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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 42. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 42.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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— 818 — zu haben, «der schon die Bibel der Juden sagt: »Auf Lieb« ist die Welt gegründet, und durch Liebe wird sie auf» gebaut." und rin Spruch der alten jüdischen weisen lautet: »Wer unter J«rael nicht Liebe übt. in besten Adern fließt kein abrahamitischeS Blut, der entstammt nicht dem Geschlechte Abraham»." Heute erst, nach fast zwei Jahrtausenden, erinnen, sich christliche Völker, daß r» an der Zeit [ei. ein praktische« Ehristmthum einzurichten und dem Grundsätze der Nächstenliebe praktische Folge zu geben, antisemitische Zurücksetzung und Verfolgung der Juden gehen aber doch ungeliindrrt nebenher, obwohl man keinen Anstand nimmt, an Juden zu rühmen, wie ausgezeichnet diese in Ausübung von Wohlthütigkeit und in Einrichtung von Anstalten der Nächstenliebe sind, nicht bloß unter sich, sondern gegen alle Menschen, ohne Unterschied der Eonsession. Niemand geht un» darin mit Heller leuchtendem Bei. spielen voran, al« Mose« Montesiore. nicht bloß der großen Geldsummen wegen, die er verwendet, sondern auch der persönlichen Opfer wegen, die er nicht scheut. Im Hohn, Grrisenalter unteniahm er noch wiederholt im Dienste du unterdrückten J«rarl und der Unrecht übenden, wir tragenden Menschheit müheselige uich gefahrvolle Reise». Gott, der diesen Menschenfreund bi« zu Ivü IaKrr, geschützt und gesegnet hat. schütze und segne ihn weit darüber hinau»! Mose» Montesiore hat praktisch bewahr,, wa« da« Judenthum lehrt, daß die wahre Bildung und d» wahre Religion nicht blo« im Geiste, sondern vor Allem i, Herzen liege. .Gott sieht in« Herz und auf da- Herz' Alzey, Oktober 1884. Dr. Rothschild. Gebet für Mose Montesiore zu seinem hundertste« Geburtstage. Hebräischer Irjt vom llhirsrabbi Dr. Adler in London. Herr der Welten! Wir kommen in Deine Thorr mit Dank, in Deine Vorhöfe mit Preis, um Dir zu danken für die Gnade und Treue, die Du dem Manne Deiner Huld in so wunderbarer Weise hast angedeihen lasten. Ja der Tag. den wir ersehnt haben, er ist erschienen, der Tag. an welchem Dein Diener Mofe», > Lob« de- Joseph Elijah« Montesiore, sein hundertsteS Lebensjahr erfüllt, ohne daß sein Augenlicht verdunkelt ward. Indem wir heute der Wohlthaten gedenken, welche er an Israel gethan. danken wir zunächst Dir: .denn von Dir ist Alles und au» Deiner Hand geben wir Dir". Du hast in sein Herz gelegt die Lieb« für sein Volk, jene GottcSflamme. die ihn auSziel-en hieß, um das Elend seiner Brüder zu mildern. Als er nach dem heiligen Lande wallte, um ein Helier zu sein den Bedrückten, da gingest Du zur Rechten Mose'S. AlF er vor die Könige de« Osten« und Westens hintrat, um sich in dm Riß zu stellm und abzuwehren den Zorn der Bedränger von den Bedrängten, da warst Du mit seinem Munde. Seinm Herzenswunsch, den Glanz der ÄotteSlehre und Gottesfurcht zu erhöhen — hast Du grlingm laste». Bi« in sein Greismalter hast Du ihn getragm und geschützt, hast ihm einm Wirkungskreis und einen Namen gegebm. bester dmn Söhne und Töchter. Herr und Vater, der Du die Berdimste der Mmschen belohnst! Wie Du bisher mit Deinem Knechte warst, so sei auch fürder mit ihm; schirme ihn. wie einen Augapfel; halte fern von ihm jede Krankheit, auf daß sein Auge schaue, wie die Saat der Wohlthatm. welche er auSgestrmt. aufgeht und blüht; Deine Tröstungen mögm feine Seele laben auf dem Wege zur Unsterblichkeit. Herr der Geister alle« Fleische«! Gcdmke der Seele der Judith, der Gattin Mose'S. welche seinen Arm kräftigte, dm Gedrücktm Heilung und den Gebrugtm Lrbm einzuhauchen. O mögest Du sie bergm in dem Schatten Deiner Fittige, auf daß sie sich labe au« Deinem Wonnenquell! Allgütiger Gott! Smke auch in unser Herz dm Geist de« Wohlthun«, daß wir den Spuren dieser Edlen folgen; erwecke in un» die Gefühle der Ehrfurcht vor Dir, auf daß die Menschmliebe stet« in unserem Herzen lodere und nie verlösche. Dann werden wir erfahren, daß. die da» Bolk zur Tugend leitm, leuchten wie die Steme. Gieße au» Deinen Geist über alle Weltbrwohner. laste für immerdar schwinden ihrm Haß, und ihrm Neid, auf daß sie Alle sich erquicken an der Fülle de« Frieden«! Sei un« gnädig, o Gott, sei un« gnädig, laß Dein Antlitz un« leuchtm, auf daß wir theilhaftig werdm de« rwigm Heil«. Erweise in Deiner Barmherzigkeit Gute« an Zion, errichte in festem Bau Jerusalem. Amm I nrnnS .nSnna rrnna jnyö iMa «crpSiyn fr»') nrn nt :*[rpn tf>tS tpte p-n n*Son '2 njnpKi tjnan TP? 7^ nun «Sc ia -ine» onn rctptf .v11,b,b31o rrS« epi’ "i non oy noy nyu rntpnx Dtp trota :,-tnna kS tt ^pret San tjcp '2 ..-rpna nanps Sktp Sk nKicS rr nanStf 1a? nanu paSa nna nnu :ijS ers nntsS kaS rrehpn jniyS iaa;a :nniSaaa niunS rrwt rrrtp pSa ncS tasrnna :ntöa pp-SnaSnnnK a'i-nsn .o'ptitfyn ja opuflyn npn avnSt .jr®? mays .anpt : nnSn .mnvn mmn rtp annS .vwn : vre es nm rre alp aOi t iS nnr in« neSpt nSpp nan? nyt njpt rf : rappt caa: naaa :iay rrn p Tjna? na rrn npua »mntean Sya vnipnp an p njnnn 177 :rrnp Sp tipp npn jrraert p nyru ipn Ktnü i«ta tnfoy ipavijn :rr®i pr :rno“S« nva ntpu nntn^ np«s nu nat ntya Sas nimnn Su nnnnSt cp: «tSnS npnn KponS vnttnt nu nycK nr» rnfptpn iprjy Snji ipcp Sap .Trnan kjm rapyv z) ornttn ntapya rpSS nyna mn uaSa jn lansn Sk nptn npn anu npnui fsnun ntpn tpnpa nnty rnSui :rrnr capiap opnn ppjcp p rtn :naan kSi uapSa snap1? naun aniopi an>op .San caSpSj rpn tjibü :diS^ an Sy tayrn jopSis nytOn yt^tri vsu tpjp nun :uin tan :jpk o'S^tn; fliant npnt pp nu yama rp'Bi ') vorher solgen«« Vsalmenvrrfr: nvlSu :^PP7 Isnp-p npm 0-nSu 'piu rnnap uiau nppn rqpi ny np r'pnuSvr tm nxi nyi ^mp nnird jipTpi kp; SpS nnS iynt tik ny nptyn Su

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