Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 17.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 17.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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— 106 — gMMD, dass ihnen, auoh dar Ansiedelung kein neuer prunkroller Name gegeben, sondern das alte „pip9“ bescheiden beibehalten wurde, — dass aber darum doch die Augen aller Jehudim auf ihnen ruhen. — Unter den denkbar günstigsten Bedingungen ist ihre Ansiedelung gegründet; gelingt sie, so werden die Augen und die — Börsen unserer Grossen für viele, viele Andere unserer arbeitatüchtigen Brüder sich sicher öflnen, und auch sie in den Stand setzen, auf hl. Boden, Jeder unter seinem Weinstocke und unter selbem Feigenbäume, und unter der milden Regierung Mr. kaiserlichen Majestät des Sultans, der Aufgabe Israels, der Erfüllung aller mtO 2'117 und auch der |1X2 171*71771 1713CÖ leben zu können,*) während ein Misslingen dieser Probeansiedelung VH auf viele Jahre hinaus von weiteren Versuchen abschrecken würde. — Und wenn ich zum Schlüsse noch einen Rath aus warmem Herzen den elf Ansiedlern aus weiter Ferne zurufen möchte, so ist es dieser: „Möchtet Ihr, die Ihr in Eurer Synagoge gewiss den Minhag der Asohkenasim beobachtet, es nie unterlassen, bei jedem Sabbathsegen Euch die Wünsche vor Augen su halten und zu beherzigen, die den sephardisohen Brüdern bei ihrem Sabbath- *p39 *2 rügenden werden: 021*20 0371 PX3I9 p*?D1 mm Bftü .7ITIX .7127« 02*2*2 5V1 02 "75 101*719 1720 n mt' Der Allmächtige breite sein Friedenszelt über Euch, Er lasse unter Euch gedeihen Liebe und Eintracht Friede und Freundschaft, und lasse keine D3n 17X319, keine Feindschaft und Gehässigkeit unter Euch aufkommen!“ Ja, der 0317 17X219, diesem Erbübel des Landes Israels, das schon den zweiten Tempel in Trümmer legte, müssten alle die Thürs weisen, die in Wahrheit in und für p".1X wirken wollen 1 — Mögen die neuen Ansiedler an jedem Sabbathausgange mit dem Gedanken der alten Worte in's werkthätige Leben treten: 21p*?1 p1TR*7 0119 01*719, Friede, Friede den Fernen wie den Nahen!“ Herzliche nachbarliche Freundschaft mit den russisch-jüdischen Colonisten im nahen p*g*? potl, gleich herzliche Freundschaft und Wohlwollen mit den Brüdern aus Jerusalem, welche einige Stunden weiter nördlich Vorjahren schon die Orte Mal epp o und das alte Jehud (mT’O .V'" 519177 .TT) des Stammes Dan an den Ufern des Odjs, angekauft und demnächst sich dorten ansiedeln wollen. — Dankbare Freundschaft den Leitern des nahen „*?X119* HpO“, die so uneigennützig und wohlwollend für ihre Installirung gesorgt, und gleiches Wohlwollen für die Ferneren! — Freundschaft den Ansiedlern aus Rumänien, nahe dem Gestade des mittelländischen 9 Meeres in Sa marin, die im Schweisee ihres Angesichtes für ihr Brod und ihre Existenz au kämpfen haben, — und gleiche Freundschaft den rumänischen und russischen Ansiedlern in *3**93 am See Mer om, die in„!73B 19X1“ gleich schweren Kampf kämpfen müssen, weil ihre Colonie, obwohl in fruchtbarster und gesündester Lage, materiell lange nicht so ausgestattet war, wie es glücklicherweise die Ansiedler in pip9 durch ihren Pariser Beschützer geworden. Wenn diese Gedanken die Richtschnur für die elf armen Ansiedler bilden werden, so werden sich s. G. w. an ihnen auch die Schlussworte des gedachten Sabbathsegens erfüllen: 021712X pPK TI <.X ' .X 0-121» 02*7 121 119X2 02J7X fO*1 O*05B -)*7X 022 02**75 »]C\ „Der Ewige , der Gott Eurer Väter, füge zu Euch hinzu tausendmal so viel als Ihr seid, und segne Euch, wie Er Euch verheissen!" Leopold Hamburger. Statuten für die isriwlitischi'n Anm'iiwolmiinimi und das ' " ‘ in Jerunal«m. Erläuterungen xu den Statuten. (ForfNutKung von No. NI.) Zu | 16. Die früher angeordnete Vertheilung von Oertifloaten ist sin ftlr dortige Verhältnisse ganz überflüssiger, die Thätigkelt des Central-ComiUs erschwerender Bureaukratismus und daher weggelassen. *) Lese loh doch in transusischen Hlättern s. II., wie erst neulich wieder einer anseier reichen franeSeisohen Glaubensgenossen Ilorr A. Künlgswarter, seinem Lende eine Million Pranos sur Erziehung verwahrloster Kinder geschenkt! — Fehlt es diesem und den vielen anderen groeshersigen Jehudim etwa an Mitgefühl tttr ihre jOdIschen Brüder, well sie für das Land Israels Nichts thun? Gewiss nicht! — Es fehlt ihnen nur allein an Vertrauen auf Erfolg. — Lassen Sie eine jüdische Ackerhauansiedelung im hL Lande erfolgreich vorwärts kommen, und wahrlich, bald würde dann die Gründung anderer bei unseren Grossen gerade so „Mode" werden, wie es G. e. d. die Werke der Menschenliebe auf allen anderen Gebieten bei ihnen sind. - - --- . -.s-^sa.- . -- -*•- 21