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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1882-01-01 · 13. Jahrgang Nᵒ 23. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
13 (1882)
Issue
13. Jahrgang Nᵒ 23.
Date
1882-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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(unter, 36. Mai. (Cr^Cotr.) In zweiten Tage Ut Wochenseste» fa«d bk diesjährige Reli tioit<vri(( statt, nachdem am vorhergehend« Lag» die 17 Mädchen «nd 6 Knabe» öffenllich geprüft mrbcn. Bor der Weihe, di« mit hoher Feierlichkeit in der mit Blum« bekränzten und geschmückten Synagoge vor sich giug, bestieg H>-rr vr. Meyer bi« Kantel. Man müsse mit dem Psaknsten einftimme»: npr^ h m 'jmv ’3 Tn« denn de« Bat.rt Zucht ist be« Krnde«Heil. Diele« Heil aber hat sich jetzt schon grptigt, aoberhalb der Gemeind« Israel«, indem an« allen Länden«, allen Par. leien angebörig sich Männer zusammenfanden, die durch ihr Dir» keu bewies««, daß die Humanität doch kein leerer Schall ist, innerhalb Israel», indem die Gle,chgülll,enund di« Zweifler da« jüd. Herz wieder in ihrem Busen gesunden und erkannt haben, rab sie Juden sind und bleib« n müssen. Der Gottctdienst dauerte von Morgen« »>'/, di« Mittag« gegen l3 Uhr('). — Wie au« dem im hiesigen , Tageblatt«' vr:, öffentlichten ersten Berzelchniß der Beiträge für die nothleidendrn rustlschcn Juden hervorgeht, hat di« Lynagogengemrinde Hannover (3 Sammlungen) 13,836 Mk. gesi-endet, in Summa kamen zusammen 17,334 Mk. 17 Pf. Strnßburg. Auster Herrn Lantz ist >ruch da» Mitglied de« Lanbe«au«schusie«, Herr Salomo», Israelit, E» find als» 3 GlaubrnSgenosten im oberen Schulruhe Tolmer. Der Ausruf de« Conststo ium« hat 3000 Frc«. für die Rüsten eingetragen. Die elsäffis che Presse schweigt. Milde», 38. Mai. Auch hier ist aus Anregung de« Herrn Prediger LiepmannSholm ein Aufruf zur Unterstützung unserer verfolgtcn russischen Glaubensgenossen, unterschrieben von angesehenen Männern christl. und jüd. Sonftffion, in den Lokalblättern veröffentlicht worden. Bi« heute ist eine recht erfreuliche Betheiligung seiten« der Bärgersch ast zu oerzeichne». (Ein Gleiche» erfahre» w.r au« König«brrg i. Pr.) Wir». Au« glaubwürdiger Quell« wild dem .Sxtrabt.' mitgetheilt, dah oer jüngste Bericht de« El mmandrrenden in Bo«nt<n nachstehend« Meldung enthält: „$:n den auf dem aufständischen Gebiete operirenden slavische» Regimentern ist «in Maugel an intelligenten Unterofficierea zu constatiren. Wenn srch dieser Mangel in der operirende r Arme« jetzt nicht fühlbar macht, so ist da« vorzüglich den jüdischen Unterofftcierrn zu verdanken, welchen unbedingte Pflichterfüllung und groß« Tapferkeit nachgerühmt werden muß." Wie», 1. Juni. Der Rabbiner Löwmstein von Lern» berg wurde gestern von den« Grafen Kalnoly in Audienz empfangen und schildert« demselben die unglücklich« Lag« der au« Rußland au«ge>vanvert«n Juden. Ter Minister gab sein« groß« Thetluahme zu erkennen und «> klärte, daß Alle«, wo« in feinen Kräften stehe, geschehen weide, um weitrren Lalamitäten dieser Art vorzubeugen. Wie». Isidor Singer erhielt vom tZürgermeister der Stadt Wien ein sehr herzliche« Dankschreiben für sein« Broschüre! „Wien, Berlin und der Antffemt tsmu»' und die Mittheilung, dast «in Exemplar der Wien«, Stadtbtdliothek einverleidt werden solle. Wir», 1. Juni. Die officiöse.Wiener klbendpost" meldet: Der deutsche Relch«kanzl«r Fürst Bismarck Hai im weg« der htes. deutschen Bktschast aegen Isidor Singer a.« versaffer und David Löwy al« Verleger der Flugschrift mit dem Titel .Wien und Berlin oder der AnttsemltGmut' wegen der darin gegen ihn enthaltenen ehrenrührigen Au«säll« die Ehrend«!eidtgungtklag« angestrengt. Da dies« Flugschri t auch dem Reich«, ratb«->ba,ordneten Ritter v. Schönerer hart zusetzt, hat auch dieser sich zur Ehrenbeleidigungdklage gegen di« Genannten veranlaßt gesehen. Wie», 81. Mai. Der Kaiser »on Oesterreich hat sich in einem Schreiben über di« auch in seinen Staat« versucht« Jaszeutrung Auer autisemtttschen Beweg» >g geäußert; der Brief ist au den Hosbantter Ignatz Deutsch gerichtet. Al« dir antisemitische Bewegung in Wen festen Fuß zu faßen suchte, wandte sich Herr Deutsch schriftlich an feintn Kaiser und sucht» dk Verwerflichkeit »ud ALgemeingefährlichleit der austauchenden Strömung darzuthun; daraus wurde chm vom Kaffer Franz Josef fotgende«, vom edelsten Geiste diktirte« Schreiben: .Die Gesinnungen der Juden in Vesterretch-Ungar« und ihre aufrichtig« Ergebenheit sind Mir tängst grnau bekannt und Meine Regierung wird e» niemal» zulaffe», daß Unser« jüdischen Staat«angehvrig,n in irgend einer Weif« gekränkt und zurückgefetzt werden Mächten.' Lnblinttz, 38. Mai. Unsere Gemeind« hat von Renern Etwa« zu Gunsten der ruff. Glaubensgenossen gethan. Nachdem schon in den letzten Monaten viel« Mitglieder von Herrn »r. Friedman« zum Beitritt zur .Alliance irr. nniv ' bestimmt und gewonnen wurden, fand heute eine Versammlung fast aller Mitglieder statt, uni di« Unterstützung de« großen Hllfrwerke« seiten» der diesigen Gemeind« zu derathen. Die Leksammlung wurde von dem Vorsteher, Herrn L. Roth eröffnet, «» folgten Ansprachen der Herren Vr. Friedmann und Wilhelm Kö»tg«berg«r. Schließlich kam man überein, allsogleich eine Subskription zu veranstalten, die denn auch «in erfreuliche« Resultat auswie«, und außerdem vam Juli cr. di» End« de« Jahre« einen monatlichen Beitrag der Gemeinde- Mitglieder von mindesten» 35'/, der von ihnen gezahlten Gemeindesteuer al« besondere freiwillig« Spende dem Bretlauer Somit« zu übermitteln. Pest. In Anwesenheit eine« zahlreichen disttng >irten Publikum« darunter Vertretung der Hauptstadt Oberbürgermeister Rüth, di« Vize Bürgermeister Gerlöczy und Kada, ferner die Vorsteher der Pester töraelitischen Religionrgemeind« und zahlreche Damen, fand heute die Prüfung im israelitischen Lander-Taubstummen Institut statt. Dieselbe ergab ein in jeder Beziehung vorzügliche« Resultat. Rach oer Prüfung hielt Rabbiner und Prediger l)r. Kohn eine schöne Gelegenheit«» rrde, in welcher er dem Vorstand« und dem Lehrkörper de« Institut« — namentlich aber dem Direktor Gründerg — im Namen der i«raelitisch«n Religionsgemeine Dank sagte für die erzielten «»«gezeichneten Erfolge und der Hoffnung Au«druck verlieh, daß auch da« große Publikum dem Institute vermöge seine« interkonfessionellen Sharakter« Würdigung und Unterstützung aiigedeihen lasten werde. Bndnpell. 30. Mit. Heute fand hier die Feier des 35jährigen Jubiläum de» verdienstvolle» jüd. Pädagogen und Ledrerbildner« Herrn Abraham Lederer in recht solenner Weis« statt; zuerst vormittag lo Uhr im Saale der Akademie der Wistenschasten, woselbst der Prof. Dr. Schnierer die Festrede hielt, und Abend« 8 Uhr ein Banket im VerathuiigSsaal« der i»r. Gemeind«, an welchem über Hundert« von Personen au» allen Schichte» und Eoitsestionen da» ung Lehrerftande« theilnahmen, und da« bi* nach Mitternacht «ährte (Wir werde» in der nächsten Nummer der ,J«r. Schulzeitung" einen ausführlichen Bericht über diese Lederer- Feier bringen.) LüktMßur». 36. Mai. (Or.-Sorr.) Heule wurden auf Ansuchen de« Herrn Godchaux, Fabrikbesitzer bei Lurenrburg. drei klerikal« Blätter, .Da» Luxemburger Wort", .Da» Sonntagödlatt" und .Der Luxemburger VolkSbote" wegen Aufreizung zum Judenhaß« von dem hiesigen Zuchtpoltzeigericht zu btdeutenden Geldstrafe» verurtheilt. Diese drei Zeitung«», von denen dt« beiden ersten von katholischen Geistlichen redigirt «erden, müsteir außerdem da» Urtheil innerhalb 14 Tagen in ihrem eigenen Organ publictren. Im Laus« der Verhandlung fragte der Staatdanwalt in höchst« Entrüstung, ob man wohl hier auch .ruffffch« Verhältnisse' etnführm wollt. Nähere« über den Prozeß später. Rotterdam Am 11. Juni findet hier dk jährlich« Beneralversammlung der Alliance Jüraülit, Universell» in den Rlederlar.de« statt, dt« in diesem Jahr« «in« besonder« Be« deutung hat, well dt« ruffffch« jüdffch« Frag«, dt» dk Alllüni«

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