Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 12.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 12.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Mosbacker in Karlsruhe (Baden) and dessen Frau BetbtUe begründete Wohnung, endlioh "2V JV2 eine Wohnung, die den Namen eines Spenders aus Ungarn trügt. Ausser diesen 23 aus Privatmitteln erbauten und fast alle mehr oder weniger unter Disposition der Erbauer stehenden Wohnungen sind bis jetat 45, sage iünfundvierzig Wohnungen .VW p> DT p direct aus den dem Oentraloomitl zur Verfügung gestellten Mitteln erbaut. Aber nicht diese Wohnungen allein, sondern noch viele andere sehr kostspielige Erwerbungen und Bauten zeugen von der besonderem Gnade, mit der der himmlische Vater dieses heilige Institut an heiliger Stütte begnadet. Hierzu gehört vor Allem die vor 77, Jahren zum Abschlüsse gekommene Erwerbung eines in Mitte des Grundstückes der TD nCTO gelegenen, noch im Besitze eines Türken geblieben gewesenen Euclave von 2f)87 arabischen Quadratellen, über welches mit dem Besitzer jahrelang Unterhandlungen geführt wurden, die sich aber stets an den immer exorbitanteren Forderungen desselben zerschlugen. Durch eine fast wunderbare Fügung kam der Kauf vor 8 Jahren noch so ziemlich preiswürdig, aber dennoch höher als derzeit das ganze übrige Grundstück erworben war, zu Stande, und wurde von den Erben des Herrn Commerz^ urath Josef Hirsch S"1 in Halberstadt, der sich besonders viel mit dem Ankäufe des Mittelstückes bemüht hatte, zum Andenken an denselben aus ihren Mitteln erworben. Aus den Sammelgeldern wurde im vorigen Jahre ein nachbarliches Areal erstanden, zu dessen Erwerbung wir durch die Verhältnisse gezwungen waren, wie wir darüber in unserem vorigen Bericht („Jüd. Presse“ 1883, No. 1) ausführlich berichteten. An Bauten wurden noch hergestellt eine Anzahl Gistemen, besonders eine sehr grosse, deren Bestituirung allein 1500 fl. ö. W. erforderte. Wir erwähnen ferner die Erwerbung und Planirung eine* freien Platzes als Zugang zu den Wohnungen statt des früheren, der auf unwegsamem, schmutzigem Boden nur in gebückter Stellung passirt werden konnte, Thorflügel und ein Wächterhaus ergänzten diese Ameliration. Als einen ferneren zu den hervorragendsten Errungenschaften des Institutes zu rechnenden Bau heben wir die Herstellung eines das ganze Grundstück umgebenden Canals hervor, der mit allen Wohnungen in Verbindung steht und den Zweck hat, Ausgusswasser und Schmutz aller Art abzuleiten, was von unschätzbarem sanitären Nutzen ist. Diese Canalisation hat weit über 3000 Mark gekostet, die jedoch fast ganz durch eine von den Unterzeichneten derzeit veranstaltete Specialsammlung gedeckt wurden, an der sich zwei edle Zionsfreunde mit je 1000 Mark betheiligten. Wir heben unter den grösseren Unternehmungen und Einrichtungen dieser Art noch die nicht viel weniger kostspielige Binnenleitung, die von den Dächern der Wohnungen zu den Gistemen führt, hervor, ein Bedürfnis zur Conservirung des Begenwassere, eines bekanntlich in Jerusalem zu Zeiten im engsten Sinne des Wortes sehr theuren Gutes. Endlich erwähnen wir noch den Bau eines CVllin HD, welches auf einen letztwillig von Babbiner Meyer Frenkel in Frankfurt a. M. geäusserten Wunsch von der Wittwe und den Kindern desselben mit einer Spende von 600 Louisd’or (ca. 1000 'fl.) gegründet ist und auch dessen Namen trägt; die noch nöthig gewesenen Mehrkosten von 200 Ld'or. sind aus der Gesammtsumme ergänzt worden. In den letzten Jahren nun musste sich das Centralcomite um so mehr in den Ausgaben auf das Nothwendigste beschränken, als aus früheren unabweislichen Bauten, Erwerbungen und Beparaturen ein sehr bedeutendes Deficit in das laufende Jahr mit herübergenommen werden musste, wir konnten daher nur Beparaturen und kleine Bau ergänze ngen ausführen lassen, bei denen Gefahr im Verzüge war. Wohl lag ein sehr grosses Bedürfniss vor, die Ausführung war uns aber aus angegebenem Grunde nicht möglich. Und dennoch ist es rnKBTI1?! .tbrtn1? StP*? realisirt. Der Gottbegnadete Mittler dazu war der Edle, Hochherzige, der sich auf den HD ITC TD schon so viele unsterbliche Denkmale gesetzt; dankbar liehst bringen wir dieses neue, schöne Denkmal zur Kenutniss der Zionsfreude. In unserem vorigen Berichte haben wir, wie sich die Leser erinnern werden, das Bedürfniss zur Anlegung einer zweiten grossen Gisterae besprochen, deren Kosten mit 350 Napolend’or — 5600 M. veranschlagt waren. Durch die .TD im Laufe der Jahre wachsende Zahl der Wohnungen genügen nämlich die bisherigen Gistemen dem grossen Bedürfniss nach Wasser nicht mehr, selbst wenn, wie im vorigen Jahre seit dem Bestände des Institutes zum ersten Male, der Begen so reichlich fiel, dass die grosse Cisterae bis zu einer Höhe von ca. 4 Mtr. gefüllt wurde und die kleinen ganz voll waren. Durch Terrainschwierigkeiten war es ausserdem nicht möglich, die Dächer des unteren Theiles der HOHO TD mit den im oberen gelegenen Gistemen durch Binnen in Verbindung zu bringen, so dass das auf jenen Dächern befindliche Wasser ganz verloren ging und dieselben sogar verdirbt Ein vom Erstunterzeichneten darüber veröffentlichter Aufruf blieb erfolglos. Durch die Hochherzigkeit eines edlen hochverdienten Wohlthäters in der Provinz Hessen-Nassau, der diese Gistemen auf seine Kosten hersteilen liess, ist Hunderten der Bewohner im engsten Sinne des Wortes die unschätzbare Labung geworden. Desgleichen liess -derselbe eine kleine, an der Südseite seines Hauses belegene, schon lange Zeit schadhafte und unbrauoh-