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Israelitische Wochenschrift · 1893-09-24 · 39 (24.9.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
39 (24.9.1893)
Date
1893-09-24
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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«lart Ha|tla«a fttaWll—1 ■H.l>te üblich« Saal! natinnaagtn •Bt JaHa Da» »es stad »tt »ad aaf als Batyrspiel' aach ka Xtaaäki« Maanqtiäb hftarh»«. Stxfrm taaa awa sich biaaaaea üb« Ha »Zsraeltt aas bat bab. Okedaak', der aa Ha ״DectMak« Satt* (tat Zaschrift faaktt «t»a kas Iahalts, kie .aapüakia« JaHa' bekannt« sehr das aeschlich«, aber nicht aurxattföc* Betrag« aatod)« Haabelslaat«; l«t «iafcaHt bitte aber a» Hs .lieben Frieden» aitea" seinen Raaaa za Hrschaetg«. «eld> köstliche« »emisch Ha Dwaaehett and Setzbei: I Etzoza kt» «äig« Schewana in aastiakize. aebitdel« ,,nab andere Jalxa? t“ Wozu die «an!» versicheranaea. da! dt« Jab« als solch« atäds »tt de« Dach« za chaa haben? I «ena aber schon »tnaeal diese aaaätzea Urtliraag« sein «llfien, aeoza dann ״aa« des lieben Frieden» »illen»" «tt de« Nmaea zaradha»«? I Wer als Streit« für sei» Volk zeug« aetll, soll «ti offne» vifi« aas den Kampfplatz wrens ea. Sowett ist e4 noch nicht gekommen »tt den ,.nagebilkeien" Jak«», kaß sie den lieben Frieden" ßbren, »«an eia «laapeasgeaosse de» «ach« geißelt. Uebrizen« haben dt« Jaden d« lseareiad« Aona« »Meter fett etaiaea Wochen allnLcdtlich darch songrsetzt« frech« Dtebftt,le za leidea. Die christlich« Vevblkeraaz de« Ort«» ist ptetistisch-koeseiHtiv, ad« kein bad. vderlaai»" fühu« sich bi» seht HeanlaM, eine dies .,»«k« gesetzlich«, nach moralisch«" Lreibea ״llhrtst aas dem .Erklärung" über «bzageben. VwHtl• der diesjährigen i Lehrer Reust, das übersetze« mehr >n seiner kritischen vesprechm-g des Protokolls amioverschen Lehrerversammlimg behauptet Herr; die von mir abgehalteu« Lehrprobe im Seieteine Repetition, eine PrüftmZ war. Ich frage ab« jeden nur einigermasten in der Schulpraxis bewanderten Lehr«, eb man den Uebersetzimasunterrlcht. gleichviel ob Sebetob« Pentateuchüdasetzeu, uw: durch vorwck Rachübersetzen, ohne Rücksicht auf den beim Stabe bereits vorbmdeueu Vokavelnschätz, ertcueu soll, oder ob ek nicht richtig« ii, wenn man vor dem Urbersetzen durch «bfrag:n sich überzeugt welche Vokabeln des betreffenden Stücke» oda Sätze« da» Rird bereit» kennt, «nd nur die vorübersetzt und ftstloft, di« dem Rinde unbekannt find? Auf letzt«« W«sr verfnhr ich bei d« tu b« Seminar- Mle zu Hannover abaehaltenen Lehrprobe, mch da« nennt Herr Reust ein Repetiere», eine Prüfung! veaterig diu ich »u erfahren, wie Herr Reust in fein« Schule verfahrt, ob « noch die alte Eheder-Methode, da» sinn- und gedankenlose vor- und Nachübersetzen anweudetl Wie wett übrigen» die Ansichten üb« meine Lekprobe aureinand« ginget» geht schon dacau« hervor, daß Roll. Rost k a m-Diepho» im Mitten Segensatz zu Herrn Reust dieselbe mHr al» einen« ortram «tnDoeteren augastte-Jch kann mir diese gegenteilige Auffassung nicht and«» erklären, al» dast in jenem Momente jeden dies« Herren eine Sinnestäuschung arg milgespielt haben must. Ich habe wrd« dociert noch repetiert, sondern mich nur bemüht, zu zeige», wie ein« Sebetüber- 'etzungsstuude abzuhallen sei, damit sie sich zu ein« wirklichen ke ltaio »»stunde gestalte. Ich ging und aa* heute noch von Ständpuukte au», dast du» bloste Uebersetz eu d« Gebete ohne auf den ethischen Irbalt derselben, noch lange nicht dann führt, da» Rind für da» Sebet empfäogli h zu machen, um o dä» Bete« au» rein« Lieb« und Uebaketgung bet nus«« ' ^eud zu pflegen. Nur weil kein UnterslKed gemacht wurde. mau irgend eine profane 'remde Sprache )der ein Sebetstück in dir Muitersprache Überzug, kam da» vecständni» und die Wethe de» Gebete» bet» Rinde nicht zum reinen Au»bruck und bewirkte, daß heute sowohl beim öffentlichen, wie auch beim häu»» licheu Sottesdieuste so wenig gebet« wird. — S» würde mich zu weit führen, die Srnudsätz«. »ach denen ich meine Lehrprobe avhielt, hi« vollständig darzulegen: ich bin ab« »er» bereit, meinen mit Anschluß an dt« Lehrprobegrhälmeeu Vortrag, d« da« Nähere darüb« enthält, zu puüffentlichea, — Rur mch in Betreff der -erbart'schen Formalideru »pschste ich hi« erwähnen, dast dieselben «eine» Erachten» nach wohl augewaadt worden sind. Wenn die Herren Reust und Rostkamm fie nicht wahr^iwmmt, haben, so bedaurr ich e« ungemein. Diejenioeu Herren Kollegen, die mich näh« kennen. waden e» mir zugestehen, dast ich mich mit Herbart schon mein« absolvierten Examina weg» eingehend beschäftigt habe» must und dast ich uW um dessen Foriaalideen kenne, so»׳ kern auch voll und ganz anzawenden vustehe. Lrm Schluß mtu ich konstatieren, datz um da» Protokol vor drDrucklechrn» nicht Hge^naen ist und ich demmch auf di« A»«<1rbeitllng desselben Emflust ausüben konnte. Wäre wir da»s«lb« vorder zugrgangm, dann hätte ich darrnf gehalten, dast die Herren Schriftfük« auch mein nach der Debatte Oehalta e» SPnstwort. tu welchem ich die während der,Debatte an. «einer Lchchrokx gemachten ««»stellungen »GerileG«. «A« ftda vedMina gebrächt hätten. ». Seliz, Haatzttehmr. veU*r»etch»U»O«r«. an!»»Meyer.) vor iatandlung atom ver- ...._.«wen Bericht» üb« inRnstlandstait Anaeklaatsind: 1) fass« um vabr.rrta.de«, verleumde. «nenar O-ulu» r und Lehr« »rst ntal alt, in Russisch-Pole» geboren and nach Rtstland zu- _I edrhar ,Iaterlo den Par au da« ,Bataländ" geschriebeu: di« vamittelung ei folate und da Brief ist am 11. Mai d. I. im -Bataland^ virössenUicht worden. In diesem Briefe hat Paulus Meya behauptet, er fei selbst im Jahre 187b Augenzeuge gewe,en beider Abschlachtung eine» ChristenkindeS. dessen Blut den Juden zu ihrer vermeintschlachtung »«anlastt und geleitet habe, wird angeführt ein Rabmna Jehofchua Leib in Ostrowo. Nl« Vollstrecker de» Atte» w«den genannt die beide» Schammostim (Leibdiena) d«» gedachten Rabbiaa», und zwar Mausch« Rosenker und Israel Frost. Schliestlich wird der Srundoesitza Schmul Wasserstmmm beschuldigt, daß « da» Opf« habeigeschaflt habe. Diu genannten Personen, de» Vabrecheo« de« Mord» beschuldigt, heben Strafklage wegen vtrleumderisch« Beleidigung «hoben: für den verstorbeuen Rabbiner Leib klagen seine Tochta Rachel und deren Säfte, Rabbiner Iankiel Radinowitz in Biala. Für die Verlogenheit de» Paulu« Meyer ist bezeichnend, daß de׳ Rabbiner, d« im Jahre 1875 da« Rind geschlacht« haben soll — in Segenwart von Paulu« Meyer! — b«ett» seit 1873 verstorben ist. In d« Voruntersuchung hat nun Paulu« Meyer, offenbar im Bewusttsein, da« er die von ihm au» den schnödesten Motiven «- UntrrsuchunasrichterS, ob « (Paulu« Mey«) bekenne, den beanftandeten Brief und die Drucklegung desselben »ranlastt zu haben, jedwede Antwort verweigert. Pfarr« Decker» und Redaktem Doll führen zu ihrer Brrtheidigung lediglich den Umstand an, dast sie die Mittheilungen de» Paulu» Meyer f Ir wahr gehaften hätten. Während der Boruntasuchang war den drer Angeklagten hinreichende Selegenheit geboten, zu ihr« Entlastung den Beweis der Wahrheit für die indem iuknmtmrten Briefe ent« ballen: Beschuldigung zu «bringen. Dies« Beweis wurde ab« von ihnen nicht einmal augetreten oder angeboten, geschweige denn «bracht. Im heutigen Haupttermin vor dem Diener Schwurgericht bestritt Mey« unt« Weinen, der Belass« de« au tat Pfarr« gerichteten Schreiben« zu sein. All«ding» habe Decker» ihm monatlich 100 Suldeu versprochen, rienn « Beweis« str da» Blutrftuale gebe Bei d« verüffentlichuag de» Bruffe» sei mit seinem Namen Mstbrauch getrieben v'orden. Al» « den Brief im Wien« »Vaterland* gelesen habe, sei er ganz niederaeschmettert darüb« gewesen, dast « ein Augenzeuge von d« Aoschlachtung eine» Knaben gewesen sein sollte Man häb« ihm den Brief untergeschoben, an d« ganzen Seschicste vom Ritualmord sei kein wahre» Wort: auch im llalmud stehe nickst» davon. (Die B«lin« Mffionäre hätten auch l>ft«s seinen Namen mistbraucht.) Die Handschrift de» Briefe« sei die seiner Braut, ab« « habe ihn nicht dikftrt, sie Hab« denselben nach den Anweisungen de» Pfanrr« Decke:» geschrieben. E» sei auch nicht seine (Meuer«) Unterschrift unt« dem Briese, sie sei ebenfall« gefälscht. Deckert dagegen erklärte, dast Meier, d« ihm durch die Proftssoren Rohling und Bickell warn empfohlen worden, betbeuert habe» « glaube nicht nur an Blut..-ituale sond«n sei selbst Augeryeuge von Rnabenschächtungen gewesen: Mey« Hab« ihm die Wahrheit der Briesangabeu beschworen, worauf «, Deckat. angebUch «st d«en 8«bffe!tlichung »«anlastt Hab«. Der dritte Angeklagte, Redaftem Doll vom »Latttland , berief sich darauf, im guten Slouben auf seine beiden Sewähr»1>1änn«, von denen du «ine katholisch« Priest« sei, gehandelt zu haben. Die Iurv «klärte den elenden Vuleuard« Mey« eiammnig, Deckert «tt ivund Doll «tt S Sttmmen für schuldia. Dtever wurde zu » Monaten Arrest, Deckert zu 400 und Doll zu :X» Sulben. eventuell zweimonatlichem und einmonaftichem Arrest prrurtetli. Der Prozeß hat mit der venrrtbeilung all« Augeklagst« geead«. d« Lonvertlt und d« Pfarrer sind einanden würdig: S d« Sesckworenra waren d« Metnun Decken habe selbst den Brief verfastt. Viel wi< Urteil sind die Lhatlachen, welche stch au» de» »esse« ergeben haben. E» hat sich b«au»aetz on im gnftlichen Servaad« eine förmliche Rh»! getzl mit eine« da mis«abelsten und vertzm» welche je gelebt zen Welt wesst für Btil nimmt diesen Verfassung von .. gczetckwetrn* Schl must, stundenlang Iwr Pfarr« a al« dä« «lause de» t, hg» eine ein» «tduen. m der dast eia Warrer sich eiue» » bedient, um ary gen und vuleumdunge» zu ' bei sich auf, « besslle , Abschrift«, a ftseipt mit diese« ,au»- , ,dem eine Geliebt« die Brie« korrigtte» die Nacht hineto tu annnKga Gepläch« Sebe« d« Zstseltte»*, «tt diese« Mar», de» selbst

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