Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1893
- Issue
- 37 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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P- Hl ft in Hafte» gtfartut, bi »iachtt rt -4 itttm» tnf Mn feti mrf» »W« toct er Jtoahfcrt Ml et Stich Me höchste Spitzt M SiMfts« trtticktt. ,« Mrb »och Allel gvtS faßte er. «Sie Hirte* akf Mch jtttb batt aeV ich Mit thnes." -* itnb ftbt »artete er. Röch itttmer glaubte er, bet flürfl £ »ößte noch fBimnen. Doch immer »ehr schwand die Hsfiuckg & ttz ihm ssb dumpfe schtoere Betrweiflnnbemächtigte fich seiner. Sie tl seine Gewohnheit kletterte er anch Heus; im Gebirge umher, er wollte eine Spur, fefl nur die geringste, stabe» von he* Fürsten stattgehabter Anwesenheit und dau» n ollte er schon die Spur verfölgmi und »enN ei sein mißte bil Aethio pie«. Ueber steinige* Kerölle hinschreitend hatte sei» Auge de« Ausdruck bei Wahnsinne» und der Berzweifluag angenommen. »Ich kän», wie Kajiu, nicht Ruhe finden, nirgends" rief er, „Wie * seihe ich de» Thier des Waldes sein Dasein. Hut es Hunger, hat' es Durst, wer hindert es zu stillen sei» »erlassen. Was will ich länger »och in dieser Oedetz Doch darf ich unter Menschen» — Wörben au «einer Stirne sie, das Kainszeichen nicht schauen» Za ich habe geaurdet, Len Jojaktm — ja ich thats, und seine Tochter ließ ich fügen ssb vLr» nicht so getonuu,», so lüg' auch Aeube» tu der Grube jetzt. — Ich hin ein vielfacher Mörder." Das Rauschen der Pianienwipfel vermengte stch mit dem aus der fernr herübertömu Tosen de» Meeres nutz Aron ftpvieg plötzlich und horchte.' „Schöne Mufikl" rief er, „so lieb' ich ste, und dar« kann Reuden keine Psalmen dichten, die paffen alle nicht dazt, ste find i» süß, zu milde." .Brüll' au» der Tiefe Levijathan mit deiner Donnerst «me, Lorchtost, durchrast ihr Stürme die Welt »nd «acht die Erde zvankeu, daß ste aus ihre« Angel» füllt, vernichtet alle* was La lebt, ob Thier, »h Me,sch. — Vernichtung l — In, Bet* mtchtung l Die. Berge machet weichen» daß ste in nichti versinken, durchbrauft ihr Stürme die ganze Welt, »nd macht da» Meer überfluten, enrünkend Alle» was da fleucht." — .Was soll die Last des Leben» mir »och länger, iß Hab' Denug. — Dort unten will ich rshen", rief er plötzlich und staute den Abgrund hinab — „dort »»tan ist Ruhe — ist £ Urtebe. — Bonoürts l" — Und vorwürts» eilte n dem steinigen Gezacke entlang »ach jener Stelle, die er für seinen Lod fich anserkoceu. —--- Biele Jahre waren Vorüber mehr den sechzig seit dem Hier Erzählten. König Salomo der edelste» weiseste und größte König war hetmgegaugen in dal« Resch der Schatten, gesegnet, »eliebt »nd bäoeint vün seine« Volke. Auch Reuden war hi tübergegangen, sowie Rachel und deren Mntted. Eine neue Gene» ration war aufgebiüht sSfc Ressen» Söhnt und Töchter ge- Hörten zu de« Erstes de» Landes» bekleideten Würde» und »unter. — Doch bä» jüdische Reich es ging rasch dem Her» lalle |n, und gar halb sollte dieser große nichtige Stamm, sich über der gau-en Erbe verbreiten, all Nüchtling:, <8e» idnldete, verhaßte. — Vas war «U thut deq Unglücklichen geschehen, mit Aron, >. .bcr stch mit so schwser Schuld belade«? Bleichten seine Ge» ' seine in einem der Abgründe des Libanons Retul. 3» dem Anaenblicke, in dem er den Todesspruug tn de, schauerlichen stNsttrn AdgrsNd machen wollte, in de« £ in dew tr freiwillig dicht» Lesen mit dem Unbe- 'kannten nerlanschen wipflte, da schauderten er im»*, Dar* sichtig schlich er asf bM zackigen Gesteine, daß er »ich falle. .Ach Mill wseS, lesen, weiß ich denn w«g d»rt tn Mm Wheinmilvollen.Jenseits «ich erwartet?" llnd er kthte. Immer fort. Die Jahre verging« «nd Zährichvt» waren verfloffeu, «Nd er fette Und sche» »are« mf ssb «af »komme,, bat) cs sich Ltbananö friedlich uiedergelaffes snd er — lebte. Sie allkannten ihn, hdch scheu wikj et ihnen > Gleich dem Tiere, hünßtt iw «nlde. detirnchie die ' «Mb Rächte dort, *t hatte die SptNchk vereeffe», fein «tat weiß geworden, die Sant rnnzeliß, und ei lebte, ft das Denkt« verlernt, — anes, — ei war tznm ikhiere ge»e Er sollte keine Ruhe iw GxNbe finden. Gin gNaldl lange» Leben sollte d«i BSsewtchtl Straft seilt. Rahststtttchir OoiMRtthrfeh-. »K Hpdim *».■<. i«. Lieber Freund! Xu» den Ferien zuxückgekehrt, finde ich! Keine, ausführlichen Brief vor, in welchem Du in frische« ttmuut üher de» Ausfall der Reichstagswahlen, soweit er uns Inden angeht, nach einem Schuldigen suchst »nd ihn glücklich gefunden hast — tu den Rabbinern, und ein ganze» Füllhorn von Anschuldigungen ergießt stch über diese Armen. D»e ßtahbiuer Hütte« die Flut allmählich wachse» sehe«, ohne auch rnr eine» Versuch zu machen, einen Damm aufzurichte«. Anstalt als die berufenen Führer der Judrnheit voranznschreiten, fit zu einheitlich« Vorgehen zu sammeln, thatkrüftig in da» Selten einzugreifen, seien ste weltfremde Rabbi'» geblieben nnd hiitteu gegen hundert Jahre früher nur den Rock nnd Titel gewechselt. Du ziehst einen beschLarende» vergleich Mische» jüdischen und christliche» Geistlichen. Du zählst eine Menge kastwlischer und pro» testantffcher Geistlicher auf, die «ttreu im Lb-u der Ratio» stehe«, ja eine hervorragende Rolle spiele», Du zeigst, wie drüben stch sie Religion aller ArNßetuogen bei BoMstbeus bemächtigt und sie zu dnrchhringe, sucht, sie sie sich ißlt alle« feiabltchen WeltapschauNngen, Mit den neaeren pitchtaaM der Phtlosophte, bat Naturwissenschaft, der Soiilasbeuwktatie. der Literatur uad Kunst üyseiaanbersetzt, mit welche« Eifetz theologische Fragen erörtert werde»; wie die soziale FtiÜW nicht plos tN einer »nabsrhbaren Literatur;rviteft, soüdeos praktisch angefaßt wird; Du führst wir eine MüNge von Per« einen, Beranstaltuuge», Organisationen von» velche diesöK Zwecke diene« und Nicht mit Unrecht nennst Du da» Bezeichnendste, daß selbst Ict Papst mehrere Enthülst« über die aiäle Frage ä« alle Gläubigen der Welt gerich ei hat. Usb »nltz Kit beißendem Hohn meinst D», büß nur eine Partei die Zeichen der Zeit, alle» Reue an ErfnduNge» »Nh Entdeckungen verfaßt und religiös zu durchlirtngen sticht — nämlich die streng Orthodoxen. Dtt Erfind»lg bet Margarine habe eine fieberigste Erregung hervor gerufen trab bis größten Autoritäten batten schließlich entschieden, daß jedrtz Jude verpflichtet sei, fich diese Butter vom Brote nzh ,, lasst«. Die Erfindung de» Tetephon» Hütte die Sch oluw-sn»ob-GStze«diener zu dem Gedankenblitz llekitifiert, e» Nicht iaögjich sei, dttpijmlst dieses AnstruutNt» die Regis oder da» Schauforblasta zu hören nno der Rapport Hst der eruststchea Erwügnüg geführt, ob es erlaubt sei, <Nü SNsi zu pelocipede«. Dal seien die welthewrgeit«e Früßm K diese Radbbiner avstege«. Picht die alle »lvtlistertrn MEW erschütternde soziale, nicht hie, Nnh tödlich bei rollende de» M tlfemittsmnl, nicht eine «GkasstNde vokkserzlihuNg, der schritt in religiöser, bürgerlicher, sozialer iNtltnr, sondern dH koschere Seife, da» koschere Telephon, da» fp 'chere vicyrst. Rutt ick geringste« befstr seien die Anfgtklütten. Je habe» doch eine Gemeinde, wttm auch «Nr «Ukr kleine!, f seien nichts ander» «lö geiststche RedeMaschtne », sogS aber > alle« Einfluß. Vas süße es, tu schöng^etzren Worte« her Kanzel die UnsterbtichkeU bet Seele »der die Fi,-" Willens »ach mtttrlalterltcheu Vorgänge» zu beweisen, stemdes vtbelwort «» de« .heutigen Wb-enM sp'hfindtger, aller wahre» Exegese hohnsprecheMer s unaeahnws Licht zu setzen «st tieffinnige» tzl ' .alten Weise»", ti sarhetischg» Wottr» die ' Glasbe» und Wtffe» »s Br*ffim, t» best über des JndifferrnkMutl MmMaßmi z» Aej