Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 21 (25.5.1894)
- Date
- 1894-05-25
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Lehr« Lohn-LaudeShut. ,. Finkel-Vretlau a. V. Robb. De. Freund-Lzarnikau. ״ Dr. Fried»arm-Lublmitz. Lehrer SlückSmann-Eonftadt. ״ SStz-Lber-Älogim. ״ Bradenwitz-Breslau. ״ SrL nfeld-Schwersenz. Rabb. Tr. Suttmaun-Breslau. Lehrer Louis-Hamburger-Brerl. Hauptlehrer Herbst-Liffa. Lehrer Zacobsohn-BIciwitz. ״ Josevhsohn-Rakmitz. " Dr. Königsbcrger-Breslau. Lehrer Ikrolik-Eosel. ״ Löwenstein-Neustadt O.-S. ״ Löwcnthal »Gr.»8 artenbg. Tr. LouiS Neustadl-Breslau. Lehrer Perlt-LarlSruh, Puldennann-Waldenburg. Rabb. Dr. Roseutbal-Breslau ״ Dr. Rosenthal»R»gase». Dr- Samter-Breslau. em. Lehrer Sauder-Zabrzc. Lehrer a. D. Lchampanier-BreSl. ״ Schloß-Pr^Holland. ״ Singer-Larnowitz. ״ Tmtner-Vunzlau. ,, Trantlateur-Lublinitz. Trantlatenr-TarlSrnh. Rabb. Dr. Wrefchner-Saoiter. Theodor OschinSki-Bretlau alt Delegirter des D.-I. B.-B. und die Fräulein Krakauer u. Roth aut vretlau u. Zabrze. Nach vorangegangener Brrathung d:S Vorstandes der Vereins - Uaterstützungskassr , deren Kapitalfonds die Höhe von 31165 Mark erreicht hat. Erstattung de- Kassenberichts und Wiederwahl deS bisherigen Vorstandes begann um II llhr Vormittags die 16. Hauptversammlung des Vereins Israel. Lehrer in Schlesien und Posen. Der Vorsitzende Herr Dr. Samuelsohn begrüßt die Anwesenden, giebt seine Freude über das zablreiche Erscheinen zu erkennen und eine Uebersicht über die BereinSverhältnisse. Leider hat der Verein drei Mitglieder Mitglieder durch Leu Tod verloren, die Versammlung ehrt deren Andenken durch Erheben von den Sitzplätzen. Es sind neu zugetreien 8 Mitglieder, so daß dir Zahl derselben sich jetzt au> 128 beläuft. Hauptlehrer Herr Herbst-Lifsa crthrilt hierauf den Kassenbericht, nach welchem die Einnahmen einschließlich eines kleinen Bestandes aus dem Vorjahre 88 65 Mk.. die Ausgaben 8555 Mk. betragen haben, so daß für'S Jahr 1894 ein Bestand von 310 Mk. verbleibt. Vor der nun folgendenVorstandswahlbittetHerdst die Versammlung, zum Schriftführer ein anderes Mitglied und zwar ein in Breslau wohnendes zu wählen. Er könne eine elwaige Wiederwahl nicht annehmen, da ihm, wie dem Vorsitzenden, die Geschäftsführung zu sehr erschwert sei. weil sie nicht in einem Orte wohnen. Für dieses Amt recht geeignet wird von einer Seite Herr Dr. Samter- Breslau, von anderer Seite Herr Dr. Louis Neustadt- Breslau vorgeschlagen. Zum Vorsitzenden wird der bisherige Herr Dr. Samurlsohn. zum Beisitzer an Stelle des Herrn Dr. Cohn, dem seine Angelegenheiten nur selten die Anwesenheit in den Versammlungen gestatten, der bisherige Schriftführer Hauptlehrer Herbst - Lifsa durch Zuruf, zum Schriftführer (durch Zettelwahl) Dr. Samter gewählt. Herbst - Lissa schlägt hierauf im Aus istusse an den gegebenen Kassenbericht, in welchem er gezeigt hat, daß die hauptsächlichsten Unkosten durch de» Druck der Einladung« und Protokolle, sowie das Porto für die Versendung ver Druckschriften entsteht, vor, daß die Einladungen sowohl wie die Protokolle nur in den jüdischen Zeitschriften abgedruckt werden möchten. Er sei überzeugt, daß die Redactionen dieser Blätter, von denen doch jedes Mitglied des Vereins mrudesteus eins lesen müsie, diese Vereinsnachrichten gern und kostenlos aufnehmen würden; vom ,Jeschurun" und ver ״Israel. Wochenschrift" sei dem Berein schon wiederholt solch freundliches Entgegenkommen bewiesen worden. — Hierzu werden die verschiedenartigsten Vorschläge von den Herren Prof. Dr. Bcdt, Tintner. Dr. Dr. L. Neustadt, Wreschnrr. Guttmann und Rosenthal gemacht. Die Versammlung spricht sich schließlich dahin aus, daß wie bisher Einzetabdrucke stattfiuden sollen, dem Vorstände aber der Modus der Ausführung zu überlassen se-. Gelegentlich dieser Debatte erwähnt Dr. Wreschner- Samter, daß er im vorigen Jahre uicht verstanden worden sei. Wir lassen daher hier den Wortlaut der aus der vor- S jährig« Hauptversammlung angenommen« Resolution? folgen: ,Zu religiöser Vorbildung der schulpflichtigen ° jüdischen Jugend erachten wir einen wöchentlichen Unterricht ׳ im Hebräischen von etwa 4 Stunden für unerläßlich, damft f das Heranwachsende Geschlecht mit Berständuiß am öffent-; lichen und häuslichen Gottesdienst theilnehmeo könne." t Zur Beralhung deS ,Entwurfs der Statuten für d« D.-J. Lehrerbund" hatte sich Herr A. Lrvin-Tilstt erbot«, ein Referat zu halten. Er war aber, wie er gestern telegraphisch meldete, am Erscheinen verhindert. (Außer diesem Herrn haben ihr Nichterscheinen entschuldigt die Herren: Dr. Cohn-Kattowitz, Lewin-Rosenberg O.S., Cohn-Lisia und Blumenfeld-Schweidmtz) Der Vorsitzende eröffnet die Generaldebatte. Bern har d-Tarnowitz nimmt das Wort und meint, die Vorsraoe sei noch zu lösen, ob wir gewillt seien, einem D.-J. L.-B. leizutreten. Hierauf wird erwidert, daß hierüt.r bereits auf der vorjährigen Versammlung im bejahenden Sinne beschlossen worden sei. Dr. Braun-BreSlau bedauert den Mangel einer gedruckten Vorlage, er könne sich einen rechten Erfolg von dieser Beratung nicht versprechen. So sei die Bersamm-, lung in der Nothlage, die Vorlage en dloe anzunehm« oder zu verwerfen. Er schlage aber vor. die Beratung zu vertagen, den Entwurf drucken zu laffrn, eine Kommission zu wählen, welche dann der nächstjährig« Versammlung Vorschläge machen solle. Da wir in der angenehmen Lage uns befinden, über einen stattlichen Fonds der UnterstützungstützungSkafse zu verfügen, andererseits auck, den einzelnen Mitgliedern durch d« Bund materielle Opfer auserlegt werden, so bedürfe die Angelrgenheit einer sorgfältigen Prüfung. — Eine besonders erregte Debatte eutspinat sich, da nicht nur der hanaöversche Entwurf, sondern auch der letzthin in der Allg. Ztg. d. JudenthumS veröffentlichte Beck er'sche Entwurf verlesen worden war, über die Frage, ob ein Verband der BolkSschullehrer oder aller! jüdischen Lehrer gegründet werden solle. Der Becker'sche Entwurf,' durch welchen eine sehr große Anzahl (ReligionS-)Lcher ausgeschlossen würde, wird allgemein verworfen und dem hannöverschen der Vorzug gegeben. Eine Koolmission soll diesen Entwurf berat« und der nächstjährig« Versammlung Bericht erstatten. Die Kommision soll sich zusammeasetz« aus den Vorstandsmitgliedern des Breslauer- Vereins für Schlesien und Posen und den deidm anderen in diesen Provinzen vorhandenen jüdischen Lehrrrvereiaea, nämlich i» Oberschtesien und den Ostprovinzrn. Falls die Del«- girrieuversammlung aber in diesem Sommer noch einderus« werden und stattfinden sollte, so werd« die Kommission»- Mitglieder ermächtigt, dieser Versammlung deizuwohnrn und nach der heute gegeben« Direktive zu beschließen. Als Ergebniß der sehr lebhaft geführten Debatte resümiren wir: Die Versammlung beschließt einstimmig: 1. Sämmtliche jüdische Lehrer, also auch die Religion»- lehrer, welche eine Staatsprüfung nicht bestanden haben, soll« für den D.-J. L-B. aufnahmeberechtigt sein. 2. Dem Herrn Blumen selb-Adelebsen ist mitzuteilen, daß die hcutige Versammlung wegen Mangels genügender Information nicht imstande war, heute bindende Beschlüsse zu fassen; deshalb möchte der Delegirreatag erst im nächsten Jahre e.nbemsen werden. S. Die Kommission zur Beratung des Entwurfs setzt sich aus dm Vorständen der 3 jüdischen Lehrrrvereine in den Provinzen Schlesien und Posen zusammen. Inzwischen ist es 1 Uhr geword« and da dir Temperatur eine ziemlich Hobe war, schlägt Dr. Guttmann vor, dir Berathungen bi» 4 Uhr Nachm, za vertag«. Dem wird von Herbst widersprach«. Er befürchtet, nur sehr Wenige hier wiederzusehen, ist für Forts<tzung der Berhandlnug«. eot. für iwu Eintritt einer halbstündig« Paus«. Doktor Kl atiz , ז. _ . _