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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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1 Religionsunterricht» gewählt hat. ist die beste Antwort » jenen unflätigen, in einem eine« Professoran einer Rischen Universität wirtlich ganz unwürdigen, alle Grenzen R Ziemenden überschreitenden Schimpftone obgefaßten Hetz- R>kcl. Fürwahr, nicht« hat so sehr, wie dieser Artikel, die Lüge |t gelegt, womit die Pr,- sich brüste», sie sei in ihren An- Issc» nie .persönlich-. (£« sei doch dabei auch an die wegivcrsende R erinnert. mit der Männer, wie Lazarus, Steinthal. Illiittf darin beständig beliandelt werde». Und hat etwa | ,Iüd. Pr.- die Prraiitivortlichkeit für dr» „Israelit-, der I jeder Nr. die .Breslauer- und ihre Lehrer — den sel. Irutor Frankel sogar noch nach dem Tode — mit Statt) Luit, je abgrlehnt'/ (Wir müssen dem geschätzten Correspon- Kicn hier da» Wort entziehen — wir können unseren Lesern lcht zumull»en. sich mit einem solchen Schandblatt zu bc- ^jsiigen. Red.) I Doch um ans den sel. Rabbiner Hirschfeld znrükkzu« Lmm'u, der es mit dieser zclvtischen Partei »immer hielt »d deshalb seine wissenschaftlichen Arbeite» in Ihrem butcraturblattveröffentlichte, so höre ich. daß dessen reichlltige rabb. Bibliothek dein Breslauer Scmiuar zugrivendet erden soll mit der Bedingung, daß — da der Verstorbene „c inännliche» Nachkommen zurückgelassen — in der ^mmarshnagogr für ihn an den Jahrzritc» Kaddisch gesagt erde. Der -terstorbenc war rin Schwiegersohn R. Akiba aers. eine durchaus friedlirl>rnde Natur, von gewinnender '»benswürdigkeit, echter Religiosität und von reichem theoloscheu und philosophischen Wissen. Seine Schriften: .lieber dt t'lciii der Agada und der Halacha-, .lieber das Wesen r Religion ‘ ii. a. tu. sichern lhi» ei» bleibendes Andenken! der Reihe der jüd. Gelehrten. k. Zu» Mellpreußen, l l. Juni, (Or.-Eorr.) Der lnheipruch, den der Oberhofprediger Or. Kögel bei der iiiiidsicinlrgung des Gebäudes für den Deutsche» Reichstag halten. >>> zusammengesetzt aus Sprüchen und Versen der iligk» Schrift, die unsrrr» .Herren Antisemiten incl. dem ich bei der Feier zugegen gcivesenrn Hosprcdiger Stüeker « Beivußlsrin führen müßte», daß dir Inden Deutschlands!> volles Recht haben, sich für ebenso gut Drntsch zu halten. » dir Antiseinitcn es sind. War das Volk, von dem der lerlivfprcdiger sagt: .der uns crem Volke auf langer 'üsienfahrt vvrangezvgr» ist. Tags in einer Wolke, Rachis kiner Feuersäulc-, .arischen- oder .semitischen- Blutes'/ Äic fein und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig l>ei »ander ivohnen-. Ob der Herr Oberhofpredigrr dabei an i> vielleicht neben ihin stehenden Eollegrn Stöcker gedacht >de» mag'/ »Seht, da kommt der Träumer l>er-. meinte dainit vielleicht diejenige» Antisemitc», die es sich träume» fi:c„. daß auf eine bloße, von ihnen inscenirtr Petition hin n dentschni Juden, die ihr Herzblut zur Erreichung eines rinie» Deutschlands eingesetzt, .die der Ordnung, der Freist. der Gerechtigkeit, der gleichen Liebe für alle Kreise unsere» olkesmit ganzem Herze» huldigen, alle Rechte ordentlicher taaisbürger würden entzogen werden'/ .Die auf de» Herren irren, kriegen neue Kraft-, war das nicht ein Mahnruf an trael, »reu auSzuharren, Gotte» Hilfe wird es seine Feinde »envinden lassen, denn .Gerechtigkeit erhöht ein Volk, <r die Sünde ist der Leute Verderben.- A»» Hftpre«tze», 3. Juni. Heute fand in Allcnstci» c viene ordentliche Generalversammlung des Verbandes der hnagogengrmeinden Ostpreußens unter dem Vorsitz de» rbandsvorstrher» A. E l ö s s e r-Insterburg statt. Von den Verbandsgemeinden waren 14 (Allenstein. Bartrnstrin, rdauen. Goldap, Gullstadt. Insterburg, IohanniSburg, trn, Lyck, OrtelSburg, Osterode, Rastcnburg, Seeburg und menburg) durch 16 stimmberechtigte Mitglieder vertreten. Serdem wohnte eine größere Anzahl persönlicher Mitglieder d Mitglieder der S.-G. Allenstein den Verhandlungen bei. den vom BrrbandSvorsteher vorgetragenen Berichten dir Wirksamkeit und Leistungen de» Verband«», sowie * die Verwaltung der Kasse Heven wir hervor, daß die Zahl der persönlichen Mitglieder am 300 gestiegen und da» Vermögen 3000 Mark beträgt. Die Hauptthätigkeil de» Verbinde» war auf Hebung de» Religionsunterricht» in den einzelnen Gemeinden gerichtet und ist hierin Wesentliche» durch die im Schuljahre 1883/84 vorgenommenen Inspizierungen von 21 Schulen inierhab de» Verbände» geleistet worden, liebe: dir Ergebnisse dcrsetben berichtet Namens der Schul» inspc:tio» de» Verbände» Rabbiner vr. Bamberger-KönigSberg. — An derselben haben sich außer dem Berichterstatter die Herren Ährenfeldt-Lötzen, Friedeberg-Tilsit, Schcrbel» Gumbinnen, Sturmann-Osterode. Tonn-Allcnstcin und Weinberg-Insterburg bethciligt. Den Inspizienten wird der Dank des Verbandes für ihre Thätigkcit ausgesprochen. Unter Ablehnung eines Antrages Schwarz-Gntstadt auf Anstellung eines .ständigen Schnlinspcktorswird beschlossen, daß der BcrbandsauSschuß dahin streben möge, daß die Inspizierungen sich i» möglichst kurzen Zwischenräumen wiederholen. Im Anschluß an einen Vortrag von Alcxander-Aoldap .über Resultate der Wandcrprcdigerwird dein Ausschuß die iveiterc Ausführung dieses Planes — vielleicht in Verbindung mit den Schulinspizicruiigcn — zur Erwägung anhc»ngestellt. Es erfolgt sodann an» Antrag desVerbandSausschusses rin» stimmig der Beitritt zum Deutsch-Israelitische» Ge me in de- Bu idc. — Nachdem das Statut der Hilfskaitc für Beamte der Th> agogengemeinden in den Provinzen Pommer», Ost- und Westprcußrn, von den Herren Ministern des Innern und der geistlichen re. Angelegenheiten gcnchmigt worden ist, empfiehlt der Referent Klein- Königsberg den Beitritt zu der Kasse auf das Wärmste. Die Kasse hat de» Ziveck: l. diejenigen Mitglieder. die durch Alter oder Krankheit dienstunfähig geivvrden sind, für die Zeit ihrer Dicnstunfähigkcit; 2. den Wiltwen und Waisen verstorbener Mitglieder Beihilfen zu geirährrn. Der vorjährige Beschluß wird erneut, wonach 1. bw Verbandsgemeinde» der Beitritt der Kasse sowohl für sich als ihre Beamten auf das Kräftigste zu rmpfchle»; 2. der Kasse die für die Altersversorgung bisher separat venvaltetcn 400 Mark nebst Zinsen zu überweise» und 3. der Kasse mit einem jährlichen Beitrage von 150 Mark als außerordentliches korporatives Mitglied bcizutretcn. Eben so sind lvrritS die Gemeinden Danzig und Stettin dieser Kalse mit einem jährlichen Beitrage von je löst Mark bei* getreten. Ei» Gleiches wird von Kö»igsl>erg erhofft. Nachdem auf den Bericht der Revisoren dir Rechnug pro 1883/84 dect,argierl und der Etat für das Rechnungsjahr 1881/85 nach der Aufstellung des Ausschusses festgesetzt worden, erfolgte die Wahl des Ausschusses und werde» als Mitglieder desselben Alexandcr-Gvldap, Davidsohn-Lötzen, Eichelbaum-Jnsterburg. Elösscr-Insterburg, Karl Gottbcrg Lhck, Rechtsanwalt Gutfcld- OrtclSburg. Hrrtz-Gcrdauc». A. Jacobh-Rastenburg, LouiS Rcscnberg-Tilsit, Salzmann-Allenstei», Schivarz-Gutstadt und Wolffgaug-Jnstcrburg mit absoluter Majorität theils wieder», thrils neu gewählt. Der bisherige Verbandsvorstcl^r Elösser- Jnsterburg wird sodann cinstiinmig wieder zum VcrbandSvorsteher ernannt. Als nächster Ort der Gencralvcrsaminlung wird Rlistcnburg in Aussicht genommen. — Ei» gcmcinsameS.von der Gemeinde Allenstein i» EhmiclcwSkus Hotel arrangierte» Festmahl folgte der vierstündige» Sitzung. Die Reihe der Trinksprüchc eröffnet der Geinrindcvorstehcr Salzmann-Allenstein mit dcmjenigrA auf den glorreichen LandeSherrn. dem sich die auf den Verband, die Gemeinde AUrnstcin, die Vertreter der Gemeinden und die Leiter de» Verbandes anschloffen. Während bet Verhandlungen sowohl al» bei dem Festmahl herrschte eine gehobene Stimmung, und so verschieden die religiöse Richtung der Thcilnehmer gewesen sein mag, alle waren von dein Gedanken durchdrungen, daß da» allen Geineinsame un Verbände seine Stütze und Förderung finde. J. E. Kt«dtke«ß»feld, 16. Juni. (Or.-Eorr.) Der Rcdacteur Herr U n g l a u b der .Felda-Zeitungin Kaltennordheim sah sich veranlaßt, die antisemitischen Umtriebe zu unterstützen und hatte sich deswegen auf Anklage de« hiesigen Landrabbinat» vergangene Woche vor der Strafkammer zu

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