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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1882-01-01 · 13. Jahrgang Nᵒ 49. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
13 (1882)
Issue
13. Jahrgang Nᵒ 49.
Date
1882-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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freiwillig sich eltra'vollrreil Thatigkeiic» zuwendeu und diesem Feld au-gediaite» Militärs oder sonsthin d«izu für geeignet erachteten »»d staatlich dazu designirten Personal über* lnffcn luu.'Itai. Aerkin. Drr aus drr Bliirltt'zeit der Antisemite» ■Äflilaticn ha iKfmintc ,-seik»»asverlegcr Leopold Ferdinand Homutl. der zur ,'feit i» Runnielsburg die rinrr Geldfiraf' iub ftjtuirtc tOesäiigiußstrase adiuacht. stand (Kutc vor der erste» Strafkammer des Landgaicht» unter der Anklage d»'r Unterschlagung. Mit de» Mittel», ivrlche ihm von einigen Partegeuossen zur Perfiigung gestellt wurden, hat der -lnzzeklaqte „Die stadtbahiizcitung" herausgt'gcbe». rcussine »der mit diesem Unternehme» nicht. Wahrscheinlich um der per- Iteu Ebbe i» seiner Miiffr ab'tiitelscn, rngagirte er »«ich j>» sominer di ei,-s Iihres die WiUifUulr Haasr »uh Miilmr« mann als Ervedienirn für »ein ^rgan mit einem MonatSsalair von 1<M» reip. 00 Ml. Der Pferdefuß fehlte aber nicht, den» Beide mußte» eine .Kaution vou je 250 Mk hinirrleqrn Bald nach dem Eintritt der leiden Herrn löste nch das Unternehmen in Wohlgefall-ii auf, der Angeklagte wurde HH’flai Ausbleil>ens der Miethszahl»n>z. au» seiner Wohnung ermitlirt. und als die l>ciden Expedienten nunmehr ihr Geld zuruckverlaihzten, da hatte Herr .Heniinel » chts als leere Worte. Dem Mrimm ildeamken. der nach dem '44erblril> des «Oeldes etwas »e-igierig war. gab er an. er hal»e dasselbe i» das «^tciangbuch seiner Uran gelegt und dieses «Oe sangbuch sei bei der Ermisno» verschwunden und nicht wieder zum Vorschein gekoinme». Diese» offenbar erdichtete» Ein u>a»d wiederholte er auch ha den» (Gerichtshöfe, welcher demi'flbai auf hat «Omnt ging und ermittelte, das, das (besang buch iiod) nach der Exnnssio» dem Angeklagten zugänglill, gewesen ist. Der «Gerichtshof schenkte d>iher dai Betltenerungen des Angeklagten, das; er dir .Vuiiitioncit nach rorheriga Eiinvechselung in Papiergeld in d«is vcr,»,s;te Buch gethan. keinen C^ilaiilHn. sondern ver»r«l»eilic den Angeklagte» zn 0 Monaten «Oefänguiß »nd einjährigem Eh » vertust. «Das sind die Leute, ive'che die Jut>enltevc gras,gezogen halten! Biet leicht ui:ter;iel>t sich Jeisl^pd der Muhe, dir durch dai straf richlcr abgethanenen Aililseniiten-Häuptlinge mit Angabe ihrer Berbrrcl^ii und des slrasmaaßrs zusammen',»stelle» und zu veröffentliche». elegant ciugebundeu wäre es ein geeignetes Weihnachtsgeschenk für »lancheu Hofprcdiger und noch für viele andere, hier nicht zn »eiiiiende Personen! G. Ans dem tfffafc. f C». Eorr.i 28. 'Poveniter. Die „Revue catholiquo d'Alsace“ hat i» einer ihnr letzten Nummern eine vom Hilfspfarrcr Waltlter aus Bergbietcu an den Präsidenten des Landes Ausschusses gerichtete Pc «ition um «OlcichftcUuiig des Psarrgrhalts der kalholischen mit de» protcstantisll)e» und jüdische» Rcligionsdicncr». lvsprachen, der wir Folgendes entnehmen: Der katholische Elcrus ist l>eiiachthciliqt. Protestanten j und Israeliten sind lievorzugt Der Eölibat hat bei Regu» i lirung der ««leltälter nicht iu Betracht zu konimen, er ist! eine rein kirchliche Frage. Ta Staat lirkümmcrt sich hei j Festsetzung der «Oehälter niemals darum, ob Beamte vcr-! heirath« sind oder nicht. Das. der katholisckte Elerus durch die Eopialiengeldrr seinen «ijehalt wesentlich valvssrrt. wird zurückgavieseu. Rabbiner lind protestantische Pfarrer ha | ziehen diescll>en auch. Für Eulkusbedürfnisse steht im Budget : von Elsaß-Lothringen eine Totalsumme von 2.7Ui.litt) Ml. j Dir Protestanten bilden der Bevölkerung, sic l-ätten [ demnach 381.500 Mk. zu lxiiisprnche». sic beziehen al»er 875.480 Mk. Tic Juden sollten als der Bevölkerung anstatt 153.250 Mk nur 45.270 Mk. erl)altcn. Ed liegt; darin eine Bevorzugung drr Protestanten und Juden. Die Bevorzugung erscheint noch größer, »venn in Betracht ge zogen wird, wie das Enltusbudget entstanden. Dasselbe datirt vom 2. Rovanber 1780, nachdem der Staat die katholischen Kirchengüter ciuaezogen. Die Protestanten gcl>e» dem Staate nicht», der Deputirte Rihl und Profesivr Koch retteten dir Kirchengüter der evangelischen Pfarreien und die Stiftungru von 2t. Thomä. Wie rechtfertigt man ferner den M»ustab, »ach welschem die katlwiischeu Pfarrer 3.. 2. „nd l. Elasse 10H0 Mk . 1440 Mk. und 1800 Mk. beziehen, indessen den protestantische» Pfarrern 3.. 2. und 1 Elasse 1020 Mk., 2240 Mt. und 15*40 Mk l»eschikden sind u»b die Rabbiner mit einem zwischen 1 400 und 4000 Mk. sich bavegtiiden «OrHaltk bedacht werden Elviiso nngerechtfertigt sind die Hilfsgelder ansgavorfe» für 1310 katholische bleistliche 45.000 oder 3 4 Mk. auf den .»topf, während die Protestanten 40.000 Mk, 155 Mk. a»f den .»topf beziehe» Die Petition berührt »och das .«Onadenguarial'. ivelches den H »terlassenc» der evangelische» Geistlichen geivähr« wird, die ä iszerfi schwierige Beförderung des katholischen Elerus. »m iiit der Bitte einer «Oehaltserhöhung zu schließen Wiird' diese nicht gewährt, dann sei dir Forderung um Herabsetzung der «Oeltaller der evangelischen «Oeii'tlichen und der R ibbinrr gerechtfertigt, damit Giachklellniig des «Oelmltes aller Hiltusdiencr e,»trete. De» LandeSansschuß envarlet demnach eine schivierige Ausg,l>c. Wir wolle» hoffen, daß er diesell«e zur allge meinet Befriedigung löst. Daß die «Oehälter der ReligvnSdiener der drei anerkannten Eulte einer Anfl»esseru»g bedürscii, ist eine anertannle Dhatsache. Wie diese zu voll zielten sei. diese Frage mag seine „ Schwierigkeiten höhnt. Jrdei falls aber dürfe» dalvi die in der Petition Walther ausgisprr'chclicn «Ornndsätze nicht als Maßstab diene», seit sau» >>ak uns der Schluß d«r Petition l»erührt: „Wird der katho ische Elerus nicht erhöht, so fordern ivir Herabsetzung der (4el>älter der Religionsdiciier der Israeliten und Protestantin. d. h. Gleichstellung aller". Es ist die» nach dem «Oruidsatz: Erhalte ich nichts, so darfst du auch nicht» besitze» Wir sind der festeste» Ueberzeugung. daß jeder israelitiskte »nd protcstanltsche «Geistliche dem katholische» Pfarrer von Herzen eine «Oel»>iltserhöhung ivünscht >»id gönnt »nd dicsklac als gerechtfertigt find,'». Wie kindisch trotzig aber »im» t sich dem gegenülvr die Petition Aaltlb'r» au»: Werten wir nicht erhöht, tmim stellt die andrrn auf dieselbe stuf.', wir hohai zu ivenig. dürft ihr auch nicht darum mehr l>al>en. Bo» der Miihlhiiusener Militär Angelegenlteit wird noch immer viel gesprochen. Bor einige» Tagen ließ die Strafkammer des Lant-gerichts Mülhausen gegen einen in Altki > bislter in alle» Kreisen der Bevölkerung hrichangeselteue» jüdisihe» .«iaufman» de» Hastl>efrhl ergeltc», ivcil er in dringend« m Perdacht stehen soll, als Agent i» Militärangelrge» Heitel, mitgeivirkt zu habe». Ta er in Folge dessen flüchtig gnvordcn ist. so wurde dessen im deulscheu Reiche behindlich«' Bern lögen mit Beschlag 'vlegt. /könißsterg i. ifx. Wir fragen die rechtsgelehrteii Leser diese» Blattes: Muß man das Folgende wortlos ge fchelfm lasse», oder wer darf als gerechtfertigt zum Klage ahet'm augcsehe» werden? A» d«'r spitze eines 'Ltereines. der?lte und neue hel>r. Werte zum Driuke zu bringen br zwerk e. stand der verewigte .Herr l)r. sill^rmann in Lyk. Jahr:lang hatte man vergeliens auf die iinita-cn -rgrößtentheile schon voraus bezahltcu — Liefeningen geivartet, da läßt der Tod des Leiters alle Hosfnung aus baldige Regelurg schwinden. Unter den Erben l»esi»drt sich »»seres Wiss« »s ein Amtsrichter. Da ine-»te man doch eine den Anforderungen de« Rechtes rntsprecltende Rachlaßregulirung zu r.halten. Aber iveit gefehlt' No. 43 des .Hazephira" bringt eine Annonce de» Rabbiners Joel salkiud in Rcigrod Wub. Lomza-Russ. Polen, in ivelcher dieser Herr urlrr et orbi vcrkiind.t. daß cr mit der Bibliothek des verewigten Elirfer silb.'rmaun zugleich die Jahrgänge 2—5 der »Mckize Skirdamn»- envorbeu h ibe, kurz Alles, ivas vom Pachad Jizchak (auct im Mannscriptct vorhiinden ist, Eb» sapir. Malmed. die hrgänziingeu zum Divan, die Psikta, Weiscl'S Eommentar. sowi' die kleineren Schriften. Der Herr salkiud ist des Glaubens, daß<r auch da» Verlagsrecht de» Bereiues mit erworben hat. Dür en E>.><n so mit dein vom Erblasser verwalteten

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