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Israelitische Wochenschrift · 1893-09-08 · 37 (8.9.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
37 (8.9.1893)
Date
1893-09-08
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Iß San mr ai da, dnAamm nnd •ratxtlHoRtR, »«lchen da» Zier, ihm der Schächrlchmitt beigedmcht. nnlaq-vren iß, darauf 1 will, daß e» Schmerzoi ■1k Qnalen erleid«, so sei dieser dnrchnns falsch. Diese Zrcknngrn und Korr rskrtvne» feie» 1 KeGnpse, »eiche m fei*« der Mnäecre bei Gehirn« et»- der miverfcft Mm Schächten sei ein so ßar'er. daß sofort -SeWnßttvfiglrit derbeigefihrt »erde nnd mit dieker di! Empfindung»- , fcfaftü de» betreffenden Ziere». 8»m aewiffensch« Etlichen Standmit an» mlffe man »meinen, da» da» Schichten rne Zierqnilerei volvir«. Derselben Ansicht ist anch Har Profeffor Dr. ir ftert ag von 7 Her kdnigltcheu Hochschnle für Ziaaizneikunde, welcher!ahrelange Erdrnngen über diese Frage gesammelt nnd durch den Augenschein »hl. »ie durch einschlägig« Untersuchungen fich dwon uberzeugt daß der Zob beim Schächten ,in schmerzloser sei und darum ne Zierqnilerei darin ablickt werlren Wune. Herr Dr. Hertwig, Direktor da ftüdiischen Fleischfchau, iß eiben Ansicht. Wenn dem zu sihichtenden Ziere bei den Borkegen zum Schichten Schmerzen barstet würde», so liegt da» an llngeschickthest da Kleischa, aba jeder geschickte und kundige , Fleischer, wird da» Umwerfen, Feffrln x. absolut fiä>er und schnell an»siihren können, so daß zwischen dem Umwerfen >>e» Ziere» und > ledrem Vewußtlotzwaden nur ein verschwindend Nein« Zeitraum liegt. Jutaeffant ist e» neben dem Inest diesa Minner da Wiffen-!ft auch dasjenige eine» Manne» da Praxi» su hören. Herr Ischlichtermeiker Hofsmauu (Valin) hat sich in seiua üba zigjihrigen Zhärigke t überzeugt, daß da» Schächten nicht nur l u e Ziaquilerei, sondern daß e» die schnellste undsicherste Zode»ast die noch obendrein den »ich, zu unterschitzenden Bortest biete, daß ihr da» Fleisch de« betreffento. Ziere» fich vi,l länger frisch Sie, all bei den andern, ein Umstand, welcher dem.durchau« ,ellen, intensiven Bluiaguß zuzuschreiben ist. Her, Hoffmann hat »azei« vor eina Kommission Iren Beweis gesnljN, daß jede «n k e t e Schlachtart viel unsicherer sei, al» das Schichten, a fei selbst Mitglied eine» ZterschnMreiu» und miiibe fofort vom 7Schichten abstehen, wenn fich ihm anch nur im Mindesten die Ueba- ,nengnng anfdringe, daß die genannte ZodeiaN dem Tiere unnäiige ' ibuatot nmi 6Aaumn bwüt* Aehalich äußerte fich auch die ,Centtal-Fleischer-Zeit.": «Wir find da Meinnng, daß da» Schichten nach jüdischem Ritus r AK jedes Stück Vieh die schnellste und leichteste Zodeiursache ist und iSeinen nn< deshalb feinetwe!» mit da schwezatschen Balls- Abstimmung einverstanden alliren und z»ar au» solgmden Gründen: Z>ie gewöhnliche Schlachtmethode ist dekannUich d>«» Betäuben des Ztac». Es wird mit einem Hamma »der, in anteren Gegenden,! mbl einem Knopsbest auf die L'sin geschlagen nnd zwar soll da Schlag . Ealfin geführt waden, wo da» Hirn fitzt. E» ist nnra Zuziehung da iteärzUIchen Antoitäten, »ie uns -stv hlefiga Engr«»-Gchlich«ermeifta mitteüi, schon vor Jahr und Zag testgeßestt worden, daß die Tödtnug oder da» Abtzerben de» geschichteten Ltäe« nach da Uhr viel schneller vor fich gegangen ist, al« bei »er anderen vchlachtmethode. Die Blende »da Schlattmaske anzuwenden, ist mch nicht mehr . prilltisch, denn e» müßten vkk» Matten in jedem Söilachthause sein, s um jedesmal eine paffende zu finde«!, denn eine M rtke paßt doch glich sür jeden Kopf de» zn sätlachsenden Ziere» stird nnn diesa Schlag kunstgerecht ansgeführt, so wkd da» Zia!fort znsammenbrechen nnd die Blutentleerung kann »ährend da ,tinbung des Ziere» afolgrn. Sie »st aba koeimt es vor, daß ' In dem Augenblick da Anssühruug de« Schlage« da« Zier eine, wenn ^anch nur kleine Kopfbewegung maärt, da wohlgemefime Schlag trifft andere Stelle und die Betinirung erfolgt keineswegs. Eben!» nt e» vor, daß wenn anch da Schlag ein richtig« gewesen, wir »ollen annehmen bei einem iltaen schweren Bullen, die Krast de» . bar Schlag ansführenden Gesellen nicht ausreicht, die Hirnschale de» . Tieres zu dnrchdrechen, da» Zia bricht erst nach Aasfilhrung eine« len »da dritten Schlages znsammen. Jeder Sack verständige muß hierin nnbedingte» Recht geben, gleichviel ob a Gegner des ^Schichten» ist »der nicht.- Daumerm 1. August, von der Regierung in West» Preußen erlassene Verbot des Schächtenihne vorherige ilg durch Gehirnschlag ist, wie wir in vor. Nr. bereitzurückgeNommen worden. fktlin. Der Antisenkiti-nnl» treibt gar wundalich« Blüten, findet fich im Anzeigenteil eine« hiestgm Blatt!» da» Heirat»- h ein« Jungfrau, in Bewaba!stk ftufcftcn _ wird die schöne Harmonie im'Hafsen nicht t urch'die "leiseste,, ziebe»anwandeluna gestört. Früh« ließm die Dchta ihre «dir« ׳ auen sagen: »Zu lieben, nicht 1» basten bi, ich io dAiWrAo ommmft gegenwärtig , scheint!: die Frauen rndar» geartet, sein.,..!!. ־ ׳׳ui» TiMu 1r־:;־״?•“ ,» »Aerztllche vereindlati für DeMchlaid' ßrittgt kr KummerSL>.7ch»«l fiWettwtß a>» de«: m etnzagemeu eme« yiengen wiaw» oas veirarsmgfrau. in dem 1U» Bedingung c ngesührt wttd: muß Antisemit sein". Hoffentttih findet sich zu Frauensale eine gleichgesinnte IunglingSseele, Städtchen nach welch« eine dortig« Arzt die Impfscheine, welch« er au»fiellt, unt«»eichnet: »Dr.christlich« Impf» arztft — Mau könute besorgt sein für di« ärztlich: Kunst und Wissenschaft, wenn dt» chistllche Slaubenrbekenntni» d« Impfen» den für die best«« Schutzwirkung geltend gemacht u׳ird. 8» ist ab« nur da» ärztliche Handwerk, da», wie unfttt andaen Handwerke, zur Zeit auch vald vom Antisemitismus, bald vom Befähigung»nachwei» und Junung-zwaog Mehrung und Sicherung seine» Einkommen» «warte(. Daß christlich approbirte Aerzt: als Stellvertreter und dSgl. gesucht waden, daß da» städtische Krankenhaus in Chemnitz de Bewerbung um die Asfistentenarztstelle den .Taufscheinal» nochwendig «achtet, ist bekannt, aber d« .«hriftliche Jmpfarzte" — da» ist doch der Gipfel uns« modanen Bildung; am Ende wird noch »christliche Lymphe" von christlichen Kälban desondas empfohlen. HUAe-hei«, 3. Septemb«. Eine seltene Feier, wie sie vorige Woche hi« stattgesuoden hat. dürfte wohl da» Jniaeste weiter« Kreise in Anspruch nehmen, weshalb ein kurz« Bericht üb« dieselbe in dieser geschätzten Zeitung Platz fnden möge. Am 19. Ellul (31. August) waren r» 225 Jahre, daß in d« dies, altehrwürdigen Synagogengemeinde eine Chewra-kaiischa <Be«- digungS-Vaeiu) besteht: die zu Ehren derselben »eranstaltete Jubelfeier wurde in d« würdigsten Weise begang-n. Bormittag» um S Uhr fand feialicher Gotterdienst statt, dessen Mittelpunkt die Predigt de» Herrn Landrabbiner» Dr. Lewinsky liildete. Anknüpfend an die Worte: »Ein Geschlecht geht ein Geschlecht kommt," wie» d« Redna zuletzt auf da» hohe All« uns«« Chewra hin, die zweifellos ab« noch ält« sei, al» e» da» noch oorbandene Chrwra-Buch angebe: denn bereit» vor oiehr al» 540 Jahren sei laut vorhanden« Urkunde in hiefig« Gemeinde al» Wahrzeichen jüdisch« Pietät ein Friedhof eingerichtet w»rden. De» weiteren beleuchtete d« Redn«, anlehnend an die Ljorte: »Du hast Lieb« geübt an oll' den Kindern J-rael" (I. Sc nnd 15, 6) die LiebeSwerke, wie sie von den Mitgliedern «in« solcken »heiligen Brüderschaft" geübt werden. Schließlich gedachte der!stedn« all« da«, die ihre Kräfte voll und ganz in den Dienst iw» Verein» gestellt und ermahnte zugleich die gegenwärrigen Mitglieder de»- selben ihreu Altvordan nachzuahmea und gleich ihnen den Geist wahr«, uueigennütziger Lieoe zu pflegen durch grwiffenhaste Erfüllung all« ,ba Pflichten, die ein solcher Baeirihnen auferlege. — Nachdem mehrere geeignete Psalmen von Vorbei« und Gemeinde in recitattv« Weise vorgetra^e« waren, schloß diese «hebend« Feier unter Abstngung eine» Choral», womit ste auch begonnen hatte. — Bei dies« Gelegenheit geschehe ein« edlen Sttstung ׳Lrwähuung, die d« «ste Borsteh« uns«« Gemeinde, Har Bancuier August Dux, derselben zugewendet hat. Anläßlich der Barwizwah-Fei« seine» einzigen Sohne» Hai « d« Gemeind« ein Kapital von 1500 Mk. zugewiesen, deffcu Zinsen zu Gunsten von Barmiz vah-Knaben od« Konfirmandinnen verwandt werden sollen. E» ist die« dereit« die dritte Sttstung, welche da» Aüg. Düx'sche Ehepaar in hiestg« Gemeinde begründet hat, wodurch e» sowohl sei«« edle, hochherzige Denkungsart wie auch seinen echt jüdisch«, Sinn auf» drullichste bekundet. E. Stern, Lehar. N<m»s»«.«s»en-, 29. August. (Die jüdische Lehrer, dildung-anstalt in Hannover.) Mein Lorttrg üb« die Bvrbildmtg he» jüdischen Lehr«» sollte eine Kriegserklärung sein. Kampf habe ich dm Dreifiaanstalten angekünvigt, den andern .Lostaum ihre mir bekannt aewordmen Mängel vorgelialten. Ich war auf. Wderspruch gefaßt, habe wohl «wartet, daß mir au» manch« Ecke eia »Neinft migeamschallm wade. Mir amügt da» Streben nach Wahrheit, diesem habe ich meine Dimste angeboten. Al» mir in Emden manche» widersvrochm wurde, habe ich «Widern Für die Kollegen, di« mit ihrem g!Mgm und und küMpsr wett« — ad« nur gegen anständige Gegn«. Dür7 Gmugthünng ist mir gcwordm, daß das von mk angaegtt!! Thema nunmehr die Runde durch alle Konsermzer. machen »W: daß dadurch vlel Gute» «reicht waden wir!). < 34 stwe aber Nicht a«, ja, ich hatte von varhatiü-'die Abficht, allee da» günstig ax »myeilen un!» ihm die gebühanüe^ An»«rmrl^ zu »olle«, wa»^stch mir «achttäglich von günstigen gezeigt hat. Polemik gegm da- Protox ") Gttststshende. ,*fl Kvrtschrettend«. ’־i ml hia

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