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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 28. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 28.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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jetzt 62 aktive, zahlende Mitglieder aufweist. Da-Nominal, vermögen betrügt augenblicklich ca. 51000 Mart. Ausführlich« Uebersicht über Vermögen. Einnahme und Ausgabe sind« jeder, der sich für diese« segen-reiche Institut intnessitt, ,« dem Jahr« bericht des Vorstandes. D« Vorsitzende beklagt sich — wir dürfen danicht verschweigen — in seinem und im Namen de- Rendanten üb« die Säumigkeit mehrer« Mitglied« der Kasse in Entrichtung d« Pflichtbeiträge. . Es soll mdeß nunmehr den Saumseligen gegenüber genau statuten- 8«näß versahnn w«den. Nachdem d« Borsitzende noch zu edenken aiebt, daß voraussichtlich imm« größ«e Anforderungen an die Kasse gestellt werden dürsten, und dag edaher dringend nöthig sei. den Wohlthätigkeitssin» in den Gemeinden zn wecken und zu beleben, schritt nian zum nächst«! Gegenstand d« Tagesordnung: »Freunde und Feinde der )ü. dischen Schule" (Ref. Oppenheim« — Mühlheim a. d. R). D« gediegene Vorttag des H«rn O., an den sich eine recht lebhafte Debatte knüpfte, wurde mit lautem, anhaltendem Beifall belohnt. E» wurden folgende Thesen einstimmig angenommen: 1. Die Erhaltung der jüdischen Elementarschule, bezw. die Errichtung ein« solche», wo sie noch nicht besieht, ist eine Nothwendigkeit. weil in ihr d« Lehr« seinen erziehlichen Einflug auf die Jugend am ehesten geltend machen kann, um dajüdisch-religiöse Gefühl zu wecke» und zu beleben, sowie der um sich greifenden Gleichgültigkeit gegen die Religion mit Erfolg entgegen zu tr«en. 2. Es ist die Pflicht d« Gemeinden, die mat«irlle Loge des Lehr«» mit den gestiegenen Bedürfnissen des Lebens in Einklang zu bringen, überhaupt seine Stelle zu sichnn. 3. Es ist dah« dringend zu wünschen, dahin zu wirken, daß d« jüdisch«! Schule der Eharakt« d« Orffent» lichkeit verliehen w«de. Seiten» dn anwesenden Delegirtrn de» D.-J. G.-B. wurde die Erwartung ausgesprochen, daß der Bund den ttefflichcn Bortrag 'dem Druck« übergeben iverde, um ihn weit««, Kreise» zugänglich zu machen. (Zchlus, folgt.) Gerichte und Correspaudenzen. Deutfckland. M«^det»rß. Wir «hielten dies« Tage da« neueste sehr reichhaltige 13. Heft der „Mittbeilungen vom Deutsch- Israelitischen Gemeindebunde". Dasselbe enthält einen ausführlichen Bericht üb« den vierten zu Ostern d. I. in B«lin abgehaltenen ordentlichen Grmeindttag, über den wir zum größten Theil bereit« als Theilnrhm« in Nr. 17 und 18 berichtet haben. Wir w«den da« dort noch Fehlende nach diesen „Mittheilungen" ngänzen, können aber nicht umhin, heute wiederholt auf die wohlthuenden Leistungen d« „Friedrich- Wilhelm-Victoria-Stiftung" (Versicherung», und Pension«- kasse für jüdische Gemeindebeamte) hinzuwrisen. sowie auf di« bedeutenden Einnahmen, dir dies« Kaste au» dem Vertrag«- verhältniß mit d« Leben»-V«sich«ung»gesellschaft,.Victoriain B«lin zufließen, deren Generalbevollmächtigt«. Herr S. I. LeszynSkv. zugleich Mitglied de» AuSfchuste» ist, und diesem wichtigsten Verwaltungszweig de» Gemeindebunde« seine besondere Sorgfalt zuwendet. E» ist ein günstige« Zusammentreffen, daß g«ade in dem Jns«atentheil d« heutigen Nummer Nähere« über die Vortheile mitgetheilt ist. die au« diesem V«trage nicht nur allen bei d« „Victoria" sich versichernden Eultusbeamten, sondern jedem rin« Bundes» gemeind« angehörenden Israeliten und ganz befand«« d« Beamten-Pensionskaffe selbst erwachsen. Wir verweisen deshalb auf da» „Inserat" auf der letzten Seite diese« Blatte». Wer hiernach irgend ein«Leben», od« AuSsteuerv«. sicherung — wir machen auf diese letztere und deren günstige Bedingungen die ve.heiratheten Eultusbeamten ganz besonderaufmerksam — bei d« „Victoria" selbst abschließt, oder andere Glaubensaeuoffe« dazu anregt, dn hat nicht nur sich, resp. dem Versichert«!, sondern zugleich d« Friedrich-Wilhrlm- Victoria-Stiftung" d.h. den Invaliden d« israelitischen Gemeind« den alttr»schwachen und versorgung«bcdürstigen Rabbin«, Lehrnn, Eantoren und deren Wittwen und Waisen. Vortheilr zugeführt. Wie jener persische König sich täglich durch seine, Dirn« die Watte zurufen ließ: H«r. gedenke d« Athener! So möchten wir jedem Borsteh« und Eultusbeamten, j, jedem warmfühlenden Gemeindrmitglied« zurufen: Herr, gedenke der Friedrich-Wilhrlm-Bictoria-Stiftung! zterkk», 4. Juli. Der Erklärung der Rabbiner-Vcrsammlung haben fern« zugestimmt: Bezirk«- und Eonf«enzrabbiner vr. Flehingrr-Merchingen Bezirk-rabbiner vr. Eohn-Baiersdorf. Rabbin« vr. Rosenthal-Beuthen O.-Schl. Rabbin« vr. Rawicz-Schmieheim. Rabbin« vr. EhodowSki-Oel». Rabbin« vr. Hannovcr-WandSbeck Rabbin« vr. Rosenstein-Graudenz. Rabbin« vr. Koppstein-Elbing. Rabbin« vr. Brann-Preuß.-Slargard. Rabbiner I. Hkilbronn-Weickersheim. Rabbin« vr. Fürst-Mannheim. Die Zahl d« zustimmrndrn Deutschen Rabbiner beträgt sonach jetzt Litt. K»«s«rg, den 4. Juli. (Or.-Lorr.) Durch den jüngst «folgten Tod der Wittwe, des als Philantrop und als hervorragendeS Mitglied unserer Bürgerschaft nicht nur bei Lebzeiten hochgeschätzte». sond«n auch noch jetzt oft rühmlich,! genannten Hartwig Samson Hertz, sind M. 180,000 nutzbringend für dir Talinud-Thora-Schule geworden. Da» Kapital ist schon vor Jahren dem Institute al« Legat zuge< falle», doch v«blied der ZinSgenuß der Frau Hertz leben», länglich. Dieselbe hat von dem ihr verbliebenen Vermögen M. 25,000 der Israelitischen Mädchenschule von 1788, d« sie früher al» Direktionsmitglied angehötte, testamentarisch vermacht mit d« Bestiminung, daß von den Zinsen 800 M. d« Oberlehrers» d« Schule, so lange diese am Leben, al» Rente verbleiben sollen. Kürzlich ist hi« ein Pension»v«ein für Lehr« und Lehr«innen von Privatschulen ins Leben getreten, dem auch die Talmud-Toraschule, wenn wir nicht irren, mit einem jährlichen Beitrag von 200 M. sich angeschlossen hat. Dnselb« rechnet auch auf eine Subvention de« Staat» und Privatbriträge. Bei dem 25jährigen Dienstjubiläum de» Ob«rabbin«» ist zwar zu gleichem Zwecke für die Schule die sogenannte Stern-Stiftung geschaffen worden; doch sind d«en Mittel bi«h« zu gering, um darauf rechnen zu können Die Rsr'sche StistungSschulr lehnte den Beitritt ab, weil sie b««t« seit 1862 eine Pensionskaste besitzt, ivelch« von einem Freunde d« Schule. Jacob Meyer, mit M.-Bco 20,000 (M. 30,000) gestiftet worden und seitdem kräftig herangewachsen ist.—Wie man un« au»Lübeck mitthrilt, hatdiedortigc Behörde den Beschluß de« Vorstand« d« israelitischen Gemeinde, dem hiesigen Oberrabbiner nebst Frau und unmündigen Kindern die Gemrind«echtk einzuräumen, indem sie dieselben zu Ehttnmitgliedern «nannte, al«unberech tigt wird« ausgehoben.— E« werden heute wiederum rumänische Emigranten, 108 Erwachsene und 56 Kind«, erwart«, welche am Sabbath hi« gespeist und am Sonntag ihre Weiterreise nach Rewyork antrtten w«drn. 1. Juli. Die Grundsteinlegung für da« hierorts neu zu «richtende Synagogengcbaude hat heute Mittag in Gegenwart der Spitzen d« Behörden und bei zahlreich« Betheiligung de» Publikum» in feierlicher Weise stattgefundcn. D« Platz, auf welchem der festliche Akt sich vollzog, war umgürtet von ein« Reihe mit Tannrn-Guirlanden umwunden« Mastbäume; auf ihm war errichtet eine ebenfalls mit Gewinden au» Tannenzwrigen und rothfarbigen Stoffen geschmückte und mit dem „Schild Davids" gekrönte Tribüne für die geladenen Gäste. Die Fei« begann pünktlich mit

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