Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 42 (20.10.1893)
- Date
- 1893-10-20
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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belauft die damit einverstanden ist, durcheilte Ltztung repräsentirt zu werden Andere vuvtu muuuuir 1v»v *k www! ,״* « - bereiter, ohne durch eine Stimme der ZBamuni an» autorita- *totm jüdischem Mund« in ihrem di« Juden wie da« Deutschtum gleichmäßig schädigenden Treiben gestört -u werten, denn darüber ist doch keine Täuschung möglich, daß der Endruck von Sud» schreüungcn, wie die Leidiger, die Sesammthüt der deutschen Juden in Mitleidenschaft »lebt.' Au- Santen wird der , StaatSbürger-Ztg." geschrieben, -daß der Eriminalcomuiisiar Rautenberg au» Berlin hier seit dem 8. d. Mts. weile und bereit» mehrere Verhöre angestellt, eineBesichtigung de» Fundorre« der Leiche und dc» Buschhoffschen Hauses vorgenoiuinen habe. lArgenwärtig sei derselbe damit beschäftigt, Widersprüche in d«!n Zeugenaussugen aufzuklären. Er gehr in die Wohnungen, macht sich doct bekannt und stellt Verhöre an, thut diejedoch stetin Beisein eine« Polijt'iiergeailten. Bi« zum Freitag Abend waren vernommen: Frau Küpper», deren Mann vor etwa 4 Monaten gestorben ist, Frau Kernder, Mallmann, st eter«, H^gmann, Barer deermordeten Knaben, EleinmS Breuer und der kleirre Heister. SS scheint. a!4 ob der Herr Lonmissar die Haupthärrgkeit aus die Blo-iegang verschiedener Meineide verwendet, die bei de» vielfach widerspret-enden Aussagen vorzuUegeu scheinen. Wie audem Prozesse noch erinnerlich, behauptete Mallmann, geseh« u zu haben, dass Herwine Buschuoff am Mordtage Nachmittag« gegen 3 Uhr inen Gegenstand unter der Schürze tragend, nach Küpper'« Zxheune gegangen sei. Keler«, der jetzt mit Mallinairn im Zroze ff, liegt, will diesen nun meineidig machen, indem er behuuptet und unter Beweis stellen will, dag derscibe an jenem Tage bi« Rachmittag» 4 Uhr bei ihm gewesen sei. An der Aufklärung diese- Umstandescheint der Eommissar besonrer« zu arbeiten." -- vielleicht bringt die Sonne auch den eigentlichen Mörder noch nn den Tag. Hamtneg, 1k. Oktober. Au« Anlas de« 50jährigen StifmngSfeste» de- Orden- ,Be'ne Berich" veranstaltete die tnesige, nach dem Gründer de- Orden- I»enanme .Henry JoneS-Loge" in den festlich geschmückten Riiumen der ״Erholung" am gestrigen Abend eine Feier, an der etwa &00 Personen teilnahmen. Al» Bertteter de« deutsch-iSraelitischen Gemeurdevorstande« war Hen M. W. Hinrichsen erschienen. .Inmitten devom hiesigen ^Dekorateur F. ׳£. Jaalh mit kostbaren Draperien und Emblemen geschmückten Podiumprangte da- Bild de- Ordensstifter». Eingeleitet wurde die Feier mit einem Borspiel auf dem Hcmnoniuw» alsdann folgte ״Eröffnung der Festloge" drrch den Mentor Expr. Deutsch, länder. Hierauf trug ein au« dem ״Tamen-Chorverein" und dem ״Thorverein von 1888" bestehender gemischter Thor unter>Leitungihre» Dirigenten, de« Herrn Beil, den Lewa«- domski'schcr. Weihegesang vor. Al-dann h eit Herr Prediger Dr. Leimdörfer ein kurze» Gebet worin re daran erinnerte, daß der Gründer de« über ganz Europc*) und Rordamerika verbreiteten Ordenein Hamburger von Geburt gewesen sei. Redner hob hervor, wie der Orden sick! vor allen Dingen die Pfleg« der Humanität zum Ziele gesetzi habe und innerhalb desselben jeder Widerstreit der religiösen Meinungen aufhöre**). Dem Ruf der Armen nach Unterstützung, der Nackten nach Kleidung» der Bedrängten nach Hilfe, der Witwen und Waisen nach Trost so rnel rne möglich Folge zu leisten, da« sei der Hcmptzweck de« Orten»***). Hierauf *) Da» iS letze &b«trto«a, nar 1■ 80 «ab «wichen Städte» DeutfOlaaM u»b Oesterreicht «gistirea solch« Loge». (Rtb.) **) .Aufh-ia» solltet* I» AaeerSa V» der Kall, aber tu Deatichlaa» — m» ackr selbst Wifi» et» vt-kche» dom •Matail z» tnäi)Ua. Die Vett» Hilde-hetmer emtw Nahm«, Unß da» »lüimch» «etzm^rtche t» tztata, ß»se» de» obste, «st» Liste». Di« .Le- K .taOUniai‘ »icht Mtmnt. (R*.) " stW «dors «» «brr > Om»», tat leiste» l MMH-iMiWbMta, st, de» OstWstst» iuZtachshere» de« jüdische»; bestieg der derzeitige Präsident der hiesigen Loge, Herr Gustav Tuch, da« Podium, um die eigentliche Festrede zu halten. Redner verbreitete sich in fast emstündiger Rede in ausführlicher Weise über die Ziele und Zwecke de« Orben«. Am 13. Oktober 1843 faßt׳: der au» Hamburg nach Re,v»Vork eingewanderte Henry Zone» den Gedanken, in Gemeinschaft mit mehreren anderen Deutschen den ״Unabhängigen Orden B'ne Urith" (U O. B. B.) zu gründen, der vor allen Dingen ideale Ziele verfolaen sollte. Redner erinnert ferner daran, daß die ersten amrrikan. Logen eine deutsche Gründung waren und auch in deutscher Sprache miteinander verkehrten und sich auch bei der Arbeit der deutschen Sprach bedienten. Al« die Grundprinzipien de- Orden» bezeichnetr der Präsident die drei Grundsätze ״Wohlthätigkeit", ״Bruderliebe" und ״Eintracht". Al» besondere humane Einrichtungen de» Orden» wurden hervorgehoben die Gründung der Ferienkolonien in Greveland, welch alljährlich 300 Kinder auf« Land setzen, ferner da- Waisenhaus in Atlanta, sowie die ״Maimonide-bibliolhek" >n Baltimore, welche über 50000 Bonde besitzt. Nach Deutschland wurde der Orden erst 40 J׳hre nach seinem Bestehen verpflanzt. Natürlich hat er hier nicht solch monuinentale Werke der Humanität aufzuweisen, wie in seinem Mutterland«, doch sei nur an da« Mädchenheim in Bre-lou und da« Krankenheim in Frankfurt erinnert. E« sei noch erwähnt, daß der Bund etwa 3000 Mitglieder in Deutschland umfaßt, während im ganzen e:wa 400 Logen mit mehr al» 30000 Brüdern bestthen. Nachdem dann noch ver gemischte Thor den Psalm 150 vorgetragen hatte, schloß der Bicepräsident Herr G. Hilde«he:m die Festloge. Den Beschluß de« Abend« bildete ein von Frau Gertrud Wolfs verfaßte», die Ziele und Zwecke der Loge darst-llende» Festspiel. Äntstne! a. d Lahn. Am 8. Oftober "sind hier ,die 4. Lonferenz der i»r. Lehrer Nassau»' statt. Die Versammlung, der eine von Herrn Lehrer Frank in Westerburg gehaltene Lehrprobe in der hedr. Grammatik vorau»ging, wm.de vom Vorsitzenden, Herrn Lomnitz in Diez, mit einigen^rzlichen Begrüßung». Worten und dem Hoch aus den deutsche». Kaisir eröffnet. Die Präsenzliste wie» 26 Teilnehmer auf, darunter den in der heutigen Versammlung wegen seiner allbekannten vädaliogtsch-m Tüchtigteil zum Ehrenmttgliede ernannten Herrn Dr. ».Landau. Bezirttrabbiner zu Veilvurg a'Ladn, ferner der Vorsteher der ttul- »uSgemeinde Limburg. Entschuldigt war Herr Dr. Sllberftein, Bez^Rab. zu Wiesbaden. Zum ehrenden Andenken an den nach HilvrSheim zum Landrabbiner berufenen Herr, Dr. Lewtn»ky (früher zu Weilburg) erhoben sich sämmtliche Anwesende von ihren Plätzen. Den ersten Punkt der Tagesordnung sollte der Berttag de» Herrn Dr. Weingarten, Bez-Rab. zu Bad-Em», über b-S Thema: ,Wichtigkeit de» Pentateuch-Unterrichte» in der jüd. Re- UgionSschule* bilden. Da jedoch der Referent nicht erschienen war. so ttat man in eine zwanglose Unterhaltung Iber dle Krage ein: »Sollen auch die Mädchen im Pentareuch unterrichtet werden und soll der Unterricht nach einem übersetztem Eremvlare oder nach einem Locabularium gegeben werden?* Schließlich gelangten folgende 2 Leitsätze zur allgem. Annahme: •) Den Mädchen soll nur da, wo e» die Zeit und die Be» gabung der Klaffe ermöglicht, Unterricht im lüentateuch gegeben, d) ein Bocabularium in ver Hand der Schüler ist einem Pentateuch mit Uebersetzung vorzuziehen.*) Der zweite Punkt der Lage«ordnung wir die Besvrechung der durch Herrn Lehrer Frank-Westerburg gehaltmen Probe» taseiae« Artikel: .Jade» u»d Freimaurer» (inll!o. 34. dies. Jahr, der ,Neuzeit'), worin er sagt: «Wir betamen, daß nrfr füt die F> eimaureret nicht schwärme». Sit liebe» irtcht das geheimni-vali« Wesen, di« Rite» »ad di« Abgeschtasseahri« derselbe» - (Red.) *) Wir können ans unserer vieljährig«» Esahrung diese»! Leitsatz unsere »ollste Zustimmung geben; er gtU «ich für da» > »de,- übersetz»». Die Wiese,'scheu »ad »raaer'iche»Esellbrücke» «ich jeder auch nur «inigerucaße» pädagogisch gediUet» Lehrer weit -»» sich weis»; nar >»lch« Laltasbeawie. die taue hedr. »ad deutsch» Grammatik oernetzen — and es ßitit j» derea lertzer nach »tele ü, Deaischland — werben nach dies«» ta-cken grell», a» bet «iuer dffeatlichea Schultzr-saad» Eta» »ad saasttz« Zeschauera Saab tu di« Aue» z» streaea. (Red.)