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Israelitische Wochenschrift · 1893-11-03 · 44 (3.11.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
44 (3.11.1893)
Date
1893-11-03
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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s al» hüttk Hrrr Dr- Bor««« solch« SchSWW»rb««S>mg» leibst »och nicht gef«»«», sonst hält« er eine» and««» Begriff hi« Mo» ««halte». Kusch ist daaege», »a« da« erst« «egnerisch« «ingesandt hm»«- hebt» bah »ie mtisteu in Dr»ichM»d aaltrerende» Nabbinser mid Prrbig«« Pole» seien; solch« find fast in keiner i»ra«Iittsche» Geneeind« »!ehr angestelll. >ber bi« sogenannt«» ,.SchSckter". diej«ni-«n also, «eich« de» tbdtliche» Schnitt de« Tie« beibringen, find »etftenteil« Polen «nb bei ihrrr »nhoboxen Richtung, bi« manchmal a» Fansti«mu« grenzt. nicht im«er tri der Lage, vorurteilsfrei dt« Di»««!a prüfen. Durch di« Sinssthrvig der vo» der L«gie«ng an geordnete» V-Hregel» find allerdings letztere Leute vderflüffig, «orn»s fich «an«des erklär» ... In der Jetztzeit Hab«» wir di« «ut« Biehuntersnchnng durch LchSchter nicht »ehr nötig, weil «ms die Untersuch»»-, die bo» staailiit-m Beamte» geschieht, »olle» Schutzund »oll« (?) Sicherheit ge- «Shit; um so wenig« bedarf «an nach »min« Meinung jener TStungsarl, al» Herr Rabbi»« Dr. Porge« selbst behauptet, da» Schüchte» hätte mit d« .^krligtou" »tlbt« zu schaffen. A. I a »v. lMan möchte mit Mose« auSrmeu: -sin pm, pa — «« ist schwer zu kämpfen, wenn man Berrather im eigenen Lager hat). Meiuinge«» 29. Oktober. (Or.-Ärr.) Es durfte viele Leser der Wochenschrift interessier« und manchen Rabinner oder die sonstigen!Gemeindebeamten zur Nachahmung in ähnlichem Falle «mspornen, wen» sie von folgender ZeitungS» fehde zwischen der Redaktion der in Thüringen verbreiteten Hildburghäuser ״Dorfzertung" und unserem Landrabbiner Herrn Dr. Dessauer LenutuiS erhallen. Auf folgenden Angriff der elfteren erfolgte die nachstehende treffende Entgegnuug des letzteren: »AuS dem Herzogtum Meiningen. Mt vollem Recht ist in einer der letzten Nummern mißerst bemerkenswerten Ai, Dr, med. Mirtermeyer zu Hei _ _ r@efunb&ett* hingewiss« worden. Sämmtlich« Tierschutzverein« ollten nicht säumen, Anträge an die Regierung zu stellen, damll ese den Schlachttieren di« arausamstm Qualen (?)verursachend« Schächtmethode, die im Römgrssch Sachsen und jetzt auch durch die vor kurzem erfolgte Volksabstimmung in der Schweiz verboten ist, baldmöglichst abasschafft werde. DaS Schachten der Tiere, fuhrt Dr. Mimrmeier m dieser wiffenschaftlichenAbhandlung aus, hat nicht da» Mindeste mtt der Religion zu thun. (Seor richtig!—Red. d. D-Ä.) Zu behaupten, daß die Reltzion, das Edelste der Menschen, da» Schlachten der Tiere nach dieser Schächtmethod« verlange, ist eine Berhöhnuug des Verstände»! Die alten Gesetzgeber des Judentums haben lediglich aus gesundheitlichen Gründen derartige Vorschriften erlaffen, um der damaligen groben llnreinlichkeü der Menschen im Orient und außerdem der ganz entsetzlichen Rohheit zu steuern, wie man damals mit de» Tieren umätgaugeu ist. Bei uns im Herzogtum Meiist beretts durch das DttnistenalanSschreiben vom 29. Mai 1891. das Verfahren beim Schlachten betreffend, begonnen worden, bei dem Schlachten nach jüdischem Gebrauch, dem Schächten, da« ausame Martern der Tiere durch genaue Vorschriften über daS ' " . . linbern. Die Hauvtvorherigen Betäuben» n Anwendung gebracht orgehen von baldigem Humanität unsere« ZeitallerS auch demIraüfamerl'Schächten ein Ende machen!" Hierauf erschien folgende» Eingesandt als ״audiatur et altera pars": S Nieder. licher Weise , . . von llOOOjähriger Bewährrin! den, sondern auch bei v Brauch ist, der Einsender be ' von Dr. m»S. von Srausamkett und TierauLlereiHricht. den der nagelneuen Methode mtt der Maste und der altbewährten sicherlich nicht näher oder gar nicht kennen gelernt. Wen» man in dieser durch die Antsseiniten und auch, wie vermutet wird, durch die interesfirte» Verläufer von Schlachtmaskeu plötzlich entdeckt« brennenden Frage auf da» Wort eine» Meisters kchwöreu will, warum den« nicht auf da» eine» Du Boi» Reumond, Bttcho», Damman, Zanger. Gerlach u. <l, lauter Autoritäten erste» Ron- ־ " ------ - leidenschast- , zollen, well ___ fördernden Ein» stutz auf die Sesuudhett und HälldarkeU de» Klnsche» auSübt". Lus zweierlei legt da» alte Testament Gewichr, mf Tierschutz rudgesund«Rabruna für den Maische». Will Einsender wahr- Haft vorurtellsfta richten md nicht dlaß^adyz. antssanttssche grauiame Niederbatt sacke aber die heute noch, nicht bloß bei Zu» "ionen anderer Semiten heiliger en der seiten» der Israeliten Zeugnis abb 2. Buch Mos. 23» 5 und IS- 4. B. M 2a 3a Direkte auch i« Talmud, der von ___— . , verstehen, «benfall» verdammt vttd: Traktat Saba Mezta l . Xbod» Sara 7; Sprüche der Väter <V 1 und an vielen, auderexZ Orten. Uebertrieben« Schonung der Tiere Verbot der Tierdreffur, ja ohne vorherig« I_ und stumpfen Messer getötet wird, während bet i. — von ReligionSwegeu verpflichtet ifL dazu rin woblgssd auch von der ,unbedeutendsten Scharte freie»' Messer zu gedra» chen. Welchem Thierschntzbefliffenen schmeckt da« Ganftviertel nicht, obgleich die betteffende Gan» ohne vorhergehende BetLudu genau wie bei der jüdncheu Schlachtmethode. nur mtt dem M sei geschlachtet wurde? Am lonseaueniesten verfahren die Lege»- tariaoer, sie tbten gar kein lebender Lesen: am allertonfequenteste»' ab« verfuhren die Einwohn« sen« griechischen Stadt, die die Kösche al« heilig «klärt«, und al« otes« tnfolae ihrer rasche» Vermehrmlg eine Plage für die biedern Froschschützler wurden» lieber auSwanderten^ ehe fie die Frösche zu vernichten fich erüschloffen. Die Ansicht« de« Versoff«« üb« GÄote ein« post» tivrn Religion find, gelinde gesagt, naiv. Er verwechselt fie mit de» allgemeine» Geboten der Ethik. Wollt« man alle» von d« post- Üveu Religion ob« Lonfesston entfemen, wa« ein vr. meälolNna für unwesentlich ja att .eine Vahöhmmg de« Verstandes" m. klärt, so bliebe nichts übrig al« ei» dürre« Skelett, «ine leben«- M kräfttge Macht. D« Einsend« scheint auch nicht« davon zu wsssen, daß da deutsche Reich«tag sich bereit« vor einigen mtt dies« Frage beschäftigt HL und auf Grund d« a Gutachten btr bewährtesten Fachgelehrten üb« die Petit Ltaschutzvaetne z« LageSodmmg Sbagegangeo ist.' Ans GMeste«, 27. Oktober. (Or.^Lorr.) Am 13. Octob« dieses Jahre«-feierte die Stadt und Synagogengemeinde Br leg ein schüchteS und doch «hebende« Fest. Herr I. M. Boehm, Inhaber eines BankaeschSste« und ein« Lottcrie-Eollecte, wurde als Jubilar allseitig in sehr sympathisch« Weise begrüßt. Bor 50 Jahren hatte der würdige Jubilar den Bürgerbrief «halten. Während eine« halbtn ArhrhundertS hat « fich das Bertranen, die Liebe und Achtung all« sein« Mirbürg« ohne Unterschied d« Eonfes» fio» zu «werbe» und zu erhalte« gewußt. DaS Batranmksein« Stadigenoflen und GlaubenSbrüd« berief ihn zu ver---!irdenen öchrcirämtnu. Er hat stet« da- Beftrauen seiner-^ Lhl« in glänzend« Weise gerechtfertigt. Die Bertret« d«^ Stadt und Gemeinde votirten chm in ein« den Jubilar: »ahrhaft ehrenden Weise ihre» Dank. Herr Bochm ist ein. human«, wohlthätig« Mann von streng religiös« Gesinnung.' Er bildet eine rühmliche Ausnahme in ber religiös sehr indiff«mten Gemeinde Brieg — Am 15. Oktober feierte die--! Loge des ll. O. B. B. zu Gleiwitz au« Anlaß des SOjäh»^ rigm Bestehens d« Dmtterloge in Rrw-Uork das tungrfest in üblich« Wesse durch Borträge, Festmahl uud^ Tanzvermrügen. Ein Gleiche« fand in d« Loge zu am 29. statt und zwar in B«btt de« neuen LogenlokalS. Die Synagogengemetude Zabrze hat fich endlich üb«H die Wahl ihre« geistlichen Obe-Hauptet schlüssig gemacht^V Biele waren Mr persönliche» Bcrftellung und zur Abhal-^I tung von Ptobepredigten berufen und der Eine, ein Herr» Dr. Le wenstein.sst erkoren. Die Zabrz« vermißte» bei de»5» rbindung mtt rinweihung i\ Canditaten, welche nicht Gnade vor ihren Augen fanden, M n Augm nicht die erfk-rd«lich« theologische und geistliche, da fach die weltliche, sogen. Salonbildnng. Bei dies« ° tritt die Vorliebe für da? Exotssche so recht zu Tage, jung« Rabbimr von Zabrze, hat seine Wiegenlied« mcht im Reiche d« StesanSkrone vernommen. Er darf fich vielmehr rühmen, in Holländisch. In dien da« Licht d« Wr^ «blickt zu Hab«. Nykmtt» O^S chl.N. Oftob«. (Or^Eorr.) Gestern «folgte s die ftterltche Einweihung de» »««bauten, in sein« inner« < rttPuag noch nicht ganz fertig Gestellt« tSrackttsschm: hanft!» für vt«schlefle». Dt« Fek« verllef genau noch sttsRnMdlt» U<fftznD»>1»D«ü>7. flkfl*» 11 vtzrli

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