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Israelitische Wochenschrift · 1893-11-03 · 44 (3.11.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
44 (3.11.1893)
Date
1893-11-03
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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^Hvrse rtmjelritet• D«r Baumeister übeiieichte hieraus d« ז Schlüffe! »or Eröffnung btl ®tbSube# dem greife» Borfitzeaden de* ober- ' schlesischen Geinetndebvnd«». Herr» SanitättraihDr. F r: u u d au» Mriwitz. Letzterer würdigte diese fmmane Hchöpfuni de* <Jk* «eiadebunde*, auf die große Schenkung de* Herrn H a a s e Nybvik und die Wirksamkeit der För!»erer de* Unten« hmea» mit Lorten warmen Danke* hinweisend. Er überreichte den Schlüssel dem Landratbe de» Kreise« Rybnik. dem Geheimen Negierung». Fache Herrn « e m a n dr r-Belk. Unter innigen Limschen für da» Blühen und Gedeihen der Anstalt fiffntu er da» neue Hau«. Die Festversammlung begab sich nunmehr nach dem «Saale de» Waffenhause». Festgesang ertünte liier zunächst. Dcrauf hielt Hen Rabbiner Dr. Lohn au» Kattowitz eine tiefnnvfundene Festrede, welche in rin stimnwng»volle« Wethe redet au»- tönte. Nach dem Schlußgesange wurden die Räume de« Hause« befichtigt. (Etwa 15 Personen zogen sich zurr ck, um da» Miuhah^Aedet tm neuen Hause zu verrichten.) Den Abschluß erhielt diese Feier durch da» Festessen, an welchem urgesähr 120 tzt» 150 Personen fich betheUigt Hallen mochten. B eie der 25 oberschlestschen Gemein den waren durch ihre Borsteher vertreten. Die Rabbiner der «Gemeinden Kattowitz, KönigShütte. Tarnowitz und Ratibor batten fich gleichfalls eingefunden. Bon Ehrengästen de» ersten wir außer dem Laudrathe de» Rybniker Kreise», den Birgermeister und evangelischen Pastor der Stad« Rybnik, Herrn Dberbürger- Meister Kreide!- Sleiwttz, welch«« bei Tische in eindrucksvollen, tapferen Worten die guten Setten der Joden nach seinen vieljährigen, reiche» Erfahrungen beredt hervorhob. Den erste» Triuksvrnch auf den Kaiser und sein Hau» brachte Herr Landrarh Semander au». Die Versammlung sang darauf dir Koiserhymne. Daß e» an dea üblichen kurzen und langen, ernsten und launigen Tischrede« niiht fehlte, braucht kau« ge» sagt zu werden. Sehr anerkennend bemerkt wurde die Snwrsmheit der Frau Ferd.Schl es inger au» Berlin, derer Mann, rin Rrchniker von Geburt, den ansehnlichen Betrag oon 10,000 Mark für da» Waisenbau» geipeudet hatte. Frau Schlesinger svrach bei Tisch« einige lehr beifällig au> genommene Worte. Die Ankündigung de» Herrn Dr. Blumenthal, der Waisea-Verein zu Ratibor. welcher z. Z. über ein Kapital von 21000 Mark verfüge» beabfichttge den Betrag von 10,000 Mark für da» israelitische Waiseuhau« in Rybnik abzuzweigeu, rief begreijlischer Weise große Befried!- gung hervor. Wer die letzte Tischrede gehalten, wiffea wir nicht. So viel aber wiffen wir, daß die allerletzte und uralte Tischrede, , da» schöne hebräische Tischgebet, in welchem dem Sxnder alle» '* Guten, dem Hort und Hüter Israel», dem Later der Waisen für alle» Gute gedaakt «erden sollte,!par ordre de Moafti nicht wir : üblich laut, öffentlich und feierlich von der iSraelttisäien Festversammlung gesprochen wurde. Ob fich di« rabbiuisden Festteilnehmer daran gestoßen, wiffen wir nicht. Wir haben diese gar nicht zu rechtfertigende llnterlaffimg sehr peinlich empfunden. Wir wolle» indeffeu unser persönliche» Gefühl mit len Empfindüngen der Festversammlung ntdst identificiren.!lugen- und Lhrenzeugen äußern fich zumeist sein befriedigt über t e» günstige» Lerlaus und Abschluß diese» schönen, frohen Feste» ächter Menschenltebe. E» sollen zunächst 15--30 Waisenkind« in der An» statt Aufnahme finden: Raum ist für SO, Cc*errei4*tt«t«*■. Bttstchpeft» 26. Oktober, Die von der Vertretung 1>er orthodoxen Israeliten auf heute nach hier eiuberusene «abbiner^Lonferenz hat fich u. A. auch mit der>iventualität der Einführung der Ttmlehe befaßt. Rach eingehender Beratung beschloß di« Konfrrenjj, dea allaemeuien -Prinz« Vien der Zivilehe gegenüber nicht .Stellung zu nehmen. Doch sei e» nochmendia, daß die Judenschaft einen Beschloß fasse in Betreff zmer Efeu, welche nebst der Etvil-; auch durch dm liturgisheu TmuungtaÜ ihr. Sank- E» matt dm« beschlossen, die notpli umchi». daß die nach dem Willen der Parteien auch auf liturgischem Wege aesthloffenen Ehen auch wieder nur nach den religiösen Borschriften gelöst werden Wunen. Die Louferenz beschloß weiter, daß in diese« Ginne eine Denkschrift an die Regierung gerichtet werden soll. Mit der Abfaffung rieser Deukfchrist wurde ein au» den Oberrabbinern von Budapest, Eisenstadt untl Abauj-Szüntü bestehende» Komitee bettaut. fleuefte tmb vermischte Nachrichten. «aabetur,, «iedekhall find in «tztere, Zeit tsrarlftische Reisend« m Unkenntnis ber Perfügungr» der ottomanilche» Betz», de» bezüglich ber Beschränkung ber Mischen Einwimdenrnq in Zyrie» »ui Palästina, tu gräßerei Zahl bortselbst eingerroffen und haben fich hierdurch btn grbßten Bertegeuhrftrn und SchwierigkZten ausgesetzt. Es wird dnher fpegitil darauf aufmerksa» »««acht, da» da« Verbot der Maffen-Siuwaudernua fremder Juden »ach den geuanatr« Lduder» noch besteht, und daß nur einzelne zur Einwauderunz, sooie tan Utnmb• beptzerwerb in d.-n gedachieu türftsche« Provinz«, zugelaffen werden; desgleicheo find Mafien reifen fremder jübtfcher Staatsangebüriger ebeadon nicht gestattet und wird denselven im günstizsten Falle nur «ine Ausentdallsdauer von eine« Monatt zugestandeu Verttu Der Geh. Santtätorat Dr. M. Meyer ist,7l I. akt) gesiorbe». Er hatte tu den tOer Jahre» die Ele'triziSt zueist in die Heilkunb« «in g:führt. •UiM, 2». Ofiober. Der am 86. d. M. hier ve!.ftorde»e Siadt» verorduetru-Borsteher Dr. med. Jakobi stand im 74.!!«beusjahre. Er aehv t« fett dem Iah« tS47 der liberalen Panei an und nahm j» Thor» und Elbing seitdem eine führende Stellung in dem polaiiveu Labe» dieser Stüdie rin. Heute fand hier «in« ton den Kommunal. «in Man» von großer sittlicher straft und seltene.-' Hkiigade an seine Bürgerpflichten. Wat er seidftlos gewirkt, wird ber Tod ,ich! -erft»«», sein Scheiden nicht verwischen können und alle, die ihn gekannt, werden ihn nie v«efir». Möge er in Frieden rohen!" Gase«. 30. Ätobrr. Wegen eine« «ergehen» wider die Religion verhandelte heut« bl« Ltroskamwrr gegen de» Mauergesrlle» Josef Sovek au» Wroukr. Der Angeklagte, der in der Synagoge zu Wronk« beschäftigt war, legte ein Stück Wurstpelle tu ein in der Synagoge befindliche» Gchetbuch, Me« er di« Worte hiuzuftigte. er muffe di« ganze Synagoge J *« f «׳' machen. La» Urcheil lautete aus 4 Wc chen Gefängniß. Mauützei« 8«. vctobar. (Or.-Sorr.) 8 m 1-i. Oktober ha« hier brr Borfitzend« d«4 Syuagogeuraths, Herr Ltmoa Bensyeim, uuter lebhafter BrteUigung der tsraelfttschen wie auch weltttcher Be» hdrde» seinen 70. Gebunstag gefeiert. Di« Ooatiouen, die schon am am 13. Abends und einem Ständchen des Synaaogenchor« begonnen und am folgende» Tage in Form »on Adrefien, «uspracheu und Tel.» grimme» ihre» Fortgang nahmen, legten ei» erhebendes Zeugnis ah von der Hochachtung und Veliebtbrft, dereu fich Herr Vengyäm allseitig erfwnt. MSg« ihm »och sehr lange ungNrübte Frische und Schaffenskraft zu« Segen unserer «emetude besihiede« sein! «ttettgart. 8S. Oktober. (Or.׳Eon.) Letzi« Sold« wurde der auch tu weitereu Kreisen dekaaut« Oberlehrer a. D. Lte bwann, ber brreits im 8V. Lebensiahre stand, zu Er-de arti age». Der vernorbene war über »0 Jahre lange Lehrer in Eßlingea und zugleich Reitgloaslehrer am Schullehrersemtnar daselbst. Seit lS48 .var er auch Hausvater aa ber israel. Waisenaustaü .Wilheliaspflege." I« Jahre >848 war er Mirglleb ber vom Ministerium «in,,eruf«ueu Kommisfio» sür Reorgautiation de« «ürtt. Schulwesru«. Im Jahre lSSl grünbet« Ltebmann den llnterstützaagsveret» für die i»r. Lehr» Württem» berg» uub war 86 Jahr« lang dessen Borstaiid. Bau KSuig Karl erhielt Ltebmann für s«ue Wirksamkeit bi« aoldtne Medaille und »»» ber Oberschulbehürbe mehrmals Prämie». Im lZahr« 187) trat Liebmanu iu den Ruhestand »ad durfte »och in den güunigstm Berhält- »tffen 20 Jahre der wohloechieate» Ruh« gea,eze». Im Mai d. I. durste er er noch dir goldeue Hochzeit feiern, »«׳rüder auch di« ״Zse. WoLeaschrisl" berichtete. Mit Lrabinanus Mrksomkeft hängt di« gaaze Enttoicklnug des Israel. Schulwesru« iu Wnrtteerberg zusammen. P»«pä». Der .Daich-Telegraphdenchie von dem »ortesdieust am Reujahrstagr, dr» Herr Eharrtngtoa iu der große» Ofieudhallr für di« Arm«» ha, «inrtchte» lassen. Mehr als!<000 Juden, englischer, russischer, poluischer imd deutscher Abkuuft vereinigte» sich >ur erheveyde» Andacht. Sir kamen i» großen Haufen schon um » llt,r morgen«, um 7 Uhr war der Saal dis auf den letzte» Platz desesa: vor dem tzteüocal« ftauda» über 6000 Israeliten, »ie ketae» Platz 1»«hr stabe« konnte«. Der ftce. Schewzta ans Rnmsgate w-rsah den Dienst upb obwohl derseibe »»kl« füuf Stunden daaörtr, hecrscht« doch di« schbnüe *»dacht. Die Frauen, welch« «ms der erste» Galerie ihre Plätze hatte», »mcheu bei gewiffen Gebe«» t» Thrtne» aas, wetth« wobt di« Reflexion »der dt« eigene» tranrigrn Ledrnsschtcksal» »«aulaßt habe., werde». Gewpeua. Der Sulla» bat de« unter den, Borsttz« de« »eueral« gionverneur« von Smyrna toafntuieNcn llnrrrftiltzanas-Korr-ter to.voO Frgut» zur Leneilung uvts, fßistschr Famftie», »eich« «urrr »ec Ly», b!» hü «chen Haben, — " "

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