Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 5 (2.2.1894)
- Date
- 1894-02-02
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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rgaogcn, weshalb auch sehr verdiente Aerzte, die fich in den pitälern während der Epidemie«« und auch al« Armen- «»gezeichnet hatten, bei der Neujahräorden-verteilung «»»gingen. Da der Eintritt in den Orden der Ehren- »n von dem religibsen Bekenntnisse unabhängig ist, so hat von Raynal eingeschlagen» Maßregel überrascht, aber immerist diese UnparteÜigkeit auerkennungSwert. SRllatt. H»U»SN. Der ZionSschwindel hat auch in England Einzug gehalten. Mehr als 1500 Personen wohnte der Synagoge zu Manchester dem Bortrage de« Oberstant« Goldsmid bei; Obberrabbiner Adler, Profeffor Marks, Prediger der Reform, der Oberrabbiner v. Frankreich, cKahn, u. Oberrabb. Dr. Gaster wurden zu Ehrenmitgliedern Bereinigung der Maccabäer" gewählt. Oberrabbiner Gaster hat die ihm zugedachte Ehre — ab gelehnt. »Jrw. Ehronicle" bringt in seiner Stummer von 22 Dez. : Studie über da« jüdische Element in der englischen Armee, erst« Offizier-patent wurde 1803 dem Josua Montefiore, Onkel Sir Mose» Montefiore, durch Georg III. gegeben; nach kamen drei Francs, von welchen einer der Begleiter Freund Washington'« vor; dann kommen Mitglieder aus Her Familie Nguilar, Limene» und Goldsmid, einem Mitglied Familie wurde da« Pferd nnter dem Leibe in der acht von Waterloo getödet iin Januar.' Obgleich die Regierung schon Jahresfrist eine Weisung an die DistriktSpräfekten in Sinne gerichtet hat, daß auf solche Personen, welche Militärpflicht im rumänischen Heere nachgrkommen sind, für Fremde vorgesehenen Beschränkungen de« Aufenthalt«- >1« in den Landgemeinden keine Anwendung haben, sind j seitdem soviel Klagen eingelaufen, daß diese ministeri- Ordre den einheimischen, aber nicht naturalisierten Juden über nicht berücksichtigt werde. Um nun der schreienden «htigkeit abzuhelfen, welche darin besteht, daß man alle einheimischen Israeliten zum Militärdienst herbeisie aber nach zurückgelegter Dienstzeit doch wieder als lose Fremde behandelt, hat der hiesige Verein einhei- Jrraeliten kürzlich dem Könige ein Memoranduin ichkn lassen, in welchem derselbe in seiner Eigenschaft oberster Krieg-Herr ersucht wird, ferne wohlwollende nerksamkeit der sowohl in politischer, wie in moralischer ehung unhaltbaren Lage zuzuwenden» in welcher fich die Fremde behandelten Reservisten jüdischen Glauben« be- Der König empfing die Deputation sehr freundlich j auf seine Einwirkung ist wohl auch ein jüngst erschienener, 'die Fremden in den Landgemeinden bezüglicher Erlaß terims de« Innern au die DistriktSpräfekten zurück In diesem Erlafle werde» nämlich jene Kaievon Fremden speziell angeführt welchen der Aufentin den Landgemeinden Rumäniens nicht verweigert werden Es sind das zunächst fremde Gutspächter und deren ges Hilfspersonal sowie landwirtschaftliche Hilfsarbeiter deren Familie für die ganz« Dauer ihre» Arbmts^ikNgage- Hierher gehören aber nach einem besonderen Hindes ministeriellen Zirkular« auch alle Fremde«, welche rumtnischen Heere Militärdienste geleistet habe«. Es doch nur billig und gerecht, wenn man den außerhalb rieu» kein Vaterland besitzenden einheimischen Juden, fie einmal chrer Militärpflicht im Lande Genügt habe», das rumänische Bürgerrecht zugtstrhen würde. este «ch vermischte Nachrichte«. LS! Januar. £ ״w l wurde». — minar zählt zur Zeit 42 Hörer und bat auch während de« abgelaufenen Jahre« viele Zeichen de» Vertrauen» von Gemeinden und Privaten, sei e« durch Berufung der an dieser Anstalt au»- gebildeten Rabbiner in« Amt. sei e« durch Stiftung von Stipendie» und Zuwendung von Büchern und Beiträgen zu« Unterstützungsverein Liwjath Ehen, erhalten. Dem Jahresbericht geht eine wiffenschaftliche Abhandlung de« Herrn Dr. R o s i n (über die gottesdienstliche Porste des Abraham ibn ESra) voran. )Berlin. In der israelitischen Bolksküche (Kloster - Straße 9») find rm Jahre 1883 567771 Mittag- und Abendvortioncn auSgegeben worden gegen 571243 im Jahre 1892- Währead im Jahre 1891 noch 10669 Besucher Mittagessen 4 25 Pf. entnahmen, ftt die Zahl aus 2004 zurückgegangen- Im Jahre 1892 aßen 104894 Personen Porttonen zu 10 Pf.. 1898 stieg diese . Vherdoef-Vopftngen, (Württemberg). Hier verschiea plätzlich am 15׳ d. M. der sehr angesehene Großindustrielle nnd Gemeinterat M- M. Weil in Folge eine» Herzschlages im blühendsten ManneSaltcr, nachdem er erst vor ca. 2 Jahren die stlberne Hochzett feierte. Der Verstorbene war auchMitglied der Heidenheimer Handelskammer und überhaupt ein Mann von hoher Intelligenz und unentwegter Freund de« politischen und religiösen Fortschritts. Als solcher war er fast der Einzige in der Gemeinde. der sich für die Reform-Ideen des hiesigen Rabbiner« begeistert, welche nunmehr noch weniger Aussicht haben auf Reallsirrung. Die Familie Weil stammt mütterlicherseits von dem bekannten Oberdörfer Rabbiner Mose» Frankfurter (Vorgänger de« als Talmudgelehner mir Recht berühmten Rabbi Gabriel Adler — Bruders de» verstorbenen Londoner Rabbiner», dessen Sohn von Mergentheim al» Prediger nach Hamburg kam und dort segensreich wirke. — Ehre seinem Andenken! Müftlftause« i. G. Bei dem Tode der Frau Laub, der Gemahlin de« Präsidentende» Konsistorium« für Oberelsaß. hat die Familie folgende Legate gemacht: dem Armenoerein 200(1 Fr^ den Schwestern in Niederbronn 2 500, dem Asylhause 1000, dem iSr. HoSpitale 10000, der israelitischen Handwerkschule 0000, der PenfionSkaffe der jüdischen Kultu»beamten5000, an 60 arme Familien in Mühlhausen *00 Fr. und 4000 Fr an 200 Fämilien 4 30 Fr. in der Umgegend von Mühlhausen. Gneis. Die hiesigen :üdischen Blätter bringen sehr warme Nachrufe über Adolph Jellinek, der Univer« i»r. schließt mit den Worten, »es giebt Menschen, denen man Nachfolgen, aber die man nicht ersetzen kann." Gneis. Anläßlich des TodcS Waddington'S. de» frühem ftanzäfisch« Ministers, erinnern die hiesigen Blatter au seine Teilnahme an dem Berliner Kongresse, daß auf seine Lcranlavung die bürgerliche Gleichstellung der Israeliten in den Donaulander in die Schlußakte de» Kongrrfle» eingeschrieben wurd«. 819m• Im italienischen Parlamente hat der dreizehnte Mische Abgeordnete, ein junger Advokat, Sng, Pavia, seinen Einzug gehalten. Snnftnn. Sine Menge arbeitsloser Inden begab sich am Dienstag in dir große Synagoge im Ostende London» und werlangte, mit dem Oberrabviner Dr. Adler zu sprechen. Vorstellungen nutzen nicht». Die Leute erkkärten, sie wurden bleiben, bi» sie Ardein oder Brot bekommen hätten Endlich wurde zdie Poljze herbeigeholt. Erst al» diese von ihren Knüppeln gemacht hatte, gelang c«. die Demonstranten au» der Synagoge zu entfernen. Dieselben schrieen auch noch vor der Synagoge, daß man ihnen entweder Arbeit oder Brot geben solle und erkarten. sie würden ihre Kundgebung wiederholen. (Sie haben Wort gehalten und diese Woche nochmals demonstriert, aber als die Polizei kam, nahmen sie rasch Reißau».) -—-— ,-jr tuQMUtacn ltterartschen Jahrbuch sw«,. h«aorgege.br» von Herrn N Sokolow, ist der sechste ühzeittae Tod Adolph L- Yorker Stadtschulrat», hat seu au« unserer Mitte ge- " iltung der Kies. Stadt Onefninn■ «on dem sehr tu! —j »ת*0י, hvcaoSgegebr» 1 Jahrgang soeben erschienen- 9ttm*Q0tt, 15■ Januar. Der Sänger'», de»Präsidenten dr» Neweinen hervorragenden ÄlaubenSgeno riflen. Säuger war nicht nur id der_ _ ein namhafter Faktor, sondern hiett auch treu zum Judentum, dessen Interessen er durch leine hervorragende Stellung im jüdischen Gemeindennd BerestiSleben er »ach Kräften förderte. Daß am T»de»tagr eine» Inden olle Schulen gesperrt blieben, deweist, wie nützlich derJude demGemeinwesen werden kau», wenn mau seiner Entwicklnng Spielraum gewährt. Adolph Sänger war rin geborener Amerikaner, aber trotz«« est»-eifriger Verfechter de» dvttst^o SvxaLa»t«etcht« in de» Schaln». in Amerika geborener Sohn jüdische: Eltern vertritt dir Ingressen der DenttchhmsM, ist die» nicht ÄnkLeftton für btt devtsche» Auttsemiteal