Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 51 (22.12.1893)
- Date
- 1893-12-22
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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_ Auch di« schloff«« ßch. dem״ s^r verordnet« uad ei» Achwehnt 0U Bräfident der i»r. Ge- »einde n»1lahm, reichlich Gelegenheit, sei»« offenen» biedere» Sinn zu kuthättoeu. Seine Lerdienste wurde« deshalb auch von Herrn Rabbiner Dr. Leoi und Herrn Reallehrer Dr. Stank, de« Borstande der hiesigen Freimaucrer-Lage, gewürdigt, wihrend der Gesangoerrin ,Sängerkronz' durch Gesang die Feierlichkeit erhöhte. Friede seiner Asche! Wt*ä§*rt, 16. Deeewber. (Dt^Soxx.) Tie Wahl de« SeminmLw!ctor» Dr. Lroner au» Hannover zum hiesigen Rabbiner -:darf noch der staatliche« LestStigungl — Lehrer Reckarsulmer i» Buttenhausen, der daselbst i« seiner mid der christliche« Schule de« Turnunterricht unentgeltlich erlheilt, erhielt au» Aulaß einer Turnprüfür seine Leistungen eine Anerkennung und Belobung von seiten der evang. Oberschulbehdrd«. Daselbst wurde auch Herr I. B. Levi, der bereit» Sv Jahre Mitglied de» Ge- «einderat« (Magistrat») ist, wieder mit überwiegender Stim- «enmehrheit gewühlt. Gan^ nach de« Berhältni» der Konfeffionen wählten me bürgerlichen Kollegien jut Hälfte irro- «litische Mitglieder. A«»H«G. 1L Dez. Selten «och dürfte in hiesiger Stadt ctaem Maure ein solche» ehrende Geleite z«m Grabe zu Teil geworden seht wie de« Herr« Distrikt-rabbin« Aron B« Grün» bau«. Rach Hunderten zählten dir Bürger hiesiger Stadt, di« «ff diese Wette ihre Pietät für de« Enffchlai«« « erkennen gaben. Keil Unterschied i« der Soasesffo« Lieft de« Schmerz «m de» teure« Tobte« zurück: die piotmomtöt wie di« katholisch« Geistlichkeit sah «um au de» Sarge de» Ehrenmann er, vo« dem «a» i« Wohrhett sage« konnte: er hatte keinen Feind. ~ " Stadtbebörieu. Magistrat wie Kollegu lange« Lrwierzugr an. Am Grab« a Dr. Reudürger von Fürth die Leichenrede und gab ein trene« Bild oo« d«m edle« Wirken de» Da Hingeschiedene« als Seelsorger und vo« ba: Bescheidenheit und Menschenfreundlichkeit, die ihn al» Meriche« zierte- Herr RabbinerDr.Bambergrr vonLünbnrg drückte im Namen der übrige« Rabbiner Bayern« dem verblichen« lewe« Dank für da» kollaiatt Wirken und die erwiesene kollegiale Freundschaft an». Rach ihm ergriff der Vorstand der israelitisch« KuttnSgememd« Herr Kaufmann Sellin a da» Wort, al» Idll仕 Vorstand und al» Vertreter der Distrift»gemetnd« de« teure« Heimgegangenen für die große väterliche Lieb« und Fürsorge, «»elche er j einer hiesigen, wie der DistrMS-Gemeind« während leim» SLjähriae« ersprießlichen Wirken» »n Teil hat werden lasten, t» warmen Worten zu danken und al» Ausdruck dieser Gefühle «ine« Kran» auf den Sarg de» verstorbenen niederzulegen. Har Rechtsanwalt Justizrat Iosevhtval gedachte in metftahofta Red« verschieden« freudig« Episoden au» den Leben de» vastorbencn »abbin«» und widmete den Heimgegangenen für den von ihm in dir jungen Herzen gelegten guten Samen wärmsten Nachruf, jjum Schluß folgt« noch, zwei Redna, da Kultusfrrsteh« vsu Sunzenhausen. Herr Blumenthal. tu welch« taot Srünbaum» Wiege stand, uad eiu Lehr« au» dem Diftrifte. a» Auda kea de» Fromme» wird «tu gcsegoete» sein I Öfter retch-Ungar». vble« 18. Decemb«. Die Staatsverwaltung hat d« isrtheologische» Lehranstall eine jährliche Subvention von ö000 Guld. bewilligt. Da» Euratortum dies« Anstatt beschloß diesahalb «ine Danke »-Deputation an den Kais« tzn entsenden. Dieselbe, bestehend an» demOberrabbina Dr- Güdemann, den beiden, LiceprSsidenten de» Euratortum», Haren K arv el» und Reich»- rach»-Abg«ordneten Dr. Byk, sowie den Mitgliedern David v. Gatman und Baron Lichten stan (Prag), wurde heute vom Kats«, is Andie», enpfang« Har Oberrabbina Dr. Güdemann sprach «U Bewilligung de» Kais«» bedeckten Haupte» den rituell vorgeschriebenen S«gm»spruch und gab dann in warmen Lorten den Gefüh len de» Danke» für die gewährte Subvention Lu»drr ck. Da Kaff« antwortete hiaauf: .E» gaetcht Mir zur B e f r i edignng, d« israelitischen theologffchen Lehranstalt eine Subdeutton zu gewähren, und hege Ich die bestimmt« Hoffnung, daß an» dieser Anstatt Männa hervorgehen waden, welche die jüd. Gemeinden in de« bewährten und Mk bekannten Pa tri» ort»«n» erhalten waden-' Da Monarch «kundigtk sich dann wir «» »tt d« Frequenz d« Anstatt steh«, und al» Dr. Güde» «M» an di« Beantwortung dies« Frage di« Bemerkung knüpfte, da» auch für Mt Kenntniß der Landessprachen »«gesorgt fei wendete sich da Kaff« an Dt. Byk «tt da Frage, ob auch bai Polnische gebchrt werde und wie zahlreich da Besuch an» Gott- Ren sei. Dr. Byk antwortete, daß die gküßer« Hälft« da Fr«» qnrntanten an» Galzien stamme und ihr Studium da polnffckpn Sprach« am Seminar fortsetze. Da Kiff« bemerkte hiaaff: ,E» freut Dich, daß die Freqentanten in Oesterreich ihre Lehranstatt Hab« und nicht mehr in» Au»la,1d gehen müffen." Hierauf entließ da Monarch dir Deputation in huldvoll« Weise- Haag. 16. Der. Rach langem Siechthum ift uns« Oberrabbina B. S- Lerensteiu heute im Alt« von 86 Jahren gestorben. D« streng fromme undlgelehrte Mann waltete 46 Jahr« seine» Amte» in treu« Pstichterfüllung und «warb stdie Lied« sein« de• «einde durch Werke da Wohlthätigkeit. di« ihm ein gesegnete» Andenken allezett sicher«. — V**l Die inbwimistische »«Wallung seine» Amte» ist seinnn benachbarten und befreundeten Rotterdam« Oberrabbina!dr. B. Ritter übertrage«. Ar««kretch. Die Akademie, Abthelluna der moralift s«r und politisch« Wissenschaften, wählte «tt 84 von 44 Stimrwn den hiesigen Proftffor Tharle» Lyon-TaSn von der Siecht», foknltät zu chrem Titularmitgliede. Diese Akademie hat seit de« Tode Adolph Frank» Innen Israeliten «ehr zu Up«« Mitglied«. Da» Institut, ausgenommen di« französische A ca• dem«, zähl! folgende Mitglied«: in der Abthetkmg da!Zn• schriften und schönen Wffsaffchaften: Derenburg. BrSal, Oppert und Heinrich Weil; in d« natnrwissenschaftltthen Abtheilung: Maurice, Levy, Loewy, Lippmaun und- Bischof »heim. Mtt Baron Also«» v. Rothschild, der der Abtheilung da schönen Künste angehört, ist da» UtpjLQ. an d« Akademie vollständig. In ihr« Rovemb« - Sitzung h<tt die Academie u. A. folgend« Preist au»getheilt: 1(XX) Fe. dem Fadtnind Dreyfu» für sein Werk die internationale Arbitrage. diegleiche Summ« dem.Tommandanten Weil, Autor ״d« «Sesellschaft von 1814"; eine solche von 8000 Fr. dem Joseph. Hermann für seine Arbeit üb« ״Dicht« Boursanlt." »»ei». D« inzwischen «nn Minist« gewordene Abgeordnet« Rlmnal und Stadttath Sttauß fmd״zu Mttglledern de» höchsten Rache» für dtt Ausstellung von 1900 ernannt. Die Reche der Lorttäge in da •odet* de• «adee Hin•• wird Alben Reville üb« die Apokalypse de» Henoch «öffnen^ dann folgt Renä Worm» üb« Spinoza. '■f, ■1 ן• <*<»« — PMHunip• GeteetGeee«, Ist. De»»b«. BeRtgltch da Aurweffung von Inden, dt« sich widergesetzlich außerhalb de» sogenannten jüdischen Ansiedelung »-Rayon» niedergelaff« haben und au» diesen »«- wiesen »«den sollen, sind de» »RegterungSboten' zufolge »atM stehend« .Lergünsttgnngen' vom Kaff« bestätigt worden; 1) al» äußerst« Lennin für di« Ausweisung nach de« jüdischen Aufied- InngS-Rayoa» wird d« 1- Juni 18S4 festgesetzt, bi» zu dies« Frist sind Zwang»mr»w«ffnngrn nicht vorznnehmeu: 2.) dt Gouverneure können bet» Minist« de» Innern darum nachsnchen, die Ausweisung für einzelne Inden ob« ganze Familien, Mt ihre Rechtsverhältnisse zu den bnlich»« christlichen Bewohn«« nicht bi» Jani 1884 lösen können, noch bi» »n» 1 Juni 1885 »n vaschteben; 3) in ganz besonderen ilnsnahmefällen kann d« Minist« de» Innern den zeitweiligen lustnchall außerhalb de» jüdffchen LnsiedlungS-Ravon» auch noch üb« den 1. Jmtt :886 hinan» gestatten; 4) famtlienlose Inden, die da» 7V- Lebensjahr vollendet haben. unter lie»n nicht d« ZwangSantzweffnng: 6) für Livland wld Eryttand gelten außerdem noch folgende Rezielnr Inden. Me sich in den genannt« Provinz« vor de« 8. tlprtl 1SS0 angefiedett habe», gerichtlich unbestraft sind, Gigentn« ich« ein« beUmmte Beschäftigung Hab« und d« öffentlich« Nttsorge nicht zur l^rst fallen, dürft« dt» zu «Ua besonder« Verfügung da Lrntralregierung wohn« bleiben. Juden. Me sich nach de» S. Avril 1880 in Livland und Enrlond angefiedett haben, Aid M» «m l. Juni 1886 auSznweis«. wobei jchoch Mnffnml»- Weisung« zu vermetd« sind und ftdenfall» nicht üb« 86 PCL.