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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 27. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 27.
Article
Beilage zu Nᵒ 27.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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— 146 — Kamen nicht verdienen, sondern besser Striche in der Erde genannt werden müssten; darin beeteht seine ganse Arbeit Wenn jedoch das Unkraut allzusehr Oberhand nimmt, wird es von den Frauen ausgehackt Ueberhaupt siet der Felache nach jedem Regen die ganse Dauer der Winteraussaat hindurch Feigbohnen (oder Sesam P) und wählt dazu einen sandigen Boden, da der bessere Boden zum Weisen* und Gerstebau verwendet wird. Im Monate hat der Landmann die Aussaat der Feigbohnen beendet und nun beginnt die Bestellung der Aecker mit der Aussaat der 8ommerfrfichte. Hiersu werden die Aecker besser gepflügt und geeggt, oft 3 bis 4 Mal; auch das Unkraut wird entfernt Anfangs BSV werden die Kartoffeln gepflanzt Anfangs “ITM wird Durrah ausgesiet und zwar auf dem besten Boden, noch etwas spftter, aber vor Eintritt des Sp&tregens (VpSö), Mohn. Durrah und Mohn werden auf folgende Weise gesftet: Der Bauer befestigt an das hintere Ende seines Pfluges eine oben weite, unten spitz zulaufende Röhre, die bis zum Boden reicht Während nun die mageren Rinder oder die Kameele den Pflug ziehen, schüttet er nach und nach die Frucht die er in dem Saum seines langen Hemdes, wie in eine Schürze, trügt durch diese Röhre in die Furche. Bis zum Eintritt des Monats ">"M hat der Bauer die 8oinmerfrucht fertig ges&et Nicht lange aber kann er ruhen, denn die Winterfrucht kann jetzt bald geerntet werden. Auch muss der Sommer* frucht besonders dem Mohn, grössere Aufmerksamkeit gewidmet und letzterer oft gejätet werden, wie die Melonen sehr oft umgegraben werden müssen. Unterdessen sind Gerste und Feigbohnen reif. Der Felache sieht mit seiner Familie aufs Feld, um die Gerste mit dem Messer abzuschneiden; die Feigbohnen werden mit den Händen ausgerissen. Abends wird die Ernte auf Kameele oder Esel geladen und auf die Tenne gebracht, welche allen Bewohnern eines Dorfes gemeinschaftlich gehört In dieser Zeit kann der Bauer auch Nachts nicht schlafen, denn die Melonen sind reif und ein fruchtbarer Feind droht, sie nächtlicher Weile zu holen, die D'ITI (Schakale?) nftmlich, die sehr gierig darnach sind. Aus diesem Grunde pflanzen die Bauern die Melonen nicht auf gesonderten Aeckern, sondern alle Dorfbewohner nehmen ein gemeinschaftliches Feld dazu und bewachen es während der ganzen Nacht Nach der Gersten- und Feigbohnenernte ist (Anfangs p'D) die Zeit gekommen, den Weizen zu schneiden. Auch die Melonen werden jetzt nach und nach eingeheimst und verkauft. Anfangs TIBTt ist die Melonenernte zu Ende. Dann bringt er Mohn und Durrah vom Felde. Der Mohn wird mit den Händen gepflückt, die Spitzen des Durrah werden mit dem "iSi'n (?) abgebrochen. Darüber vergeht der ganze Monet SM und der Anfang vom Nun kommt für den Bauer die Zeit des Dreschens, der letzten Arbeit auf dem Felde. Daa Dreschen geschieht mit Rindern oder mit der Dreschwalze. Die ausgedroschene Frucht wird zu einem Haufen aufgeschüttet, und nun kommt der Steuerbeamte, um den Zehnten in Empfang zu nehmen. Die übrige Frucht wird nun in den „Mantamur“ (unterirdische Vorrathskammer für Getreide, hehr. pOBO [Jer. 41,8.]) gebracht. Der jüdische Bauer kann nun das rpOMTI ITt (Fest des Einheimsens) mit freudigem und dankerfülltem Herzen begehen, und auT’s Neue sieht er dem segenbringenden Frühregen entgegen. .'23C p HVJÖ An die jüdischen Gutsbesitzer und Landwirthe. .Tvs annva MipM -pt' hmtm ns .-pjjpo mt|3m 7» mriM ns Welcher Leser der Alliance-Berichte hat nicht mit hoher Freude den Reisebericht des allverehrten Herrn Veneziani im Julihefte v. J. aufgenommen? Welches Mitglied der Alliance hat nicht mit besonderer Genugthuung von dem erfreulichen Stande und kräftigen Empor blühen der Ackerbauschule “’JMIür mpö. in Jaffa sich erzählen lassen? Der Unterzeichnete ist glücklich, jene Mittheilungen nach ihrem ganzen Umfange bestätigen zu können. Bei meiner jüngsten Anwesenheit im hl. Lande sah ich mit Freuden die Zöglinge dieser Anstalt, welche, dem tiefsten Elende und körperlicher wie geistiger Verkümmerung entrissen, als kräftige Zöglinge für ITTID und )PIM *]"n hier erzogen werden. Allein es fehlt anch diesem Lichtbilde nicht die Schattenseite, und wie oft hat sich der verdienstvolle Herr Director Hirsch mir gegenüber klagend hierüber ausgesprochen. Die jungen Leute werden nämlich in einer gewissen Anzahl Jahre an der Anstalt ausgebildet, können nach Ablauf der Lehrzeit noch eine Zeit lang gegen massigen Lohn dort arbeiten; aber was dann?? Den weniger Bev AäUMMnhaarfTi ■ i ' ‘rühr* M

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