Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 12.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 12.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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— 90 — bare Cisterne repariren, -wie auch ein sehr schöner, an dar Ostseite dieses Hauses von demselben angelegter Garten dem gansen Institute zur höchsten Zierde gereicht. Edle Brüder und Schwestern! Es ist auf dem Areal der Armen* und Pilgerwohnungen noch sehr viel Baum für Wohnungen, wodurch noch viele, viele würdige Familien glücklich gemacht werden könnten, wenn uns nur die Mittel dazu zufliessen würden. Gedenket Zion’s und Jerusalem’s ohne Unterlass, wie es Euch namentlich unser hochverehrter Freund, Herr Bezirksrabbiner Dr. Salvendi in Dürkheim a. d. Haardt, dem das Institut auch in diesem Jahre den bedeutendsten Theil seiner Einnahmen verdankt, stets ins Gedäohtniss ruft. 71133*13 ,13 15 (cfr. Josua 17.17). Der himmlische Vater hat uns fünfundzwanzig Jahre seine besondere Gnade erwiesen. imc1? 13-p1?* Ti 133151 Ski non 131315 kSi rom 131115.13.115. Berlin und Ungv&r, im Schewat 1VV C3*Sb11‘’3. Das Centralcomitö für den Bau der israelitischen Armen- und Pilgenwohnungen in Jerusalem 3 am. Dr. J. Hildesheimer, Rabbiner, H. Mannheimer, G. Hirsch, Vorsitzender. Bezirksrabbiner, Kaufmann, Ungvär. Berlin. Glaubensgenossen! Nur noch im äussersten Nothfalle können wir uns entschliessen, Euch zur Milde und Mithülfe aufzurufen, und dieser Fall tritt jedesmal ein, wenn das Pesach*Fest mit seinen Anforderungen sich nahet. Dieses Fest, welches für die Glaubensgenossen anderwärts das Fest der Befreiung und der Erlösung ist, bietet uns nur Tage des Kummers und der Sorge. 120 Familien und Einzelpersonen befinden sich in unserer so armen und herabgekommenen Gemeinde, die den Anforderungen der religiösen Feier gemäss unterstützt werden müssen. Es sind Flüchtlinge sus Russland, welche die Noth( die Verfolgung, die Hoffnung auf Beförderung nach anderen Ländern hierhergetrieben haben; es sind Wittwen und Waisen, deren Ernährer entweder hier verstorben sind, oder aber arme Frauen mit ihren Kindern, die hier verblieben, während die Männer weiter gewandert sind, um ihre Familien später nachzuholen. Wir thuen wahrlich, was wir können, um diese Unglücklichen das Jahr über nicht Hungers sterben zu lassen; auch zu diesem Fest wird unter uns immer eine ziemlich bedeutende Summe aufgebracht; allein diese Sammlung reicht kaum hin für einen Tag, geschweige denn für die acht Tage des Festes. Brüder! Im Gefühle der Erlösung, in Anerkennung des göttlichen Segens ruft ihr am Seder- Abende aus: „Jeder Hungrige komme und esse, jeder Durstige komme und feier Pesach!* Hier sind Hungrige, hier sind Durstige, die nicht wissen, wo sie zu essen finden und wie sie Pesach feiern sollen. Helfet uns bei der Unterstützung dieser Unglücklichen und wir dürfen Euch heute schon das Wort des Seder-Schlusses entgegenrufen: „Geh’, iss dein Brod mit Freuden und trinke deinen Wein mit frohem Herzen, denn längst hat Gott dein Werk gefällig aufgenommen.* Memel, in der Purim-Woche Das ständige HUlfs-Comitee für die Nothstände russischer Israeliten. Rabbiner Dr. Rülf. S. Bloch. N. Hargulfes. Leiser Lewy. J. L Sehapiro. L. Hlllelaohn. Ich bin freudig bereit, Gaben entgegenzunehmen und nach ihrem Bestimmungsorte weiter zu übermitteln. I>r. A. Salvendi,