Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1893
- Issue
- 51 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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— 201 — 4kkriH kouute ihnen, ohne gesehen zu nicht »erden weiter "folgen. Doch btobachtete er genau. Und al» er sah, daß ü« ly?’ in der Rühe der Hütten anhielte», NM, wft e» schien. V» >«' f rathen, und sich dann zur Umkehr »endeten, »erließ «ich -Dadrtel seinen Beob«cht«ug»posten nnd eilte so schnell wie «»glich »u seine« Pferd« zurück, damit «» nicht zufällig »on den Rückkehr enden entdeckt würde. Scho» von Weitem Hütte -er da» ungeduldige Scharren und Wiehern de« Lhiere» und trachtete selbige« lobzubind«, damit «» nicht zum BerrLtI»er «erde. Einen großen Vogen nach recht» deschreibeud, gelaugte er «it seinem Pferd« bald tiefer in den Wald htuetu, und denn sich «ach MSglichkett die Richtnng bestimmend, in der er glaubte, die Hütten gesehen zn habe», ritt er »orfichttg weiter -und gar bald gelaugte er zu denselben. Doch bildeten dese nicht, w;e er Anfang» glaubte, de» Beginn eine« Orte», sondern standen ganz einsam auf dem Feld«. E» waren «ine Scheune und mehrere Seräthehütten nnd sonst» so weit Im» Auge reichte, konnte man keine menschliche Snsiedlung erblicke»." „Thut nicht»," sagte Gabriel, »so bi« ich denn ganz ruf «ich allein angewiesen. Wer weiß, vielleicht ist'» so bess,r." Schon wahrend de» Hierherreitea» hatte er fich einen Plan zurecht gemacht, der ebe» durch sei« große Einfachheit, vielleicht di« grüßte MSglichkett de» Gelingen» bot, und sofort ging er 4i'l Werk. Er umging jede der drei dortstehenden, morschen h<llb- ^'zerfallenen Hütten nnd lüste mit leichter Rühe von dem rück» •k wirtigeu Teile mit seinem Schwert« ein Brett lo», welchti er jedoch sofort tu die richtige Lage brachte, so zwar, daß man selbige» leicht besetttgeu konnte, ohne daß man früher daraus aufmerksam wurde. Damit fertig, uahm er da» Pferd am Zügel und mt» S. ferute fich etwa hundert Schritte weit von diesem Platze, woselbst er fich mtt de» Tier« hinter ein Gebüsch legte, von wo -au» er, ohne gesehen zn werde», alle» geuan beobachten kointe. T» danrrte auch nicht lange, al» di« Rüuner wieder am -Saume de» Walde« auftauchtrn. Rüherkommend konnte jetzt -Gabriel ganz genau die beiden Mädchen sehen, wie sie um» .geben von de» Söldnern dahiuschritten. Adner« ging mit einem der Müuuer sch«ller vorau». um für di« beide,, befangene» die ficherstr Unterkunft zu bestimmen. ... „Warn» habt Ihr den Schiffer nicht bei seinem Fahr« $ zeng« gelaffen", fragte Abner« Begleiter, „wie leicht kann rin Sturm kommen nnd da» Schiff loSreiff«, dann find wir hier in einer schüne» Klemme." „Denkst Du? Und wie wäre e», weua er znrückgebliebeu wäre und Hütte die Rächt dazu benützt, oh« «»» davon za fahre», wäre uuserr Lag« da»» «1« andere?" eutgeguete Abner». »FSahr ist'» schon uud hoffentlich ist da» Schiff gut befestigt." »Wäre selbst schon froh, wen» diese» Leben endltch mal -aufhürte. Morgen früh besteigen wir da» Schiff und dann oh« Zandern »»rück. Möchte schon wahrlich'ger« in Tor« ein." Jetzt kamen anch die Uebrige, herbei. Abner« führt« bi« . beiden Müdcheu in et« Scheu«, verschloß von auße» so sorgfältig al» «ügltch dt« Eingangüthür« und ordaet« an, daß et« Sache uunnterbroche» vor de« Eingänge fich aushalte, t Dir Anderen trachtet« fich jetzt iu d« nahestehend« jcktten so gut «» ghg Lager zu bereite» ond nur Abner» trat noch; , -einmal her«» «nb ließ sei«, Blick ring«,im schweif«. „Ich b.. glaub» wir find hier sicher" sagte er. ,J»f wett nnd breit i Ml Dorf (i sehen. Sh kt,«n hente «dlich ein»«: seit ruhig schlaf«. Di« Rädchen denk« nicht an Pacht -mnd dann —wohin sellt« sie? Auch find sie gewiß müde. Und wen» sie anch wirklich die Hütte verlassen wollt«», so fi« ja nicht, da der Poshn fich gerade vor di« Thüre Hatz und di« Thür, nach anIwLrl» zn üff«n ist, fi« ©tiefe über Srzteh«»G ttttb Unterricht. 801 ». Treu. IV. Die Ablenkung vom gerat»« Weg« zu« Ziel« in meine» letzt« Briefe, wirst Da, lieber College, al»' et«» in mein« Bahn gelegten Stein zu rutschuldigeu versieh«: er kam mir so zu sag« in den Wurf. Ich konnte nnmvglich riastbnnwu in die geistreiche Zukuaft»mnfik, welche meinem Gegenstände de» Trauermarsch zur Grabesruhe aufspielt. — Die Grablegung der geistigen Mutersprach« Israel« wäre der Schlußpunkt meiner Briefe, ein« Erleichterung für di« gewesene», die al» femsge Richter sich erhob« ohne LerstLuduiß der Sprach«, in welcher die Quellenschriften unserer Religio» red«; und leicht spränge mit einig« dialekttsche» Küuft« «iu 21 21? in «iu« Rabbtuat»stuhl. .Alle» schon mal dagewesen.'*) — Und weiter wirst Du al» erfahrener Schulmann mir milde veurtheilung zubillig« bei der Erwägung, daß der gerade Weg zwar immer der kürzeste» aber oft der beste nicht ist. Unsere Schriftgelehrten unserscheide» sogar zwei Abwege» (den kurzen und den laugen), den zum Gute» und den zu« Bös«. So ist oft der Lehrer in der Lage, den ein« Schüler auf einem Umwege zum BerWndnisse zu führ«, »ährend einem ander« Schüler 'schon bei einem matt« Lichtschimmer da» Ziel aufblitzt und eatg>q«ftuchtet. Aber e» bleibt dennoch eine Frage, bei welchem von beiden Schüft« da» gewonnen« Resuttat fester fitzt und imchhaltiger wirkt. Diese pädagogische Erfahrung haben unser« Weis« schon gemacht, und da« Beispiel von da» vftrartigeir Faffuug»ver«ügeu der Schüler t« hebräisch« Wortlaute »ul überliefert, (Spr. d. Väter Abschu. V.) Du wirft mir, lftbrr Eolftge» bei genauer Erwägung der Umstände zugeb«, daß ich mich auf de« Wege ,n» .Heim" in der Lag« eine»Wanderer« befand,-der au» ziemlicher Nähe ein sonderbare» Stimmengewirr vernimmt, — wie Streitens«» ähnlich den«, wft fie Stof«» vernahm» al» er auf dem Berge Sinai weifte. De» Wmderer» Neugierde wird geweckt, fi« ist erklärlich. Die Neugierde lockt ihn abseit», den» er will sehen, ob Gefahr nahe, ob er Streitende» den Fried« ver« mittel», Hülflose rette» oder Irr«d« auf de» recht« Weg bring« kann. — Und lieh« — da» Feld- oder Fehdegeschmt misch« fich in sei»« eigeren Gedaukengang, diesen durchkreuzend, .Und es f «KKHt Hera» zu» Gefecht« Et« Kühwltt» Jbudrtt" gegen da« Hebräische ul» Fach de» Religtoa»nnterrtchtr» uud al» Gebetsprache. Diese» Fach verzweigt fich nach drei Richtungen hin, — also in drei Zweige: Bibel, Hebräisch uud systematischen Religion«»» terricht. Dft drei Fächer soll» fich gegrnsettig unterstitz« und ergänz«, — iu einmider» greife», eise» soll durch da» andere reis«. — Sie treten tudeß nicht mit gleiche,. Ausprüchrn an Zeü nnd Bedarf in all» Afterüstuf« (Klais«) «in; da» ein« »der audere fordert in dieser oder jener sei« besondere Berückfichtignng znm S| Wt wolle« bei dieser G«1»g«»bett »usere» Leser» ei, ichc» erzüGe» — unser« Pr»rt»: «or eint,«» Jahr» » Hielte» wir eine« »ries «tue« Lehrer — wenn wir «ich» Uwe» «IS. — «»rin wir«» tlo GntachwuiiberAeferweabet» GeUeldiurß augeaauge« wurde». Der derr. Lehrer hott« durch wilde Neftemen di» Ge»ei»> i» zwei Luge« gespalte». Dft «»»servatw« Patttt batw dei der «egieruu, Beschwerde geführt, o» m» wcknschw de, Mm H» »,« ei, Gutechft« jii Uuteridiwuua Man «eforuwu: w fmO» ■am Audere« au, »d sm> rüeht derdwullheiu»«lottu» der J^>»» M«, leiung, de» er «iuaekühet, .ms duu illdische» «christthuw de, Sir «rsuheu »»«der Auf,»««. daß wft M »itei»» W „ „llig Uutundi«, ,mhn» hatte« ob wtrdtpe» «h» «einer l— «hS*% da«» hi«, hielt ttue« »o«r»A wuttu er un» «d Blatt al« ^.hrrrf.iudlich" hiuswllft, der deutscher. Gu» »uud Uetz diese« «attra, druck»» «ck »wt reit ml — «r wer».—- Areuud« oenttluftteer wltge-uither Resorwr», rt« »»* mt »♦> «»wpfte« uud M» bLiwpfe» werde», daß G.R» Reforni bw dft gutj mchtN-ftdEW» dwü -4» wffhstft.G'