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Israelitische Wochenschrift · 1894-04-13 · 15 (13.4.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
15 (13.4.1894)
Date
1894-04-13
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Die'Briefe, die Maybaa« nn» 'hier bietet, habe» zu«P großen, inner« Werth; sie sind wesentlich geschäft- Rat«. Aber sie haben einen großen kulturhistorische» h. Zunz erleidet auch bei dieser intimen Kenntniß er Jahrzehente de- Elend- und defruchtlosen materiellen en» keine Einbuße an seiner Ehre; er wird nicht uuahr» und wenn er von seinen Verdiensten redet, so geschieht 'ohne Ueberhebung.. Aberfür die Berliner Gemeinde und sö manche andere Kreise dedamaligen deutsch. Judentumist baum'S Bericht ״ein Monument von jener Zeiten Schande/ B. R. . Vriefe Aber Erziehung und Unterricht. 8»» kemlnarlehrer fl. I r t bl, > ' ־ VI *שויתי ח «1נגדי תסיר . י 6abe ich twmci de» CtoiqrH vor fluten. Ec steht mir bei, ich kann nicht wanken. .... (Ps. 16. 8. S.) Verschiedene Siddur-Au-gaben tragen diesen Psalmspruch I» Vor- und lleberschrjft vor der Gebetordnttng zur Mahnung, soll der erste Morgengedanke sein und unserm Denken und »finden, unserm Tagewerke voranleuchten: er ist der kotego- Me Imperativ zu unserm Handeln :für uns selbst und im de mit unser« Nebeumenfchen. Bon ihm soll daher auch vor llem der. ResigionSuntcrricht getragen sein, auf daß sein Inhalt Herz und Geist de» Schüler» wie de» Lehrer». — Möchten > im Geiste diese» Satze» alle wiederfinden und vereinigen, die zfen find über Religion zu sprechen und zu schreiben nud zu rcn, auch alle, welche auf Gestaltung de» Gottesdienst»» und Schule mitzuraten und mitznreden die Aufgabe haben, oder üben, dazu berechtigt und befähigt zu sein, — glauben, fich die Lehrer und Verbreiter der Lehre in Israel mischen zu düsen. -- gleichviel. Nach welcher Richtung freie Bahn gemacht iwerden soll- Obige vier Worte müssen aber Abficht. - Bahn und vorschreiben.׳ Ueber Methode, Lehrstoff und Lehrmittel für den Unterricht tzer Biblischen Geschichte, de» systematischen Religionsunter» __ e» und de» Hebräischen ist soviel Tresstiche» au» der Lehrer- ^Wgll und d«1 Rabbtnerkreiseo geleistet und veröffentlicht worden. aß «in Eingehen auf diese Dinge als Wiederholung überstüsstg Ist. Der Unterrichk-ta den beiden ersten DiSctplinen kann vorerst «st einigen Bemerkungen ausgeschieden werden. - Kein Unterrichtsfach dient beffer der gemeinschastllchen Be» gyng aller Abteilungen einklasfiger Schulen als der Uutcht in der Biblischen Beschichte, nur muh jeder Abteilung mstellung und Maß de» Stoffe» angepaßt «erden- In den 'unteren Stufen find ttocken« Nutzanwendungen, ist da» Moral isehr schlecht angebracht, diese verwischen uud ertödte« den druck, den die schlichte.Erzählung ans da», kindlich« Gemüt acht hak Reflexionen zerfasern den au» fich sxlbft ansprechen- Stoff und nehmen ihm LebeuSfrische und Leben-Wärme, tchwie die Farbenpracht de» Schmetterling» in sder Hand de»' Rstdben verblaßt, der ihn in seinem Kästen festspießen will- - : den höheren Stufen ist allerdings nach der Erzählung auf ukkd Bekenntnirsätze» die im Gebetbuch« und im Pentateuch onrmen find, hinzuweisen; dke Sähe erhallen au» der Er» _ ihre bestätigende Beweiskraft wid diese durch jene ihre re Bedeutung, fie wird vergeistigt. Der systematische, -stofflich streng »rgliederte Rttigiou»unterist de» obere« Stusyi Vorbehalte«, und.et findet feine Zu» affuug iw Lonfirmandenunterrscht. von jse» Resultaten infeierlichem Akte an geweihter Stelle Zeug- «ij abgelegt wkd. -Hier wallet der Mann seine« Stute«, der tt« H«r Gemeinde lehrt und.berufen ist.' i« Würde und Weih« de« Akte eine Bedeutung zu gebe«, die de« Sprössling J»rael» ganz «in- «nd hianimmt und ihn daher in den Stürme» auf feine» Lebensweg« nicht verläßt. — Entbehrt der KonfirmäNdemmterrtcht zu seiner Grundlage der übrigen »um ReligionSnutrrricht gehörenden Fächer, dann ist der All nicht viel mehr, al» tto Schaugericht und der Spiritu» verflachtet fich um so viel schneller, je mehr die Eitelkeit durch äußerliche» Gepränge und durch kostbare Geschenke Nahrung erhält. Der Konfirmand soll au» der feierlich«» Handlung mit dem Segen der Eltern und dem de» ReligiottSlehrer» da» Bewußtsein von dem unerschütterlichen Bekenntniffe mitnehmen, dessen freudige Brthätigung tu Wort und That ausgedrückt ist in den zwei Worten: 3רי -גני;! »Ich bin ein Hebräer!" Diose» Bekenntniß bestimmt folgerichtig den Unterricht im Hebräischen als den Hauptfattor zur Erregung und Belebung de» Interesse» für den Religionsunterricht überhaupt. — Der Erfolg eine» jeden UnterrichterrichteS hängt aber von dem Interesse ab, den der Schüler ihm entgegenbringt Daher ist die erste Bedingung abhängig von dem Werte, den das — Hau», die Eltern, ihm beilegen, zweitens von der Würde und Weise, mit welchen der Lehrer ihn leitet und einkleidet. Wenn aber das Hau» nicht mit baut und religiös erbaut, dann ist de» Lehrers Mühe der besten Stütze beraubt. — dem Worte der Schule fehlt das wirksame Beispiel am Orte der That: — was im Haust gar al» Last erscheint, da» kann dem Kinde keine Lust erwecken: die Bürde ttägt e» verdrossen und wirft fie je eher je lieber ab und vergißt fie. Und doch ist fie nicht schwer: denn der Liebe wird jede» Opfer zur innigeo Be» ftiediguug und Freude: ״ihre Weg« sind die Wege des Angenehmcu und all' ihre Made die Pfade de» Friedens׳. — Der Unterricht im Hebräischen kann und soll erst deginnen, wenn der Schüler so ziemlich mechanisch flüssig deutsch lesen kann, etwa mit dem Beginn de» zweiten Schuljahres. Zwar ttitt etwa« Fremdarttge« an da« Kind heran. Aber reizt und schärft nicht da» Fremdartige die Aufmerksamkeit de» Kinde»? Und waren dir schwarzen Zeichen de» Deutschen dem Schüler nicht auch fremd? und hatte es anfangs eine Ahnung davon, welche Bewandniß e» mit den auSgestoßenen Lauten hat? — Die Laut- »eichen find schnell aufgefaßr: da» Aehnliche muß der scharfen Unterscheidung wegen zusamoiengestellt. werden. Die lautliche Verbindung der Vokale mit den Konsonanten erfolgt im Hebräischen leichter und schneller al» im Deutschen: da» Kind faßt fie, über oder unter den letzteren stehend, einheitlich im LautauSdrucke auf- — Die untere Stufe des Lehrer» hat in der Hauptsache nur die Fettigkeit zu erzielen, und wie zu allen mechanischen Fettigketten müssen die Uebungen rasch aufeinander folgen. Biele» verstand» übende Experimentieren ist störend und Zeitverlust, e» ist und bleibt pädagogisch richtig: ,Nicht durch- und netze neinander, sontern nacheinander! — Wir können un» daher nicht für einen kürzlich in einem Blatte gebrachten Srttkel »über die Fibel" erwäroren, worin empfohlen wird, dem Schüler, sobald er-um Lesen kleiner Sätze übergeht, in jedem Satze je ein Wott übersetzen zu lassen. Da» Kind soll so etwas zu denken bekommen:aber so ein einzelnes, frühzeitiges Wort ist dem Kinde — nichtssagend. Analog hat der sel. Hecht eiuen .Versuch, da» Hebräische durch deutsche Wbtter zu erlernen" (deutsche Wörter mit Hebräischen Buchstaben) herauSgegeben. Da» Büchlein hat iudrß wenig Auklang gefunden — Erfahrung-mäßig haben Schüler in »—8 Wochen die Laute zu Wörtern vnd diese zu kleinen Sätzen lauttich (aneinander reihend) flüssig abzulesen gelernt. Wie btt Allem, wobtt mechanische Fertigkeit zu er-ielea, —. ist -Lhe auf Lorrekthttt und Flüssigkeit zu halten'(«an denke an den Klovierschüler) — und daher muß es der Lehrer am Borlesen nicht fehle» lassen. Derselbe Satz oder Absatz muß fo oft wiederholt werden, bi» er ״im Mu»de geläufig ist." und Sätze von besonderer Bedeutung sollte« mit Druckt»» geltte« »erde«, damit fie fich ttnprägeu. Sind vier bi» fünf Seiten kleiner Lehrstücke durchgenommen, so ist «tt de« angettgueten Stoffe, dessen Wortbllder ja oft wieder kehren, da» vollständig hinreichende Rüstzeug »um Uebergaag« in da» Lesebuch gewonnen. Da» Lesebuch-soll die T ephilld sein, uud die beste ist die mtp ״San vom Herautgeber diese» Blatte». An HüllSmtttelu ist viele», und manche» Treffliche darumrr.

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