Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 49 (8.12.1893)
- Date
- 1893-12-08
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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UN» eia Sporn zu neuer Thättgkeit fein. Ich bitte Sie, an» mit ihrer Kraft zu unterstütze». Lang« kcmu der cultnrwidrige Sn» Antisemitismus in Deuts'hland tau« Stätte baden. Was unsere Kastenvahältuifle betrifft, so find dieselbe» unter Fürsorge unsere» Schazmeißcr», nufere« verehrten College» gTyörfwn, in völliger Lidnung. Ich stelle anheim, an» Ihrer Mitte heran« Revisoren für unsere vücher zu ernennen. Ich will nicht mit viele» Zahlen aufwarten- Im Jahre 1891 betrugen die Einnahmen der Bettr-tge mit einmalige» Gabe» 68906,54 M, in Jahre 1892 S4L8^8k M. und im Jahre 1898 bi» zum 1. November 14794.70 M. Um Ihnen einen Begriff von unseren Snbgaben zu gebe», fpezialistre ich Ihnen di-: Ausgabe» tür 1. Januar bi» L No» vember 1898 Losten der ,Mittheilungeu* - 9666,11 Mark, Schriften und;MgblLtter . . 6125^5 . BurrauanSgaben und Agitation 8498,37 ״ Porto. Mete4680/)7 , Zu unserer Freud-! hat sich im Jahre 1891 nach unserem Borgange ein .Verein ps Abwehr de» Antisemitismus״ in Wien gebildet. I« einem Punkte untocsLeidet fich dieser Verein vor» thellhaft von dem wisrigen. Während in Oesterreich die Mit» glieder de» hohen Adel» diesem Verein angehSren, sucht unser hoher Adel keine« Anschluß an unsere« Bestrebungen- Man scheint an der allerdings höchst ur, erquicklichen Thatsache. solche unserer Zeit und unseren Lulturzotzänden widersprechende Be» strrbungeu zu bekämpfen, Anstoß zu nehmen. Allerdings ist unsere Arbeit keine er treuliche, aber.ste ist eine nothweudige. Unser verehrter Borfitz-mde und ich find sa so oft al» bezahlte .Judenknechte hingestellt worden': ich habe mich oft antisemitischer Zusendungen zu elfter en, deren Unflächigkeit ebenso groß ist, wie die feige Anonymttät. «Solche «emernheiten und alle die niedrige« gegen un» gerichtetm iZerdächtigungeu und verläumdaugen könne» uns aber nicht abhalteo, auch fernerhin unsere Schuldigkeir »u thnn- Aber durchgreifende Erfolge können wir nur erziele«, wenn Sie un« wirksam deisteheu- Wird un» Ihre Unterstützung zu Theil, io wird un» der Erfolg auch nicht fehlen". (Anh. Best) Rechtsanwalt Dr. Lohn will dem Borstaude de« wärmsten Dank für seine Thätigkett ahstatter. 8» gehörte moralischer Mutb dazu, sich gegen den ttntisemitiSmv» zu wenden, wie e» der Bor stand und die »esrütder de» Verein» gethan haben: um ihr Betzreduagen zu vereiteln, ste verdächtig zu machen, hat man fie al» ,Philosemtteu" k «zeichnet. Jndefleu find hier 600 Mäune^ nicht au« Liebe zu den Juden gegen de« Antisemiti»mur auf, getreten, sondern au« Liebe z« «Gerechtigkeit, wie e» der Her, Borfitzeude mit Recht hervorgehob e» hat, um in de« Juden die Rechte jeder Minderheit zu schützen- Wir Juden haben ade, dankbar zu sei», gleich al» ob die Thätigkett de« Verein» für un» geschehen sei. Die Jude» hätte« indefieu ihre Pfiicht nicht gethan gegenüber de» «Seid opfern, welche die Antisemilen fich auferlegen, find di« Beiträge de» Verein» gering*). Dari» zeige» die Antise' mite« eine entschiedenere Ovferwilligkett. und, da Ovferwilligkeit «ine «et de» Idealismus ist, auch größeren Jdeali«mn». Da» legt un» die Mahnung nahe, e» in diesem Punkt de» Autisemiten nachzumache». Amh al» Redoc teure oder Zettungeigenthümer haben di« Juden nicht ihre» Manu gestanden- Die Zeitungen im Lande, die ausschließlich christlichen «Ligeuthümern gehören und von christliche» Redacteure« geleitet werde», bekämpfe» den Antisemitismus energischer al» die sog. »Judeupreffe", welche den Pflichtender Abwehrdurchau» nicht gerecht wird—). Er bitte die Anwesenden, zrm Zeichen de» Danke» für de« Vorstand und die Begründer de» Verein» fich von ihren Plätzen zu erhebe«. Die» geschieht. Seheimrath v. Surrst sraat die Versammlung ^,b fi. Kaffenrevisoreu ernennen «Ül. (Wird abgrlehnt.) *) Dora» ist it* Zeesplttte»!», der Kraft» dnrch die brnmischei, erstand«»«» zwei j 4 bische» Lnoehrverei« sch»ld. N, —> Diese »,» de» >»1ije»ü»» -I« ^!-«»Presse'' bezeichne len T - g - b l i tt er — m »e»»e» — Hobe, Aus den. Vorschlag ei gelammte Vorstand per Mtgliede» deS oa wieder Verein» angehattm . der Verein nicht coufesfiouell welcher der Unterstützung von W In bürg« dadurch zu wirksamerer M würden. Geh. v- Suei. sondern rew staatSbürgerl allen Seiten bedürfe »»d «hg- Rickert eoastattert, daß die Lorstand»mitglieder L. Hallgarten und Jf. Löwe Juden seien- Aba. Br ö me I fLlSgt al» neue» jüdische» Vorsta«d»mttied Geh. 'Sanität»raty Dr. Boa» vor. der von der vasamm» nua in dev. Vorstand aewäbtt wird. «bg Rickert theilt^c«rsammln»anoch mtt.daß der Oderbürgermeister Zelle fein «»»bleiben entschuldig habe. Herr Weber frag an, wie der Leran sich zu de» sozialen Bestrebung» der Annsemtten stelle. Diese wollten nldjt «ur Zudmgesetze, sondern 'Prof. Förster ». erstrebe soziale" Neuerungen- ' «eh. v, wichtig gen»! . _ abwartea. Alle Parteien stoßen!» ■»! uw«!«! trieb« je** erscheine. Schveßuch würde doch alle« wieder auf die großen Segeusätze P-ikcheu liberal und konservativ zürückkef Herr Si m fo n überbrinat den Dank einiger Promuzialst ״ *״ Sm ״*״'י״'. Hiermtt schloß Me Seneralversammluug. ׳ Mögen die Leser unser»» Blatte» ihrerseits e» al» beilige Pflicht auf fich nehmen, die Bestrebungen de» Abwehrverein» mit besten Kräften zu unterstütz-», in jedem Orte eme Saitation für de» Berein in» Werk zu setzen. Mitglieder und besonder» auch Abonnenten auf die ״Mitteilungen de« Verein»"; zu werben. Da» ist Pflicht jede» Juden! Berichte »»d Eorrefpsmvenze«. DentschUrnd. Mewchrstwr-. Herr Egidy giebt eine neue Zeitschrift] ־ “ ' ‘ ־ - ~ ~ ' ist, »idtzj feH manwHoheuberg iu der Judenfräge einnehmeu, und der! in de« Leitartikel der vorigen Nummer so sch«s beleuchtet j worden ist. Wer eiu neue» Banner entfaltet, ist vor. da? Gefahr nicht behütet, daß allerhand Leute fich um ihn und', seine Fahne schaaren, die ihm nicht gefallen. Zu diesen Ha-j hänaern. die Egidy kompromittieren, gehört zweifello» dal Antrsemit Hardt. Da» soll un» nicht hindern, de» G 1 Egidy»'». ohne Partei zu ergreifen, teilnahmsvoll zu! verfolge«: a ist jedem.da die Wahrheit liebt, eine fernpothische Persönlichleit. Me^dehvwW» 6- Dezember Da von dem Abgeordneten Leus,, dem ehemaligen R^akteur deit ״Volk", bettnl Reichstag eiugebrachte Sesetz-Antrag, da» Schächwabot betr.,1 lautet folgendermasun: - 1. Seim Schl aöp«, aller tlj im, mb A,s»chmi be»Stkct»itM,1 m»h der «111t»Mzt»hn»» btt Vetäubunz v,ra,»zeh«a. J Mntguummt» blewe» Me Wege» Uaalückchttl« »»d plötzlicher Er-, ke»»k»az«» noth»,»btz Werbende» «othsHl»cht»ngr». sich dt« Aßt. »ach de» chatsLchliche» sobald I der Schlacht^ 8 2. veb» Ni»d« soll bi« Betäub»»« ,«er B«»rtz»»g I Mit! »osgisührt Werde», so Weit »icht betm Jimgvteh dt« »üge»d« «»tWickbmg de» Schade!» ei»« A»S»abm, «fordert. 8 S. »II« Schto2dt»»ge», mb Au»««hme der »nht a»fz> Roibsthlachtung«», dsrfr» «r »« de« 8<Pachtr»» »»rch«»» Perf»«en, »der doch mUer der» »nfficht »,d «bhtlft a»«,- 8 4. »les Schlecht» hat i» geschlosse»««. den L^xlicha Hhutt* smttzuswd««. S»t W, solche »icht i, m . darfd»»lchl ־ auch dann deoärt