht, dass di* diesjährigen CXJYinH *oi VH an Schönheit denen an* den Südländern Enropa’e kanm oder wenig naohetehen werden; wir tagen abeiohtlioh kanm oder wenig, denn die etwaige, nnbedeutend grfleeere äussere, in die Angen teilende Schönheit der letateren (oben wie bei den Boeen, den gepropften Ananas-Erdbeeren and anderen Früohten daroh die Zwitterheretellang erieagt) wird, daroh dae an bedingte fTTIW der D'JWIM aae '"K reiohliohet aufgewogen. — An jedem Einielnen von an* iet ee aber, and jlder Einaelne iet vollkommen in der Lege, mm Beeten von V‘M and eeiner jüdieohen Bewohner dae Seinige in dieeer Angelegenheit an than. Ein Jeder müeete nur ■ einem gewohnten Ethrog-Lieferanten eohon jetst, vor n*^ sagen: „Ich wüneohe dieeee Jahr wenn möglich ein schöne* Ethrog aae ***. Nur dadurch würden die Händler ermathigt, eich noch dieeee Jahr eine gröesere Anaahl and künftighin alljährlich immer mehr davon kommen an lasten. Der Erfolg einer derartigen stillsa und geräuschlosen Agitation für die Früchte des heiligen Landes daroh die Consamenten selbst wäre aber eine vierfache: 1. Würde jeder Beeiteer eines JTVttt ans die Miswah mit noch grösserer Innigkeit, der Weise unserer Voreltern in den schönen Tagen der Voraeit möglichst nahekommend, erfüllen können, würde im Qeiste sich in die alte Heimath, an die Ursprongsstätte der Festeeftacht in seiner Hand versetst fühlen, and seine Liebe sa derselben,' wie sa V'K, würde sich noch erhöhen, denn 2. Könnte jeder Beeiteer eines solchen 2TVIK gleich Josaa and Kaleb mit dem stolsen: 1T18 Ht („Sieh’ her, das hier ist seine Fracht, sein Ermeugnissl“), dem fttCI n3*t d. h. den Phantaeieen Derer entgegen treten, denen heutigen Tages noch das heilig* Land als eine „ anbaaunfähige Stein wüste" vorschwebt. — Der dieses Mal noch sorüokgebliebene Nachbar würde nächste# Jahr dam guten Beispiele folgen, and der Bedarf and Besag von Ethrogim dadurch von selbst stets grösser werden. 3. Dass die jüdischen Beeiteer von Ethrogim-Pflansungen, deren es schon welche in *‘K giebt, durch die erhöhte Nachfrage ihr Eigenthum an Werth erhöht sehen würden, ist eine bekannte national-ökonomische Wahrheit, and ebenso gereicht der kaufmännische Natsen, den die jüdischen Han dl ungs häaser Jerusalems von den Ethrogim-Häasern auch ihren Bediensteten und Arbeitern, und mittelbar durch den erhöhten Wohlstand auch der gansen Landesbevölkerung mm Vortheil, and vermindert die Zahl der auf die Almosen der Ausländer Angewiesenen. 4. Endlich aber müsste ein solcher Besag von v,M-Ethrogim and die Aussicht auf einen grösseren Beäug in jedem folgenden Jahre, die bestehenden Ackerbau-Ansiedelungen unserer Brüder (die Bassen in .(TX? JlWVand JVIpT, die Bussen und Jerusalem! ter in JTipn PtHB«, die Bumänier in 8amarin und "HSfi WK"U.) ermnthigen. Sie alle haben unseres Wissen* neben Wein, Orangen und anderen Südfrüchten auch Ethrogim angepflanst, und welche Ermuthigung sur gottvertrauenden Ausdauer in den gegenwärtigen prüfüngsvollen Kindeijahren ihres Bestehens, wenn der Heissige Baumaüchter die Sicherheit vor sich sehen würde, nach den flVw-Jahren für die Früchte seines Sohweisses stets sichere Abnehmer an seinen europäischen Brüdern sa haben; wie würden sie um so rastloser darnach streben, all' die Vortheile der rationellen Bewässerung and Pflege, wie sie die Wissenschaft und Erfahrung an die Hand giebt, ihren jungen Baumschulen au Gut* kommen au lassen, und so nach und nach die Gartenonltar des Landes wieder auf die alte, selbst von Born s Legionen und ihren Geschichtsschreibern, Taoitus und den Anderen, staunend bewandert* Höhe bringen. -- Möge also Jeder in seinem kleinsten oder grössten Kreise das Seine für jnitn *10 thunl Frankfurt a. Main. Leopold Hamburger.