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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 38. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 38.
Article
Beilage zu Nᵒ 38.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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— 186 — Fall« Xthrog, wie Palmenand Myrtheniweige,Vsur Paarang mit den Weidensweigen von da» Ufern dar sahlreiohen Bäche, die, von daa Frtthragatu »egenspendenden Finthen stets asu gaaohwallt, daroh dia wogenden Getreidefelder dar Ebenen Galiläa’s, wie dar nooh immer fraohtbaran Ebene Jlsräel, daroh Gileed’s and Boaohon’a Triften ihre Wasser dam Weltmeere and dem Jordan sutrugen. — Und heatantage! Ana weiter Ferne lassen wir 3TW and 3S11? aar Erfüllung des Gebotes der Feeteefreade kommen; attoh in onserer Sakkoth-Freade müssen wir klagen: d .*? HPTT. Den halbwilden Coreikanern, den ans stets unsympathischen Neapolitanern sind wir döS. tributpflichtig geworden fflr ansere OVPinit.! vor Allen aber jenen listigen and sogleich jadenfeindlichen Griechen aot dem jonisohen Archipel (Corfo etc.) and in Triest. — Es ist bekannt, wie die Letsteren an förmlichen Bingen sich vereinen, die Ethrogim-Ernten ansammenkanfen, am dann daroh das Monopol die Preise für die jüdischen Abnehmer gans Enropa’s nach Willkühr hinaufsusohrauben. — Und warum nehmen wir die Festpflanaen, vor Allem die Ethrogim nicht wenigstens ans dem Boden unserer alten Heimath, deren Auferstehung snr alten Glorie wir so sehnsüchtig erhoffen und erflehen? — Schmückten and schmücken doch seit Jahrhunderten unsere portugiesischen Brüder in Amsterdam sum alljährlichen Freudentage ihres Entrinnens aus der spanischen Inquisition in die Freiheit der neuen holländischen Heimath, ihre Bethauser mit den Früchten und Pflanaen Andalusien’» und Granada's, die sie mit grossen Kosten aus dem Lande ihrer früheren Peiniger besiehen . . . ., und wir sollten in unserem nV?3 alle Sehnsucht verloren haben nach ftüt!]TT U. keine Sehnsucht mehr empfinden, wie die Worte unseres Dichterfürsten es ausdrüoken: fHäPO mtS Nein, die sinnige Ursache, weswegen Ethrog und Lulab des heiligen Landes uns fest gans fremd geworden, lag eben in der nahezuen Unmöglichkeit, sich dieselben au verschaffen. — Die lange Dauer des Transports durch die Segelschiffe mit unsicherem Abgang und nooh unsichererer Ankunft — bis vor 1 oder 2 Menschenaltern sogar unter Gefahr vor den afrikanischen Seeräubern — schreckten vom Beäug aus ab, und als in den jüngsten Jahrsehnten dieser Beäug durch die verschiedenen Dampferlinien mehr und mehr erleichtert wurde, fehlte es drüben an unternehmungslustigen und geschäftstüchtigen Kaufleuten, wie an Initiative vom Westen aus, wo man sich aus Gewohnheit an die überkommenen Besugsquellen aus Südsuropa hielt; nur nach den nächsten Nachbarländern des h. Landes entwickelte sich nach und nach ein kleiner Export. — Heit mehreren Jahren wurden wir nun von verschiedenen Seiten im h. Lande einge’aden, unsere Stimme für den Besag von Ethrogim aus SkTST ]HM to erheben, gleichwie es ■y'Sli.T, und andere Zeitschriften gethan; wir wagten es aber nicht, nachdem schüchterne Versuche, die von unkundiger Hand unternommen, nicht gelangen waren. Die genaue Beobachtung des richtigen Moments sum Pflücken vor der Ueberreife, die sorgfkltige Auswahl und Sortirung, die ebenso sorgfältige Verpackung für den Transport: all' dies erfordert Sachkenntnis», die sich erst durch Erfahrung erwerben liees. — Glücklicherweise aber, was wir vor Jahren nicht konnten, können wir jetat; auch hierin haben sich, dsm Himmel sei Dank, die Verhältnisse sum Besseren gewendet. — Mehrere von einander unabhängige, ja miteinander rühmlich oonourrirende jüdische, strengreligiöse Handlungshäuser Jerusalem'» betreiben je tat den Export der Ethrogim des heiligen Landes nach dem Westen Europa'»; mit allen Erfordernissen des Pflücken», Sortirens, der Verpackung etc. sind dieselben vollständig vertraut. Ein ebenso kaufmännisch gewissenhafte» Speditionshaus in Joppe, Ohajim Schmerling, dessen Beellität wir beim Wein besag aus "“K persönlich kennen gelernt, besorgt dis Spedition an die Lloydsohiffe, und wie uns mit Sicherheit bekannt, werden dieses Jahr die sämmtliohen allbekannten Frankfurter Ethrogim - Engros - Geschäfte einen ansehnlichen Vorrath von schönen und preis würdigen DVnnw des h. Landes in Vorrath haben, und ebenso dann natürlich — direct oder indireot — die übrigen CT3innW-Händler Deutschlands und der Nachbarländer. — Abgesehen von allem Anderen, verdienen die D'JTTTüt aus '"k schon desshalb unseren Vorweg, weil im h. Lande nie Propfung mit anderen Fruchtgattangen stattfand, während bekanntlich die Corsikaner fest sicher gepropfte Zwitter (ma9"n&>, also nicht gesetsmässig 1V3 sind, und die so beliebten Oorfher wenigstens gleichem Verdachte unterliegen. Uebrigens geschieht der Export, wie schon bemerkt, nur von strengreligiösen Häusern, die laut Zeugnissen des als gewissenhaftest berühmten Oberrabbiners in Jerusalem, vollständigste Sicherheit in jeder Besiehung bieten, nicht nur in Besag auf rTQS“flO, sondern auch in Besag auf Erfüllung aller*in Betracht kommenden religionsgesetsliohen Vorschriften über PL! H-ns'wn nenn -irre

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