Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1894
- Issue
- 13 (1894)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
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TW, BlLMt in berGWcht« M Hkittelalter» mb ihr »erbet euch «ntsev», mb «re H«ar» »erbe» zu Serge stehe« ob der schreckliche« Grenrlthaten, bi« fir a» be« Lhriste» «tribttn. Wie Hube» st« i« Spanien, Marokko «ab D«na»k»» gaoLHl«t ««b »U viel« vr«««e« habe« sie bei uni vergiftet, «ab . lote wenige vo» th»en habe« für all bie Frevel auf dem Scheiterhaufen ober aaf dem Rad« mit dem Lebe« gebüßt. . In stütz«ste» Zeiten schon find find sie über die friedliche» , Bürger einer Stabt hergefallen und habe« alle« mit der Schürfe de« Schwerte» ntebergemacht. Und weswegen, glaubt ihr, meine Herren? Wegen einer — Jndenmädels! (ttafe: hört, »ege« «ine» IudenmLdel«.) Einer an« der Versammlung: Diese Erzählung ist, ilande ich, au» der biblischen Geschichte, und bie Bibel sollte h meinen . . . Peter (läute,). Schweigen Sie Herr Redner, Sie haben nicht da» Wort. v. Schlägel. Und wenn wir un» in der neuen Zeit «mblicken, »leinen Sie meine Herren, wir hätten den Krieg gegen die Franzosen gewonuen und hätten jetzt ein geeinigte» Deutschland, wenn e» nach den Juden gegangen wäre? Zum Glücke haben wir vielleicht nur einen halbjüdischen Minister Muft.Mquell), hatten aber immer tapfere, echt germanische Feldherr», die selbst mit Judenfliutrn Schlachten gewinnen konnten. — Sehen Sie diesen Stoß Akten — und noch »wkiinal soviel habe ich zu Hause —, diese alle enthalten f» viele Beweise jüdischer Ränke und Infamien, denen unser §mic» Reich» best« wir alle. Bürger, Handwerker, Geistlich«, Landwirte, Beamte, alle, ja alle preisgegeben find. Mit Müh« habe ich alle diese Beweisstücke zusammengetragen, mit dem grüßten Kosten- und Zeitaufwand, ja mitunter konnte ich nur auf Wegen, die, offen gestanden, etwa« von der geraden Linie abweichen, zu diesem unschätzbaren Material gelangen. De» geehrt« Herr Borsttzeadehatda» trefflich« Bild von der Spinne, bi« die Flieg« in ihr Retz verstrickt, gebraucht, fürwahr wa« stab wir Hunderte Millionen Theisten gegen die Juden, die Beherrscher de» Kapital» vom arktischen bi« zmu antarktischen Polarmeer? Fliegen, nicht» al« Fliegen! Und wenn ich Ihnen all diese Aktenstücke verlesen künnte — (Heiterkeit), dann würden Ihnen vor Entsetzen die Augen aus den Höhlen treten, wenn Sie sähen, wie diese jüdische Spinne von Jerusalem und Pari» au« ihre Fäden zieht, um un» zu umgarnen und unser Blut, da» ihnen immer so wohl geschmeckt hat, au»zusangen. — Unterirdisch legen sie ihre Minen, um voa ihrer verfluchten Alliance iSrorlite, der leibliche» Großmutter de» Teufels (Heiterkeit,, geleitet, ganz Deutschland in die Luft zu sprengen Schon ist unser ganzer heiliger Boden durchwühlt! hört ihr. wie e» drinnen wie in einem Lesuv kocht, und donnert und rollt? Und wer bürgt un» dafür, daß in dem Saale, wo wir jetzt friedlich versammelt sind, um ein gute», antise« - mitische» Werk vorzubereiten, fich nicht plötzlich unter uns der Boden aufthut, Judengefichter mit Schmchtlocken un» «ntgegengrinsen uni, un» mit Briar«u»armen in die Versenkung, in einem Abgrund ziehen, wie den Korah und seine Rotte, teft - meine, wie bie ehrlichen Bürger weiland in Herkulanum und 7"Pompeji? (R,le: «ravo» 'Und nun lassen sie mich auf diese» kostbare Material, welche« «ch bier auf den Präfibententisch gelegt habe, zurücktommen. Lasten Sie mich, meine Herren an» diesen unzähligen Akten auf» geradewohl ein Stück herau»- greifen; ei» jede» weist eine jüdisch« Schandthat auf. Lasten Sie mich Ihne» zunächst eine der merkwürdigsten Enthüllungen mache», hie fie je gehürt und die höchst interessante Streiflichter werfen avf die sogenagnten -jüdischen Wohlthäter. bie bie Welt in Erstaunen setzen. Unserer antisemitischen Preffe könnte man fast den Borwurf machen und fie mit scheiubareu Rechte der Parteilichkeit zeihen, daß fie bie großen Thaten; de» Baron v. Hirsch, de» zukünftigen König» der La. Plata» Stauten, ganz rodtschweigt. Mir selber, ich muß e» gestehen. ‘ habe» dies« beinah« fabelhast klingenden Spenden fast zu imponire» augefanzen. Wa», frag ich »ich. soll e» den» wirklich eine» so selteuen Mann geben, zu solchen Opfern fähig, fähig so »iet gute» mit volleu Händen aubznstreuea? Ein so milde», aafopferuvgSoolle» Herz besitzt ja nicht einmal Uuseretn», nicht einmal der beste Antisemit, und eia Jade, eia Jude wäre mir im Stande, so unglaublich« Wohlthaten zu verüben, wie sie bie Weltgeschichte kaum kennt? Der Manu wäre ja. wenn alle» wahr sein sollte, gradezu ein Phänomen, eia Engel in Menschengestalt? Da muß etwe« dahinter stecken, sagte ich mir ln meinem nur allzu begreiflichen Skeptizismus. Schlägel, dir liegt e» ob. der Sache anf bie Spur zu kommen und einem jüdischen Scheinheiligen, denn mit einem solchen haben wir e» gewiß zu thun, zu entlarven. Ein richtiger Instinkt trieb mich bei meinen nunmehr allgestellten Nachforschungen an, meine Hauptaufmerksamkeil auf Rußland zu richten. Durch einen Schreiber im Petersburger Ministerium des Innern, den ich für meine Zwecke zu gewinnen wußte, gelang es mir denn auch, Abschriften höchst wichtiger Akten heranszubekommen, die mir nun, wie ich richtig ahnte, den Schlüssel zu diesem Geheimniffe in die Hand spielten. Und derRedacteur der .Wahrheit", meine Herren, kam hinter die Wahrheit, und tsraufen erfüllte ihn, als er da« verschleierte Bild zn Sai» enthüllt sah! Der Sachverhalt ist nun überau» klar und einfach, und ich rechrne es mir al» besonderes Verdienst an, diesen jüdischen Baron und besten so hoch gepriesene Freigebigkeit in ihrem wahren Lichte zeigen zu können. Hört und staunt: Die Geschichte hat ein ganz merkwürdige» Borspiel. Der genannte Baron hat noch vor Jahren, die Verlegenheiten der argentinischen Repiblik benützend, mehr al» bie Hälfte von allem Grund und Boden am Silberstrome um einen Spottprei» erstand». Natürlich war es ein brilliantes Geschäft, daß der reich« Jade machte. Frohlockend rieb er sich die Hände, studirte jetzt au» Dankbarkeit den Talmud, auS dem die Juden ihre Inspirationen zu den Geschäften schöpfen, noch fleißiger al» sonst, und ging nun mit keine« geringeren Gedanken um, al» sich bei der erst besten Gelegenheit zum Kaiser von Argentinien proklamiren zu lasten. (Rufe: Hz«, hört! merkwürdig!) Allein, bie Rechnung harte einen kleinen Fehler. Sein weitsehender Blick übersah blo», daß, um so ungeheuer groß« Ländereien zu bebauen, auch eine ungeheuer große Anzahl Arbeitskräfte erforderlich sei. Nun find aber die dortigen, au» Spanien herübergekommenen Einwohner von Natur sehr träge, gar nicht fo arbeit«liebend, wie wir Antisemiten, anderseit« erwiesea sie fich wieder al» höchst anständig, indem fie sich weigerten, bei einem Juden, und wenn e. auch ein Baron ist, in Arbeit zu gehen. Denken Sie fich nun, meine Herren, die Verzweiflung de» zukünftigen Beherrscher» von Argentinien! Fast fühlte man sich versucht, Mitleid mit ihm zu empfinden. Alle» Geld hatte er dort bereit» hineingesteckt, seine Kaffe, selbst seine Tasche war vollständig leer und, wenn ich meinem Gewährsmann auch die» noch glauben dari. die Frau Baronin erklärte ihrem Manne, fie habe buchstäblich nicht», um nur eia Mittagseffea zu kochen. (»elSchtee.) Ja, lachen Sie nur, meine Herren, so wa» kann schon in den besten Familien Vorkommen. Den Boden konnte er doch nicht nach Paris mitnehmen. um ihn au der Börse zu verklopfeo. Der Ruin war da. Ein Jude braucht aber nur einen glücklichen Gedanken zu haben, und Kieselstein« verwandeln fich bei ihm in Goldmillionen. Und der Gott de» Talmud'» gab ihm einen solchen ein. Zu derselben Zeit befand sich nämlich die russt- -sch« Regierung in großer Geldverlegenheit, was bei allen Re» gieruugen, und zuweilen auch bei un« vorkommt. (Heiterkeit.) Da» Bündniß mit unserem Erbfeind, dem verjudeten Frankreich, und die unaufhörlichm Rüstungen verschlangen eine Million nach der anderen, eine Milliarde nach der auderen, und da» um so mehr, al» die Regierung fich nur jüdischer Lieferanten bediente, («us«: wie bei un»t£»vel) die für ein g«. lieferte» Gewehr fich gleich Hundert quittiren ließen. — Ezar Alexander stand als» ebenfalls hart vor dem Bankerot.