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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1882-01-01 · 13. Jahrgang Nᵒ 27. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
13 (1882)
Issue
13. Jahrgang Nᵒ 27.
Date
1882-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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aio — that« im Gefolge hatte«, veranlaßt worden. Derartig« La» ordnuug« »eng«, indem sie Privalprrsonen ohne Unterschied de« Stamme« und der Religion den Stand« an di« pe sünlich« und die Sicherhett ihre« Eigenthum« rauben, von der ungenLgend« Sicherung der bürgerlichen Wohlfahrt, und uehm« der Regierung die Möglichkeit, sich der Lösung der zur Zeit besonder« wichtigen Hauprauigabe zuzuwend«: die Thätigkeit aller Staat«, und G«.eiwJnstitution« in Ueberein» Kimmung zu bringen und dieselbe auf «in bestimmte«, klar vorgefteckte« Ziel zu lenk« — die Herstellung von Ruh« und Ordnung, der einzig« sichern Pfänder für die logische Entwicklung der geistigen und materiell« Kräfte de« La »de«. Die Wichtigkeit diese« Ziele« und die unumgängliche lkothwendigkeit, den vorgekommencn Unordnungen ein Ende zu mc chen, müsien natürlich die volle Aufmerksamkeit der administrativen und polizeilichen Thätigkrtt beanspruchen, umsomehr, alt di« Erscheinung solcher Vorfälle bi« zu einem gewisien Grade der Schuld der örtlichen Behörden zugeschrieben werden muß, deren direkte Pflicht in für die allgemein« Sicherheit und Ruhe zu sorgen. Im Hinblick hieraus werden durch die Berordnung de« Ministercomitö« nicht nur die betreffenden Behörden ausgesordert. energische Maßregeln zur Verhütung jeglicher Gewaltthätigkeiten zu ergreifen, sondern wird auch aus die Rothwüidigkeit hingewiesen, diejenigen A,nt«personen. welche sich in dieser Hinsicht irgend welche Nachlässigkeit zu Schilden habm kommen lassen, ihrer Stellung zu entsetzen. Indem ich die Herren Ehes« der Gouvernement« ersuche, ihre volle Aufmerksamkeit der genauen und unnrchsichtigen Auösührun; de« in der Verordnung de» Ministercomitv« ausgrvrückten Allerhöchsten Willen» zuzuwenden, halte ich r« meinersnt» für meine Pflicht zu erklären, daß Gewaltthäligkeiten und eigenmächtige« Verfahren durch keine Beweggründe gerechtfertigt werden kvnn«, daß daher für da« rechtzeitigeErgreisen von Maßregeln zur Verhütung und Unterdrückung von Unordnungen die H:rren Gouverneure persönlich verantwortlich sind, unk daß ein jede« Auftreten von Unruhen die unauöbleidlich« Folge l,aben wird, daß diejenigen Amt«persone», deren Pflicht e« zunächst war, für die Verhütung von Unordnungen zu sorge», sofort zu gerichtlichen Verantwortung gezogen werden. Indem icz e« nicht für möglich halte, irgend welche nähere Anweisungen betreff« der Mittel, den angegedmen Zweck zu erreiche», zu ged, n. da dies« Mittel einerseit« durch da« Gesetz vorgezeichnet sind, anbererseit« bezüglich der Wahl derselben in der Anwendung von zufälligen zeitlichen und örtlich » Umstände!« abhänge», dm ich überzeugt, daß die Herr« Ehes» der Gouvernement« den durch k« Allerhöchsten Willen deutlich ausgesprochenen Fordert ngen Nachkommen und vollkommen meine Ermattungen in »ieser Hinsicht rechtfertigen werden, indem sie ihrerseits jede Nachläffigkeit der Behörden unnachsichtig ahnden." Vermischte und neueste Nachrichten. Berlin. Ter amtliche» „Statistik der Straf- und Gesangenen-Anstalten pro 1. April 1880—1881" entnehmen wir bezüglich der Zuchthäuser folgende Daten: Auf .000 Köpfe der Gesammtbeoölkerung kamen 0,32 in» Zuch bau« Aufgeoommene (gegen 0,-jü im Vorjahre). Dem Bek«!.i»isse nach waren 50,82 pEt. (50.48 pLt. im Vorjahre) eoang-lisch, 39,03 (30.11) PC:, katholisch, 1,08 (1,35) pLt. jül isch Aus je 1000 Köpfe kamen bei der evangelischen Bevölkirung 0,31 (0,28) Zucht-, 2 Hausgefangene in Zugang, de. der katholischen 0,39 (0,35), bei der jüdischen 0.27 (),31) pttt, so daß also da» Verhältniß sich sehr zu Äunstei. der Misch« Bevölkerung geändert hat. ErsnN im Juni. (Or.-Lorr.) Auch hier, wo sc viel atter Rlschu« auf Lager war, daß der neue moderne nicht twportitt zu werden brauchte, hat die Roth der ruff. Iud« die Herz« zur allgemeine» Menschenliebe bekehrt. Der A afruf. der zu milden Beiträgen auffordert, ist außer von den Spitzen der städsisch« Behörde» auch von Männer» strengconserva» tiver Richtung unterschrieben. Ja alphabetischer Reihenfolge sind unterzeichnet: Geh. Rath Breölnu, Oberbürgermeister, 0r. Caro, Rabbiner, Lange, Stadtrath, Ramann, Stadtralh, Tom- > Rath Stürcke, StadtverordneteuVorsteher H. Tromm»dors een., Unger, Hofagent, l)r. Borbrodt, Stadtschulrath, 0r. Wahl, Schuldirettor, Wiedemaun, Kaufmann. Eine Sainmlung, innerhalb der jüd. Gemeinde hat vorläustg ca. 1200 M. ergeben. S»hra>, O/Schl. Am 14. Juni feierte da« Jsak und Rosel H a h n' sche Eh>paar in voller körperlicher Rüstigkeit da» > 50jährige Ehejubiläum und am 25. Juni da» z. Z. in Pleß j lcbende Elia« und Rebecca S ch i l l e r' sche Ehepaar oa« Jubiläum , seiner 65 Jahre andauernden Ehe. > Dirscha» In unserer Stadt besindet sich eine Ur-Ur» i großmutter; e« ist die Wittw« Frau Lide Großmann, wohl über 100 Jahr alt. wohnhaft beim Gaftwirth Herr» Großj mann am Markt. Die alte Dame ist noch geistig und körper- ' lich vollständig kräftig und schenkte ihrem verstorbenen Gatten sechs Kinder, von denen vier »och leben und verheirathet sind. Frau Gr. umgeben außerdem noch 00 Enkel, die ebensallschon verheirathet sind und gleichsall« Kinder haben, 53 Urenkel und ein Ur-Urenkel, der vor einigen Tagen in Röffel geboren ist Die ganze direkte und indirekte Nachkommenschaft der Frau Äroßmann beträgt 118 Personen. Line ebe.isall« noch rüstige Tochter der Fran Wittwe Großmann (Frau Piiester) feierte 1876 in Lauenburg (Pommern) mlt ihrem Gatten die goldene Hochzeit und erfreut sich ebensall« »och j der besten Gesundheit. I Hamburg Zwei jüdische Kausteute au« Kiew, welche, I au« Rußland vertrieben, aus ihrem W>g« nach Hamburg vor i einigen Tagen sich in Berlin aushielten, wurde» au' dieser i Reise von dem christlichen Eigenthümer de« Hause« begleitet, , in welch,m die beiden Vertrieben« jahrelang gewohnt hatten, i Der Hauteigenlhümer halte im Lause der Jahre die beiden 1 Miether so lieb gewonnen, daß er ilnen aus ihrer Reise nach ' Amerika bi» nach Hamburg da« Geleit gab und die ganzen Kosten der Reise von Kiew »ach Ha»>burg au» seiner Tasche bestritt. > In Ungar» erscheint seit Ende April ein Blatt in deutscher Sprache: Der „ung.-jüdische Bote" mit hochorthodoxer Tendenz und jüdisch-deutscher Sprache. Die Tendenz ist ge- I wählt, die Sprache und Schreibart aber wiüSürlich. Pröb- ' chen: „Al« Ausfluß de« Obigen, für die Schule, für dcren > „dem Geiste der Zeit und de« Judenthniu« entsprechende Re- I „organisirung, ei »zutret» n“ „Schritte machte», diese« un- I sägliche Elend zu mildern rc." in inlinitum. Da« Blatt tritt für Palästina ein. E« schimpft gar fürchterlich auf die „jüd.! Presse", „verkappte Apostel de« Unglauben», listig« Creatu- > ren" sind dir geschmackvolle» Bezeichnungen, denen eine An- : merkung der Herrn Leopold Friedläudrr al« „rühmliche Au«- I nahmen" den „I-raelit in Mainz," sowie die „iüd Preffe in Berlin" rc. den BeziehungSkrei« beschränkt. Eigmthümer und verantwortlicher Revacteur ist ein Herr Jacob Gabel. Jtllie». Herr Loria, der früher in Egypten, seit vielen Jahren in Mailand wohnhaft, hat beim Tode seiner Frau 1000 Lire« Renten der Handwerksschule für Mädchen gegeben. Jetzt hat er für eine gleiche Schule in Rom 2600 Lire« Renten bestiinmt. Herr L. D. Levy in Mantua hat legirt 7000 Lire Renten dem Institut Rabotli, 500 Lire Renken dem dereinstige» Raddinerseininare, 50 der Alliance, 50 dem i«rael. Waisenhause in Mantua, 1000 Lire Eapital jedem der j Großradbiner von Mantua und Mailand rc. Herr Isaak : Tedeöcho von Livorno legirte unter Anderem seiner Vaterstadt 1200 Lire Renten für ein „Lernen", Rom 500 Lire Renten . sür «inen beständigen Kaddlsch. (Arch. i«r.) Halaub Unser ehemaliger Iusuzminister Godesroi t

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